Sonntag, 23.03.2014

NHL-Roundup

Nummer 12! Boston siegt weiter

Auch Phoenix vermag die Bruins nicht zu schlagen, kommt einem Erfolg aber so nah, wie lange kein Team. Hendrik Lundqvist baut seine Rekordserie aus. Die Flames schießen Edmonton ab. Pittsburgh schlägt Tampa Bay. Die Capitals überraschen San Jose.

Jarome Iginla (r.) bescherte Boston mit zwei Toren im Schlussdrittel den nächsten Sieg
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Jarome Iginla (r.) bescherte Boston mit zwei Toren im Schlussdrittel den nächsten Sieg

Das Spiel der Nacht:

Phoenix Coyotes (34-26-11, 79 Pts) - Boston Bruins 49-17-5, 103 Pts) 2:4 BOXSCORE

Es bleibt dabei. Derzeit darf sich versuchen, wer will, die Bruins sind nicht zu schlagen. Dabei investierte Phoenix einiges und kam immerhin ein Stück weiter als ein Großteil von Bostons Gegnern in den vergangenen Wochen. Die Coyotes führten. Boston lag zurück! Unglaublich! Das war den Bruins in keinem der letzten sieben Spiele passiert. Verunsicherung beschwor die ungewohnte Situation allerdings nicht herauf.

Jarome Iginla eröffnete das Schlussdrittel mit dem Ausgleich und setzte per Empty-Netter auch den Schlusspunkt, nachdem Shawn Thornton die Seriensieger kurz zuvor in Führung gebracht hatte. "Das Spiel heute hat in meinen Augen unseren Charakter gezeigt", erklärte Coach Claude Julien im Anschluss. "Um zurückzukommen, mussten wir im dritten einiges an Charakter zeigen - und das haben wir dann auch getan. Wir haben genau die richtigen Dinge getan, waren fest entschlossen, noch zu gewinnen. Das hat sich ausgezahlt."

Für die Coyotes, die immer wieder an Tukka Rask scheiterten (30 Saves), ging dagegen nicht nur einen drei Spiele andauernde Siegesserie zu Ende, sie verloren noch dazu wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs. Da Dallas gleichzeitig Ottawa bezwang, hat Phoenix auf dem letzten Playoff-Platz im Westen nun nur noch 2 Punkte Vorsprung auf die Stars.

Die übrigen Spiele:

Pittsburgh Penguins (46-19-5, 97 Pts) - Tampa Bay Lightning (39-24-8, 86 Pts) 4:3 OT BOXSCORE

Sidney Crosby: 1 Tor, 2 Assists. Evgeni Malkin: 2 Tore, 2 Assists. Das reicht manchmal, um MVP zu werden. Doch diesmal heißt der Gamewinner der Pens James Neal. Sein Tor nach 1:27 Minuten in der Overtime beendete die Serie von Tampa Bay von zuletzt fünf Siegen.

Nach einem torlosen ersten Drittel wechselte die Führung permanent hin und her. Anders Lindback entschärfte 25 Schüsse der Pens, war aber gegen Neals Slapshot chancenlos.

Für Pittsburgh war es der neunte Sieg gegen die Lightning in Serie.

Edmonton Oilers (25-38-9, 59 Pts) - Calgary Flames (29-35-7, 65 Pts) 1:8 BOXSCORE

Eine Klatsche tut per se schon mal weh. Kassiert man sie zu Hause, wird der Schmerz noch ein wenig intensiver. Auch eine kurzzeitige Führung lindert das Leiden nicht gerade. Geht man im innerkanadischen Duell aber mit 1:8 unter, wird es fast unerträglich. "Es ist ziemlich offensichtlich, wie schlecht wir heute gespielt haben", gab sich Oilers-Forward David Perron entsprechend zerknirscht. "Wir sind natürlich sehr enttäuscht von unserem Spiele. Das war peinlich."

Die Spieler waren nicht begeistert, Coach Dallas Eakins war nicht begeistert. Erst recht nicht begeistert waren die Fans, die ihrem Unmut auch lautstark Ausdruck verliehen. Nun hat im Sport jeder Gebeutelte allerdings auch ein triumphierendes Pendant. Curtis Glencross gelang beispielsweise ein Hattrick. Gerade für Matt Stajan war es jedoch ein ganz spezieller Abend, an dem sein Penalty-Treffer und die drei Assists allerdings zur Nebensache wurden.

Nach seinem Tor erhob der Center seinen Finger gen Himmel und erinnerte damit an seinen neugeborenen Sohn, der zu Monatsbeginn verstorben war. "Das bedeutet mir eine Menge", gab Stajan im Anschluss zu. "Es war definitiv nicht einfach und dieser Treffer war für den Kleinen. Es hat sich gut angefühlt."

New Jersey Devils (30-28-13, 73 Pts) - New York Rangers (39-29-4, 82 Pts) 0:2 BOXSCORE

Henrik Lundqvist war mal wieder in Rekordlaune. 21 Saves klingen zwar kaum nach sensationellem, da die Devils New Yorks Goalie jedoch nicht ein einziges Mal überwinden konnten, gelang dem Schweden sein fünfter Shutout der Saison. So viele wie noch keinem anderen Rangers-Goalie zuvor. Die mittlerweile 50 Karriere-Shutouts, die rund um den Madison Square Garden ebenfalls unübertroffen sind, waren zudem die Krönung auf eine Woche, in der Lundqvist bereits Mike Richter als siegreichsten Spieler der Franchise abgelöst hatte.

Da der Goalie aber nun mal Schwede ist und Skandinavier gemeinhin nicht gerade für großartige Emotionsausbrüche bekannt sind, wollte er seinen Rekord-Run auch nicht allzu überschwänglich gefeiert wissen. "Wir haben es einfach in einer Woche gemacht, damit wir danach eine ganze Weile nicht mehr darüber sprechen müssen", so Lundqvist lapidar. Ohne die beiden Treffer von Rick Nash und Derek Stepan hätte alles ohnehin ein wenig an Bedeutung verloren. So holten die Rangers allerdings wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs.

Philadelphia Flyers (38-25-7, 83 Pts) - St. Louis Blues (47-16-7, 101 Pts) 4:1 BOXSCORE

Minnesota Wild (36-24-11, 83 Pts) - Detroit Red Wings (33-24-13, 79 Pts) 2:3 BOXSCORE

Dallas Stars (33-26-11, 77 Pts) - Ottawa Senators (28-29-13, 69 Pts) 3:1 BOXSCORE

Los Angeles Kings (40-25-6, 86 Pts) - Florida Panthers (26-37-8, 60 Pts) 4:0 BOXSCORE

Toronto Maple Leafs (36-28-8, 80 Pts) - Montreal Canadiens (39-26-7, 85 Pts) 3:4 BOXSCORE

Winnipeg Jets (32-31-9, 73 Pts) - Carolina Hurricanes (31-31-9, 71 Pts) 2:3 BOXSCORE

San Jose Sharks (46-18-8, 100 Pts) - Washington Capitals (34-27-11, 79 Pts) 2:3 SO BOXSCORE

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