Stan Wawrinka im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung"

Stan schon als Jugendlicher Trainings-Weltmeister

Mittwoch, 18.01.2017 | 20:21 Uhr
Stan Wawrinka kommt in Melbourne auf Touren
© getty
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Stan Wawrinka steht in der dritten Runde der Australian Open. Schon vor Turnierbeginn hat der Champion von 2014 der "Süddeutschen Zeitung" ein ausführliches Interview gegeben.

Stan Wawrinka als "Wundertüte" zu bezeichnen, ist nur insofern fair, als dass der Schweizer in den vergangenen drei Jahren mindestens vier wunderbare Ergebnisse aus seinem Hut gezaubert hat: drei Siege bei Majors und eine grandiose Vorstellung im Davis-Cup-Finale in Frankreich bieten ausreichend Stoff zur Legendenbildung - auch wenn der zurückhaltende Wawrinka selbst davon wohl nichts wissen möchte. Auch nicht von einer Expansion der Großen Vier, wie er im Gespräch mit Gerald Kleffmann von der "Süddeutschen Zeitung" vor Beginn der Australian Open zu verstehen gab.

Wohl ahnend, dass die Erstrunden-Aufgabe mit Martin Klizan nicht leicht werden würde, eher nicht ahnend, dass er mit einem Fuss schon aus dem Tableau draußen sein würde - genau dies ist ihm indes auch bei den US Open gegen Daniel Evans verfahren, das Endergebnis ist bekannt. Gegen Steve Johnson hatte Wawrinka schon deutlich besser seinen Rhythmus gefunden. Einige der interessantesten Aussagen von "Stan, the Man" aus dem Gespräch mit der "SZ" in der Übersicht...

Stan Wawrinka ... über seinen Platz in der Tennisgeschichte:

"Ich habe drei Grand Slams gewonnen, den Davis Cup, eine olympische Goldmedaille. Ich bin wirklich glücklich mit meiner Karriere. Ich habe ein verrücktes Niveau erreicht verglichen mit dem, was ich glaubte erreichen zu können. Das ist es."

... über seine Beziehung zu Coach Magnus Norman:

"Magnus kennt mich einfach. Er weiß genau, was in mir vorgeht auf dem Platz, und ganz sicher ist er nicht immer so ruhig, wie er wirkt.Als Coach weiß er einfach, was er machen muss. Und was er macht, ist wunderbar. Er hat mich dahin gebracht, die Resultate der letzten Jahre zu erreichen."

... über die Zweifel, die ihn antreiben:

"Wir Profis sind alle unterschiedlich. Ich bin eben eher so, dass ich wirklich oft sehr streng mit mir selbst bin und hart mit mir ins Gericht gehe und mich hinterfrage."

... über seinen Trainingsfleiß:

"Als ich jung war, hab ich schon immer gerne im Training gelitten, auch beim Laufen. Mit 14, 15, 16 hatte ich nie Probleme, alleine an meiner Fitness zu arbeiten. Einfach noch zusätzliche 40 Minuten nach dem Training zu rennen. Ich wusste, das tut gut. Ich habe mich immer gepusht. Das ist ein teil meiner Persönlichkeit, das ist tief drinnen in mir. Ja, ich kann leiden."

Die Australian Open im Überblick

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