Vertrautes Territorium

Mittwoch, 18.10.2017 | 12:26 Uhr
Dominic Thiem vor einem Jahr in Wien
© GEPA

Dominic Thiem verbringt die Woche vor den Erste Bank Open 500 in vertrauter Umgebung - nämlich in der Tennisakademie von Günter Bresnik. Der ist mit den Eindrücken von seinem Schützling zufrieden.

Manche Bande reißen nie ab, schon gar nicht im Tenniszirkus, wo sich die Spitzenspieler beinahe wöchentlich über den Weg laufen. Ganz besonders verbindet auch der erfolgreiche Versuch, die Ice Bucket Challenge zu überstehen. Dominic Thiem hat dies im Beisein von Ernests Gulbis vor ein paar Jahren vorbildlich geschafft. Bessere Zeiten waren das für den Letten, der in der Weltrangliste nur noch auf Position 203 geführt wird. Gulbis versucht vergeblich, wieder den Anschluss nach ganz vorne zu finden, in Wimbledon hat es immerhin zum Erfolg gegen Juan Martin del Potro und zu einer zum Großteil guten Performance in Runde drei gegen Novak Djokovic gereicht.

Danach ist wieder wenig gekommen für den immer nur noch 29-Jährigen aus Riga, zuletzt eine glatte Niederlage gegen Kenny De Schepper beim Challenger in Orleans.

Woraufhin Gulbis sich wieder einmal dorthin aufgemacht hat, wo er ohnehin Stammgast ist, nämlich in die Tennisakademie von Günter Bresnik. Eben jener hat ihn in die Top Ten gecoacht, ebenso wie Dominic Thiem, der seit Montag wieder in der Südstadt trainiert. Auch mit Gulbis.

Für spezielle Schwerpunkte in Blickrichtung Erste Bank Open sei es noch zu früh, erklärt Bresnik, die Schnelligkeit des Belags und der Bälle in der Wiener Stadthalle sei frühestens ab Donnerstag vor Ort zu erkunden. Selbst dann allerdings gäbe es eigentlich keinen Grund, einzelne Elemente im Spiel seines Schützlings zu verbessern. "Ich finde, Dominic spielt derzeit nicht so schlecht", sagte Bresnik gegenüber tennisnet.

Noch stärkeres Feld

Thiem jedenfalls freut sich auf seinen Heimauftritt, im vergangenen Jahr hat er schon vor Turnierbeginn eine Viertelmillion US Dollar auf der Habenseite verbucht: mit dem Gewinn der "Tie Break Tens". Im Hauptbewerb lief es dann nicht ganz so gut, nach einem mühelosen Auftaktsieg gegen Gerald Melzer folgte das Aus gegen Viktor Troicki, gegen den Thiem vor wenigen Tagen in Shanghai zum dritten Mal im dritten Match verloren hat.

Das Turnier in Wien ist durch die späte Zusage von Grigor Dimitrov noch einmal attraktiver geworden, sportlich stellt der Bulgare eine Hürde dar, die Thiem in diesem Jahr in Brisbane gerissen und in Madrid mit höchster Not übersprungen hat. Dimitrov könnte indes erst im Halbfinale drohen, ganz am Ende Alexander Zverev.

Sich auf diese beiden Alleskönner spezifisch vorzubereiten ist ein Ding der Unmöglichkeit, Dominic Thiem hat es nach seiner Rückkehr aus Shanghai mit einer lockeren Einheit gegen zwei Akademie-Spieler anklingen lassen. Am Donnerstag steht noch ein Termin beim großen Banken-Sponsor an, dann wird die Stadthalle getestet. Womöglich auch mit Ernests Gulbis.

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