ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda zu den Davis-Cup-Reformen

"Plötzlich fällt ein Tag weg"

Freitag, 06.10.2017 | 15:32 Uhr
Thomas Schweda muss neu planen
© GEPA
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Die von der ITF beschlossene Reform des Davis Cups für 2018 beeinflusst die Planungen des Österreichischen Tennisverbandes für die Erstrunden-Partie in der Europa/Afrika Zone 1 am 2. und 3. Februar gegen Weißrussland ganz essentiell.

Auch ein Weg, mit seinen Mitgliedsländern zu kommunizieren: Gerade einmal eine Stunde vor der Presse-Aussendung der ITF wurde etwa der Österreichische Tennis Verband über die Änderungen im Modus für das Jahr 2018 informiert. Und gerade der ÖTV ist davon unmittelbar betroffen - schließlich wird das Match gegen Weißrussland nun nur noch über zwei Tage ausgetragen, am Freitag und Samstag nämlich.

Die Suche nach dem richtigen Austragungsort wird dadurch für ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda und sein Team nicht einfacher - im Gegenteil: Die Kosten für die Anmietung einer Spielstätte bleiben dieselben, es fallen allerdings die Einnahmen aus Ticketverkäufen für den Sonntag weg.

"Ich finde die Reformen und die Ideen eigentlich gut, aber die ITF hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt", so Schweda. "Die Umsetzung der ITF ist aber stümperhaft. Wir stehen natürlich jetzt schon in Verhandlungen mit möglichen Veranstaltern - und jetzt fällt uns plötzlich ein Tag weg."

Sportlich besser

Aus sportlicher Sicht kann Stefan Koubek, der österreichische Davis-Cup-Kapitän, dessen Team Anfang Februar gegen Weißrussland zur Revanche ansetzen kann, den Neuerungen durchaus etwas abgewinnen: Zum einen könne man aufgrund der Best-of-Three-Matches am Freitag später beginnen - ein Service für die berufstätigen Fans. Für die Spieler falle der "fade" Samstag weg, kein Ruhetag also, vielmehr gibt es da schon die Entscheidung. Und damit auch die Möglichkeit, schon am Sonntag zum nächsten Turnier anzureisen. Für Koubek allerbeste Voraussetzungen, dass auch die Topspieler wieder ihre Liebe zum Davis Cup entdecken. Und: gerade für ein Land wie Österreich, das auf zahlreiche starke Doppelspieler zurückgreifen kann, kommt der fünfte erlaubte Mann im Team gerade recht.

Eher traditionell sieht Günter Bresnik die ganze Angelegenheit: Die ITF werde so lange am Davis Cup herumdoktern, bis davon nichts mehr übrig bleibt, erklärte Bresnik gegenüber tennisnet.

Spannend ist zudem dei Frage, wie denn dann in den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Weltgruppe gespielt werden soll - schließlich hat sich in der obersten Etage am Drei-Tages-Format, zumindest für das kommende Jahr, nichts geändert.

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