Dominic Thiems Vater Wolfgang kritisiert medialen Stellenwert des Tennissports

Vater Thiem: "Das finde ich unfair, das stört"

Samstag, 20.05.2017 | 12:14 Uhr
Sportlich top, medial noch nicht - Vater Wolgang Thiem (re.) findet deutliche Worte
© GEPA
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Dominic Thiem spielt bis dato eine hervorragende Sandplatzsaison. Vater Wolfgang ist zufrieden mit seinem Sohn, übt aber Kritik an der medialen Berichterstattung in Österreich.

Turniersieg in Rio de Janeiro, Finale Barcelona und Madrid, mindestens Halbfinale Rom - viel besser hätten die letzten Wochen für Dominic Thiem kaum laufen können. Vater Wolfgang ist stolz auf seinen Sohn, vor allem weil dessen Verhalten auf dem Platz positiver geworden sei. "Am Anfang der Saison hat er sehr viel gejammert. Das hat er in den letzten zwei bis drei Monaten abgestellt. Das ist für die Konzentration von Vorteil. Die Leute zahlen Eintritt und wollen jemanden sehen, der sich den Arsch aufreißt und niemanden, der herumjammert", sagte der Tennislehrer gegenüber LAOLA1.

Verbesserungspotenzial sei aber weiterhin vorhanden, auch wenn der letzte Auftritt gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal gezeigt hat, dass Thiem auch die Allerbesten schlagen kann. "Grundsätzlich mische ich mich in sportliche Angelegenheiten nicht ein. Dass er beim Spiel nach vorne, beim Return und bei der Stabilität der Rückhand noch Luft nach oben hat, liegt auf der Hand. Ich finde, er serviert jetzt viel besser und ich bin überzeugt, dass die anderen Sachen auch noch besser werden. Mit seinen Schlägen muss er einfach mehr nach vorne kommen, da bin ich aber zuversichtlich", ergänzte Thiem Senior.

Wintersportland Österreich

Dass viele Wintersportler in Österreich medial einen größeren Stellenwert genießen als sein Sohn, empfindet er dagegen als "unfair und störend." Die unterschiedliche Bewertung der Sportarten sei nicht in Ordnung, so Thiem: "Wenn ich in der Zeitung zwei Seiten Tennis, zwei Seiten Fußball und zwei Seiten Wintersport habe, ist das okay. Ich will ja nicht zehn Seiten Tennis und eine Seite Wintersport. Aber es muss halbwegs ausgeglichen sein. Leider wird in Österreich aber viel mehr Augenmerk auf Fußball und Wintersport gelegt."

Die Leistung der Wintersportler schlechtzureden, wolle er sich nicht anmaßen. "Es geht darum, den Sport in das richtige Licht zu rücken. Tennis geht es da sogar noch viel besser als anderen Sportarten."

Wieso er Günter Bresnik blind vertraut, warum Dominic im Davis Cup antritt und welche persönliche Wandlung sein Sohn vollzogen hat, lest ihr im großen LAOLA1-Interview.

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