Alexander Zverev nach Sieg gegen John Isner im Endspiel von Rom

"Riesentöter" Zverev im ersten Masters-Finale!

Samstag, 20.05.2017 | 17:15 Uhr
Das Tennis-Märchen geht weiter: Alexander Zverev steht im Finale von Rom
© getty
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Der Zverev-Wahnsinn nimmt kein Ende: Im Halbfinale der Italian Open in Rom setzte sich Alexander Zverev auch gegen John Isner durch und steht damit erstmals im Endspiel eines ATP-Masters-1000-Turniers!

Alexander Zverev wird erneut zum "Riesentöter" von Rom. Nach seinem Viertelfinalsieg gegen Milos Raonic besiegte der 20-jährige Hamburger den nächsten Aufschlaggiganten. Im dritten Duell mit John Isner behielt der Weltranglisten-17. zum dritten Mal die Oberhand und siegte nach einer starken Vorstellung mit 6:4, 6:7 (5), 6:1.

Zverev ist damit der jüngste Masters-Finalist, seitdem Novak Djokovic 2007 im Alter von 19 Jahren ins Endspiel von Miami einzog und gewann. "Ich schaue nicht auf Statistiken wie die, wer als jüngster Spieler ein Masters-Titel geholt hat. Ich versuche, Match für Match zu spielen und mich zu entwickeln", sagte Zverev im Anschluss.

Der Wahl-Monegasse startete hoch konzentriert, war in den Ballwechseln sofort der bestimmende Spieler. Die ersten vier Aufschlagspiele gingen zügig über die Bühne, dann schlug die deutsche Nummer eins gnadenlos zu: Eine Mischung aus kurzem Slice und etwas zu lang geratenem Stopp brachte Zverev das vorentscheidende Break zum 3:2. In der Folge blieb der Shootingstar auf dem Gaspedal, schickte Isner quer über den Platz und holte sich den ersten Durchgang nach nur 29 Minuten durch einen verunglückten Return des US-Amerikaners.

Der Herr der Asse schlägt zurück

Im zweiten Satz lag Zverev schnell 0:30 zurück, behielt aber die Nerven und seinen Aufschlag. Isner konterte mit einer Serie von drei Assen, ohne in den folgenden Returnspielen wirklich gefährlich zu werden. Dennoch konnte sich der 32-Jährige mit fortwährender Spieldauer steigern. Isner variierte mehr, folgte seinen Aufschlagkrachern häufiger ans Netz und war vor allem über das zweite Service erfolgreicher.

Folgerichtig musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Die Frage, wer der bessere "Crunch-Time"-Spieler ist, beantworte der 2,08 Meter-Hüne zu seinen Gunsten. Zverevs Arm wurde immer schwerer. Nach einem Doppelfehler des Deutschen zog Isner schnell auf 4:0 davon, benötigte aber drei Chancen, um den Satzausgleich zu realisieren.

Zverev schmettert drei Breakchancen ab

Die Entscheidung begann mit einem Urschrei: Zverev holte sich das frühe Break zum 2:0 mit einem herrlichen Rückhand-Return und ließ seiner Freude freien Lauf. Isner gab nicht klein bei, returnierte knallhart und hatte plötzlich drei Breakchancen. Die Wende? Keineswegs! Zverev zog den Kopf aus der Schlinge, stellte auf 4:1 und legte sofort das Doppelbreak nach. Beim Ausservieren wackelte der junge Himmelsstürmer noch einmal kurz. Nach dem dritten Matchball war es dann aber geschafft. Nette Statistik am Rande: Mit 11:8 ging auch der Ass-Vergleich an "Sascha" Zverev.

In seinem ersten Endspiel auf Masters-Ebene bekommt es Zverev am Sonntag (nicht vor 16 Uhr in unserem LIVETICKER) mit dem Sieger der Partie zwischen Dominic Thiem und Novak Djokovic zu tun. Egal wer gewinnt, der Deutsche wird als Außenseiter ins bis dato wichtigste Match seiner Karriere gehen. Thiem führt das Head-to-head mit 4:1 an, gegen Djokovic steht noch kein offizieller Vergleich in den Tennisannalen.

Siegt Zverev auch im Finale, zieht er erstmals in seiner Karriere in die Top Ten ein. Letzter Deutscher, der in einen Masters-Endspiel stand, war Nicolas Kiefer, der 2008 in Toronto (Kanada) Rafael Nadal unterlegen war.

Das ATP-Turnier in Rom im Überblick

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