Federer-Coach Ivan Ljubicic: "Arbeit mit Roger ist kompliziert"

Von Maximilian Kisanyik
Freitag, 20.04.2018 | 18:18 Uhr
Ivan Ljubicic trainiert Roger Federer seit längerer Zeit
© getty

Ivan Ljubicic und Roger Federer bilden seit längerer Zeit ein erfolgreiches Gespann. Nun gesteht Coach Ljubicic, dass die Arbeit mit seinem Schützling nicht immer einfach ist.

Man sollte meinen, dass es einfach wäre, einen Spieler wie Roger Federer zu trainieren. Ein Spieler, der auf natürlich Weise beinahe das gesamte Repertoire beherrscht und instinktiv Tennis spielt. Dass dem nicht so ist, hat nun Federers Coach Ivan Ljubicic verraten.

In einem Interview mit der Gazzetta dello Sport plauderte der ehemalige Top-Spieler über die Zusammenarbeit mit dem erfolgreichsten Spieler der Welt.

Im Rahmen einer Akademie-Eröffnung in Italien erklärte Ljubicic: "Meine Arbeit mit Roger ist kompliziert." Es sei schlichtweg schwierig, einem Spieler etwas beizubringen, der beinahe alles kann, führte Ljubicic weiter aus.

Das fordert einen gewissen Einfallsreichtum. Um Federer noch weiter zu verbessern, versucht Ljubicic eine Verbesserungs-Idee mit einer notwendigen Leichtigkeit an Federer heranzubringen. "Das ist ein großer und wichtiger Teil", so Ljubicic.

Federer zurück zur Nummer eins?

Federers Talent für Tennis ist unumstritten und wohl einmalig. In vielen Biografien über den Schweizer wird oftmals über das natürliche Verständnis für das Tennisspiel geschrieben und Federer eine nahezu perfekte Spielweise nachgesagt. 20 Major-Titel und insgesamt 97 Tour-Titel sprechen für sich und lassen kaum Raum zur Verbesserung.

Zusammen mit Ljubicic konnte Federer seine Titelsammlung in den vergangenen Jahren erweitern und sprang an die Spitze der Weltrangliste zurück. Momentan steht der Schweizer auf Position zwei, nachdem er entschieden hatte, erneut die Sandplatzsaison auszulassen. Kommender Woche könnte Federer jedoch wieder die Nummer eins werden - wenn Rafael Nadal das Turnier in Monte Carlo nicht gewinnt. Der Spanier befindet sich jedoch in toller Form und kam nach einer Hüftverletzung eindrucksvoll zurück und beförderte das spanische Davis-Cup-Team mit zwei Siegen über Deutschland ins Halbfinale.

Sollte "Rafa" jedoch auf der Roten Asche im Fürstentum verlieren, wäre Federer ab Montag erneut die Nummer eins der Welt. Ein erster Auftritt auf der Tour nach der Pause plant Federer Spekulationen zu Folge in Stuttgart, bevor es in Richtung Wimbledon und dem möglichen neunten Titel geht.

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