"Sebastian kann auch Sock quälen"

Mittwoch, 05.07.2017 | 18:25 Uhr
Sebastian Ofner entdeckt in Wimbledon ständig Neues
© GEPA

Alles neu für Sebastian Ofner in Wimbledon. Gegen Jack Sock geht der Steirer als klarer Außenseiter ins Match - und dennoch nicht chancenlos.

Wolfgang Thiem ist vor ein paar Wochen erst deutlich verspätet im Stade Roland Garros eingetroffen. Sohn Dominic hatte sich da schon ein paar Runden lang von seiner besten Seite gezeigt, das Tableau in Richtung des Halbfinal-Showdowns mit Rafael Nadal durchpflügt. Aber Wolfgang Thiem hatte zuhause zu tun, womöglich sogar mit Sebastian Ofner. Der trainiert seit noch nicht einmal einem Jahr in der Südstadt, Thiem senior versieht die Aufsicht. Ebenso wie über Riccardo Bellotti, die aktuelle Nummer 229 der Welt.

Eine Platzierung, die Sebastian Ofner nach seinem sensationell klaren Erfolg gegen Thomaz Bellucci nur noch im Rückspiegel sieht. Weit entfernt. Die überstandene Qualifikation, das Erreichen der zweiten Runde in Wimbledon sehen Ofner mindestens auf Rang 168, natürlich ein Karriere-Hoch des 21-jährigen Steirers. Wie auch die 57.000 Englischen Pfund Preisgeld, die für die Runde der letzten 64 ausgelobt sind.

Starker Start

"Sehr anständig" sei die Leistung von Ofner auf Court 15 gewesen, dieses vorsichtige Lob kommt von Günter Bresnik, dem Chef in der Südstadt. Bresnik ist natürlich in erster Linie in Sachen Dominic Thiem an der Church Road, die beiden verbliebenen österreichischen Starter haben auch einmal miteinander trainiert. Gary Muller durfte ein wenig Hand an Sebastian Ofner legen, der ehemalige Doppel-Spezialist hat sich den Aufschlag ganz genau angeschaut.

Der ist mithin die größte Waffe des Steirers. "Mit seinem Service kann Sebastian auch Sock quälen", sagt Günter Bresnik. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe. Aufschlag und Vorhand, das sind die großen Stärken des US-Amerikaners, der das Jahr 2017 mit Turniersiegen in Auckland und Delray Beach gut begonnen hat. Und während der letzten Woche eher untergetaucht ist, sich auf Rasen noch gar nicht gezeigt hat.

Zwei Gründe

Als Nummer 18 der Welt geht Sock natürlich als klarer Favorit in das Duell mit Ofner. Ausgelobt ist aller Voraussicht nach ein Duell mit der deutschen Nummer eins, Alexander Zverev - bis zum Wunschtreffen mit Roger Federer hat Sebastian Ofner also keine nennenswerten Hürden zu nehmen: Sock, Zverev, danach Milos Raonic.

Er werde alles geben, gut zu servieren versuchen, seine Chance suchen, das hat Ofner nach seinem Auftaktsieg gemeint. Schön wäre es, wenn Wolfgang Thiem in den kommenden Tagen gleich zwei Gründe hätte, verspätet nach Wimbledon zu kommen.

Hier die Ergebnisse bei den Herren in Wimbledon

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