Tennis

Kampf um den Thron: So wird Roger Federer in Wimbledon wieder zur Nummer Eins

Von Lukas Zahrer
Donnerstag, 28.06.2018 | 11:34 Uhr
Im Jahr 2008 standen sich Federer und Nadal im Wimbledon-Finale gegenüber.
© getty

Rafael Nadal hat am vergangenen Montag wieder die Spitze der ATP-Weltrangliste übernommen. Er profitierte dabei von der Finalniederlage Roger Federers in Halle gegen Borna Coric. Doch bereits nach Wimbledon könnte die Führung erneut wechseln.

Während Nadal in Wimbledon trotz ATP-Spitzenposition an Nummer zwei gesetzt ist, darf Roger Federer an der Spitze des Tableaus antreten. Der Schweizer wurde von den Veranstaltern für seine herausragenden Leistungen auf Rasen über die letzten Jahre prämiert und bekam gegenüber seinem spanischen Erzrivalen den Vorzug.

Um ganze 50 Punkte hat Nadal im Ranking derzeit die Nase gegenüber Federer vorne. Letzterer tritt als Titelverteidiger im All England Lawn and Tennis Club an, hat also satte 2.000 Punkte zu verteidigen. Nadal erreichte im vergangenen Jahr das Achtelfinale, ihm werden daher 180 Punkte abgezogen.

Sollte der Mallorquiner also erneut das Achtelfinale erreichen, hat Federer auch bei einem neunten Wimbledon-Triumph keine Chance auf die Nummer Eins. Federer muss also auf einen frühen Umfaller des Wimbledon-Champions von 2008 und 2010 hoffen.

Zudem ist es für Federer auch nur mit einem Turniersieg möglich, die Nummer eins zu werden. Selbst bei einem Finaleinzug würden dem 36-Jährigen bei einer Erstrundenniederlage Nadals 680 Punkte fehlen.

Roger Federer vs. Rafael Nadal: Das Rennen um die ATP-Nummer-Eins

Punkte nach ...Rafael NadalRoger Federer
Vor Wimbledon8.5906.720
Erste Runde8.6006.730
Zweite Runde8.6356.765
Dritte Runde8.6806.810
Achtelfinale8.7706.900
Viertelfinale8.9507.080
Halbfinale9.3107.440
Finale9.7907.920
Sieg10.5908.720

ATP-Nummer-Zwei: Sascha Zverev und Juan Martin Del Potro mit Chancen

Spannend gestaltet sich auch der Kampf um Weltranglistenposition zwei. Da Federer wie angesprochen 2.000 Punkte zu verteidigen hat, könnten Alexander Zverev oder Juan Martin del Potro zur ersten Nummer Zwei außerhalb der großen Vier (Nadal, Federer, Andy Murray und Novak Djokovic) seit 13 Jahren werden. Damals hatte Lleyton Hewitt die Position des ersten Verfolgers inne.

Zverev fallen 180 Punkte aus der Wertung, im vergangenen Jahr scheiterte er im Achtelfinale über fünf Sätze an Milos Raonic. Del Potro verlor in der zweiten Runde klar gegen Ernests Gulbis, ihm fehlen daher 45 Punkte aus dem Vorjahr.

Das bedeutet, dass Zverev mit einem Finaleinzug zur Nummer zwei wird, falls Federer vor der dritten Runde scheitert. Sollte der Deutsche das Turnier gewinnen, darf Federer nicht das Finale erreichen.

Del Potro braucht einen Turniersieg und eine Niederlage Federers vor dem Viertelfinale, um zur Nummer zwei zu werden. Nadal hat übrigens keine Chance, auf Platz drei oder schlechter abzurutschen.

Marin Cilic, der derzeit auf Platz fünf zu finden und in Wimbledon an drei gesetzt ist, hat keine Chance auf die Nummer zwei. Der Kroate hat vor dem Turnier 3.860 Punkte auf dem Konto, könnte also mit einem Turniersieg lediglich auf 5.860 Punkte kommen, was selbst im Falle einer Erstrundenniederlage Federers nicht reichen würde, um den Schweizer zu überholen.

Federer, Zverev, Del Potro: Nummer Zwei der ATP nach Wimbledon

Punkte nach ...Roger FedererAlexander ZverevJuan Martin del Potro
Vor Wimbledon6.7205.5755.035
Erste Runde6.7305.5855.045
Zweite Runde6.7655.6205.080
Dritte Runde6.8105.6655.125
Achtelfinale6.9005.7555.215
Viertelfinale7.0805.9355.395
Halbfinale7.4406.2955.755
Finale7.9206.7756.235
Sieg8.7207.5757.035
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