NHL-Roundup

Chicago-Wahnsinn und Pens-Krise

Von SPOX
Dienstag, 30.12.2014 | 09:28 Uhr
Die Blackhawks durften einen Sieg gegen Nashville feiern
© getty
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Die Chicago Blackhawks haben sich in einem dramatischen Spiel gegen die Nashville Predators durchgesetzt. Die New York Islanders brachten erneut einen Drei-Tore-Vorsprung nicht sorgenfrei über die Bühne, die Pittsburgh Penguins kassierten die nächste Pleite. Die Boston Bruins feuerten aus allen Rohren.

Das Spiel der Nacht:

Chicago Blackhawks (25-10-2, 52 Pts) - Nashville Predators (23-9-3, 49 Pts) 5:4 SO BOXSCORE

Ein irres Doppel-Comeback, ein Goalie-Duell vom Allerfeinsten und der Sieg im Shootout-Krimi - die 22.000 Zuschauer im United Center zu Chicago wurden Zeugen einer denkwürdigen Partie. "Bestimmte Spiele werden am Ende des Jahres herausstechen", frohlockte Blackhawks-Coach Joel Quenneville nach der Schlusssirene. "In Sachen Drama ist dieses Match bislang die Nummer eins in dieser Kategorie."

Dabei erwischten die Hausherren einen absoluten Horrorstart. Keine acht Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, da stand ein 0:3 auf der Anzeigetafel. Roman Josi, Craig Smith und James Neal hatten einen vermeintlich komfortablen Vorsprung für die Predators heraus geschossen. Für Chicago war das jedoch der Startschuss für Aufholjagd Nummer eins. Sieben Minuten und zehn Sekunden brauchten die Blackhawks, um in Person von Brad Richards, Andrew Shaw und Marian Hossa auf 3:3 zu stellen.

Das Ende eines verrückten zweiten Drittels war das aber noch nicht. 56 Sekunden vor der Pause war es abermals Nashvilles Neal, der mit seinem elften Saisontor die Gäste wieder in Führung brachte. Die Blackhawks rannten an, es entwickelte sich ein spektakulärer Schlagabtausch, in dem Chicagos Corey Crawford am Ende 36 Saves auf dem Konto hatte - sein Gegenüber Pekka Rinne sogar noch zwei mehr.

Doch musste der Finne 1:13 vor dem Ende mit ansehen, wie Bryan Bickell das United Center mit dem späten Ausgleich explodieren ließ. Die Overtime verstrich torlos, im Shootout avancierten Jonathan Toews mit dem einzigen Treffer und der doppelt parierende Crawford zu den Matchwinnern.

Die weiteren Spiele:

New York Islanders (24-11-1, 49 Pts) - Washington Capitals (18-11-7, 43 Pts) 4:3 OT BOXSCORE

Wieder führten die Islanders mit 3:0. Wieder gaben sie den Vorsprung aus der Hand. Bereits zum vierten Mal in diesem Monat! Immerhin: Diesmal verließ das Team von Coach Jack Capuano das Eis am Ende als Sieger.

Bedanken konnten sich die Gastgeber bei Johnny Boychuk, der nach 2:53 Minuten in der Overtime in Überzahl den entscheidenden Treffer markierte. "Wir haben Belastbarkeit bewiesen - und glücklicherweise gewonnen", sagte Boychuk.

Bester New-York-Scorer war Ryan Strome mit zwei Assists. Bei den Capitals kamen Nicklas Backstrom und Alex Ovechkin auf jeweils ein Tor und eine Vorlage. Außerdem brachte es Braden Holtby auf 35 Saves.

New Jersey Devils (13-18-7, 33 Pts) - Pittsburgh Penguins (22-9-5, 49 Pts) 3:1 BOXSCORE

Vier Spiele, vier Pleiten: Für die Pens läuft es derzeit alles andere als berauschend. Dabei sorgte Sidney Crosby mit seinem Tor für eine 1:0-Führung nach dem ersten Drittel. Doch danach wurden die Devils immer stärker, Travis Zajac (PP), Jaromir Jagr und Adam Henrique drehten die Partie. Es war der erste Devils-Sieg unter den neuen Coaches Scott Stevens und Adam Oates.

Und was machten die Deutschen in den Reihen Pittsburghs? Marcel Goc erhielt 14:45 Minuten Eiszeit. Christian Ehrhoff fehlte weiterhin verletzt, auch der an Mumps erkrankte Torhüter Thomas Greiss kam nicht zum Einsatz.

Boston Bruins (19-15-3, 41 Pts) - Detroit Red Wings (19-9-9, 47 Pts) 5:2 BOXSCORE

Patrice Bergeron verletzt. Milan Lucic verletzt. Für die Bruins war das zumindest im Duell mit Detroit kein Problem. 45 Torschüsse bedeuteten Saisonbestwert, der Sieg war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. "Die Entschlossenheit, von Anfang bis Ende hart zu arbeiten, war groß", lobte Coach Claude Julien seine Mannen.

Bester Scorer war Carl Soderberg mit einem Treffer und zwei Assists. Loui Eriksson steuerte zwei Vorlagen bei. Dennis Seidenberg erhielt 22:36 Minuten Eiszeit, trug sich aber nicht in die Scorerliste ein. Auf Seiten der Red Wings verhinderte Goalie Jimmy Howard mit 40 Saves ein Debakel.

Carolina Hurricanes (10-22-4, 24 Pts) - Montreal Canadiens (23-11-2, 48 Pts) 1:3 BOXSCORE

Ottawa Senators (15-14-7, 37 Pts) - Buffalo Sabres (14-20-3, 31 Pts) 5:2 BOXSCORE

Tampa Bay Lightning (23-11-4, 50 Pts) - Toronto Maple Leafs (20-14-3, 43 Pts) 3:2 BOXSCORE

St. Louis Blues (22-11-3, 47 Pts) - Colorado Avalanche (13-15-8, 34 Pts) 3:0 BOXSCORE

Winnipeg Jets (19-11-7, 45 Pts) - Minnesota Wild (17-13-4, 38 Pts) 2:3 BOXSCORE

Dallas Stars (16-14-5, 37 Pts) - New York Rangers (19-11-4, 42 Pts) 3:2 BOXSCORE

Calgary Flames (20-15-3, 43 Pts) - Los Angeles Kings (18-12-7, 43 Pts) 2:1 BOXSCORE

Arizona Coyotes (14-18-4, 32 Pts) - Philadelphia Flyers (14-16-6, 34 Pts) 4:3 BOXSCORE

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