Freitag, 24.10.2014

NHL-Roundup

Drama in der Motown

Die Detroit Red Wings erleben gegen Pittsburgh einen echten Krimi - mit Happy End. Boston verliert nicht nur das Duell mit den Islanders, sondern auch seinen Captain. Und Kings-Goalie Jonathan Quick stellt einen neuen Rekord auf.

Justin Abdelkader erzielte das entscheidende Tor gegen die Penguins
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Justin Abdelkader erzielte das entscheidende Tor gegen die Penguins

Das Spiel der Nacht:

Detroit Red Wings (4-2-1, 10 Pts) - Pittsburgh Penguins (3-2-1, 7 Pts) 4:3 OT BOXSCORE

Zu alt? Über dem Zenit? In Detroit nennt man so etwas eher pure Erfahrung. Anders lässt sich das Drama, das am Donnerstag in der Joe Louis Arena ablief, auch eigentlich nicht erklären.

Quasi die ganze Zeit lag der Gastgeber gegen Pittsburgh hinten. Gegen Ende des ersten Drittels brachte Niklas Kronwall die Red Wings zwar auf das Scoreboard. Doch im zweiten Abschnitt erhöhte Chris Kunitz die Führung der Penguins wieder auf 3:1.

So blieb es - fast bis zum Ende. Oder genauer gesagt: Bis 2:39 Minuten vor der Sirene. Denn was sich dann in der Motown abspielte, war nichts für schwache Nerven. Henrik Zetterberg brachte die Wings mit seinem Treffer in Schlagdistanz, bevor erneut Kronwall 39 Sekunden vor Schluss die Partie in die Verlängerung schickte.

Der lapidare Kommentar von Zetterberg im Anschluss: "Wir hatten doch noch genügend Zeit." Tja, der Oldie hatte leicht reden. Denn in der Overtime machte Justin Abdelkader Detroits Comeback tatsächlich perfekt und bescherte den Red Wings nach 4:16 Minuten den vierten Saisonerfolg.

"Je länger die Partie lief, desto besser wurden wir. Aber wir müssen es jetzt nicht jedes Mal so spannend machen", schmunzelte der Matchwinner. Die Gemütslage bei den Penguins stellte sich verständlicherweise ein wenig anders dar.

"Wir müssen einfach besser verteidigen. Das kann nicht sein. Jeder weiß, dass ein Team in Rückstand am Ende alles auf eine Karte setzt", wählte Sidney Crosby deutliche Worte. Auch Thomas Greiss, der Marc-Andre Fleury im Tor ersetzte, hatte sich sein Pens-Debüt wohl ein wenig anders vorgestellt, machte aber im Großen und Ganzen einen ordentlichen Eindruck (27 Saves).

Die weiteren Spiele:

Leon Draisaitls Weg in die NHL
Im Mai 2014 durfte Leon Draisaitl sein Können beim Länderspiel gegen die USA in Nürnberg zeigen
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Kurze Zeit später standen bei den NHL Combines schon verschiedene Leistungstests an
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...oder sich am Media-Day der wilden Journalisten-Meute zu stellen
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Dann folgte der Hammer: 3. Pick! Neben Aaron Ekblad (m.) und Sam Reinhart (r.) machte der 18-Jährige eine gute Figur
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Draisaitls neuer Arbeitgeber? Unschwer erkennbar...
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...dass die Edmonton Oilers sich die Rechte am deutschen Megatalent sicherten
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Der Foto-Marathon am Draft-Abend war damit aber natürlich nicht vorbei: Einzelporträts standen ebenfalls auf dem Programm
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Das Medieninteresse ist seither noch weiter gestiegen - das weiß auch Leon Draisaitl selbst
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Boston Bruins (4-5-0, 8 Pts) - New York Islanders (5-2-0, 10 Pts) 2:3 BOXSCORE

Schlimmer hätte der Abend für Boston eigentlich nicht verlaufen können. Nicht nur, dass man sich den Islanders geschlagen geben musste, weil man schlicht an Goalie Chad Johnson, einem Ex-Bruin im Tor der Gäste, verzweifelte (30 Saves). Zu allem Überfluss zog sich Zdeno Chara auch noch eine Verletzung zu.

