Rafael Nadal überrollt Nick Kyrgios im Finale von Peking

Rafa beendet Herbstfluch

Sonntag, 08.10.2017 | 15:21 Uhr
Rafael Nadal jubelt über seinen zweiten Triumph in Peking
© getty

Rafael Nadal hat erstmals seit Tokio 2010 wieder ein Turnier nach den US Open gewonnen. Der Weltranglisten-Erste bezwang Nick Kyrgios im Finale des ATP-World-Tour-500-Turniers in Peking mit 6:2, 6:1.

Für den 31-jährigen Spanier ist es der 75. ATP-Titel seiner Karriere und der sechste in dieser Saison. Zudem ist Nadal nun seit zwölf Matches ungeschlagen, seine letzte Niederlage kassierte der Branchenprimus im Viertelfinale von Cincinnati - ausgerechnet gegen Kyrgios.

Für den Australier lief es im sechsten Finale seiner Laufbahn von Beginn an unrund. Mit dem frühen Break sollte es nicht klappen, da das Linienpersonal einen aussichtsreichen Ball des Heißsporns fälschlicherweise im Aus gesehen hatte. Danach übernahm Nadal mehr und mehr die Initiative und erspielte sich eine Vielzahl an Breakchancen.

Nach sechs vergeblichen Versuchen profitierte "Rafa" von einem verunglückten Stoppball des Weltranglisten-19. Kyrgios war stocksauer, handelte sich einen Punktabzug wegen Coachings ein und gab den ersten Durchgang mit einem Doppelfehler ab.

Rafa gnadenlos

Während sich das 22-jährige Enfant terrible im Halbfinale gegen Alexander Zverev noch in vorzüglicher Spiellaune präsentierte, lief am Finalsonntag nicht viel zusammen. Nadal, der in Runde eins gegen Lucas Pouille beinahe ausgeschieden wäre, kannte auch im zweiten Satz keine Gnade und rollte über Kyrgios hinweg.

Spätestens nach dem Doppelbreak zum 4:0 war das Match entschieden. Nach 1:32 Stunde segelte ein Rückhand-Return des überforderten Aussies ins Aus. Nadal konnte die Arme in die Höhe reißen - es war sein dritter Sieg im fünften Vergleich mit Kyrgios.

Nadals zweiter Titel in der chinesischen Hauptstadt bringt ihn auch im Kampf um die Weltranglistenspitze am Jahresende weiter voran. Der Vorsprung auf Verfolger Roger Federer ist nun auf stattliche 2370 Punkte angewachsen. Der Schweizer hat damit nur noch theoretische Chancen, seinen Dauerrivalen noch 2017 vom Tennis-Thron zu verdrängen.

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