Tennis

"Magic" Thiem zaubert sich in Runde zwei

Von tennisnet
Dominic Thiem
© getty

Dominic Thiem steht nach einem verdienten 6:4, 6:4, 6:4-Erfolg gegen Guido Pella in der zweiten Runde der Australian Open. Dabei gelang dem Österreicher ein genialer "Tweener".

Der Pella-Bann ist gebrochen! Nach zwei Niederlagen in Rio de Janeiro und Chengdu hat Dominic Thiem seinen ersten Sieg gegen den Argentinier eingefahren. Die Fragezeichen hinter seinem Gesundheitszustand konnte Österreichs Nummer eins bereits früh im Match zerstreuen.

Knallharte Vorhand-Peitschen

Thiem agierte gewohnt druckvoll von der Grundlinie. Seine Dominanz in den Ballwechseln spiegelte sich bei 4:3 erstmals spürbar im Ergebnis wieder. Mit einer gewaltigen Vorhand aus der Rückhandecke holte sich der Weltranglisten-Fünfte das richtungsweisende Break, das er bis zum Satzgewinn transportierte und mit einem Smash veredelte.

Ein fiebriger Infekt hatten den 24-jährigen Lichtenwörther beim Vorbereitungsturnier in Doha zum vorzeitigen Aus gezwungen. Den nötigen Feinschliff holte sich Thiem dann kurz vor Turnierbeginn gegen Rafael Nadal - das Trainingsmatch gegen den Weltranglisten-Ersten wurde kurzerhand in eine Wettkampfsimulation umgewandelt.

Im zweiten Akt knüpfte der "Dominator" an seine überzeugende Vorstellung in Satz eins an. Wiederum war es die Vorhand, die Thiem den entscheidenden Vorteil bescherte. Pella zeigte anschließend sein Kämpferherz, ließ aber drei Breakchancen ungenutzt. Mit einem knallharten Service-Winner zur 2:0-Satzführung stellte Thiem die Weichen endgültig auf Sieg.

Zauberschlag durch die Beine

Ein genialer "Tweener" leitete auch das frühe Break im dritten ein. Thiem wurde nach seinem Kunstschlag durch die Beine vom Publikum auf Show Court 2 frenetisch gefeiert. Pella antwortete mit akrobatischen Entfesslungskünsten aus der Defensive - die Wende gelang ihm trotzdem nicht. Nach 2:15 Stunden servierte der rot-weiß-rote Superstar das finale Ass.

In Runde zwei trifft Thiem am Donnerstag auf Denis Kudla. Der Qualifikant aus den USA hatte sich zum Auftakt gegen Landsmann Steve Johnson durchgesetzt.

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