Der Norris-Trophy-Gewinner von 2009 verließ im ersten Drittel das Eis und kehrte nicht mehr zurück. Laut "ESPN" wurde Charas Knie in Mitleidenschaft gezogen, sogar eine Operation droht.

Insgesamt dürfte der Verteidiger damit vier bis sechs Wochen ausfallen. "Er ist nicht ohne Grund unser Captain. Natürlich ist das ein Nackenschlag. Er wird uns fehlen", so Head Coach Claude Julien.

Nashville Predators (5-0-2, 12 Pts) - Chicago Blackhawks (4-1-1, 9 Pts) 3:2 BOXSCORE

Willkommen zur großen James-Neal-Show! Der Neuzugang, der im Sommer aus Pittsburgh gekommen war, lieferte gegen die Blackhawks eine echte Gala ab.

Erstes Drittel? Neal zum Ersten! Zweites Drittel? Neal zum Zweiten! Drittes Drittel? Na was schon... Der Left Wing legte einen astreinen Hattrick hin und hatte großen Anteil daran, dass die Preds - und eben nicht Chicago - mittlerweile das einzige Team in der NHL ohne Pleite in der regulären Spielzeit sind.

"Es ist noch früh in der Saison, wir müssen uns noch finden. Aber heute haben wir angedeutet, was möglich ist", so Head Coach Peter Laviolette, der vor der Saison das Kommando in Nashville übernahm.

L.A. Kings (5-1-1, 11 Pts) - Buffalo Sabres (1-7-0, 2 Pts) 2:0 BOXSCORE

Ehre, wem Ehre gebührt. Deswegen muss man wohl sagen: Hut ab, Jonathan Quick! Der Kings-Goalie überholte gegen die Sabres mit dem 33. Shutout seiner Karriere Rogie Vachon und stellte einen neuen Franchise-Rekord auf.

"Das ist natürlich schön. Ich weiß, was Rogie für diesen Verein und diese Stadt bedeutet hat. Aber für mich ist wichtig, dass wir als Team Erfolg haben", so Quick der in zwei der letzten drei Begegnungen seinen Kasten sauber hielt.

Den Rest besorgten im ersten Spiel nach der Suspendierung von Slava Voynov, der wegen des Verdachts der häuslichen Gewalt erst mal aus dem Verkehr gezogen wurde, die Herren Jeff Carter und Anze Kopitar.

Und die Sabres? Die sind mal wieder fast schon bemiteidenswert. In L.A. setzte es die siebte Pleite im achten Saisonspiel - trotz 37 Saves von Jhonas Enroth. Aber mit einer Offense, die in den letzten vier Auftritten nur ein Tor zustande brachte und in diesem Jahr bei einer Powerplay-Quote von 0/27 steht, gewinnt man nun mal keinen Blumentopf.

San Jose Sharks (4-3-1, 9 Pts) - Columbus Blue Jackets (4-2-0, 8 Pts) 4:5 BOXSCORE

Ganz wilder Schlagabtausch im Shark Tank! Es ging 60 Minuten lang eigentlich nur hin und her. Mal lag San Jose vorne, mal der Gast aus Ohio. Und trotzdem schien es am Ende so, als würden die Sharks nach ihrem anstrengenden East Coast Trip mit einem Erfolg ihre Rückkehr in die Heimat feiern.

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2015: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Duncan Keith (l., Defenseman)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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Joe Pavelski und Logan Couture ließen das SAP Center zu Beginn des letzten Drittels beben. Doch selbst von dem neuerlichen 3:4-Rückstand ließen sich die Blue Jackets nicht aus der Ruhe bringen.

Nach dem Ausgleich von Nick Foligno war es Mark Letestu, der 21 Sekunden vor der Sirene mit seinem zweiten Treffer des Abends das entscheidende Tor erzielte - und San Jose damit die dritte Pleite in Folge zufügte.

Calgary Flames (5-3-1, 11 Pts) - Carolina Hurricanes (0-4-2, 2 Pts) 5:0 BOXSCORE

Minnesota Wild (3-2-0, 6 Pts) - Arizona Coyotes (2-3-1, 5 Pts) 2:0 BOXSCORE

St. Louis Blues (2-3-1, 5 Pts) - Vancouver Canucks (4-2-0, 8 Pts) 1:4 BOXSCORE

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