NFL: Hangover - Divisional-Runde

Wer will zu Foot Locker?

Dienstag, 17.01.2017 | 15:30 Uhr
Travis Kelce von den Kansas City Chiefs hatte gegen die Steelers einen rabenschwarzen Tag erwischt
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Die Divisional-Spiele sind durch, SPOX blickt zurück: Vom sympatischen "Alter-Mann-Tanz" in Atlanta über den glücklichen Aaron Rodgers und den stolpernden Russell Wilson bis hin zu einem maximal unglücklichen Tattoo - was ist am Wochenende alles passiert? Los geht's mit einem peinlichen Zitat. Spoiler: Damit endet der Divisional-Hangover auch...

Das Zitat der Woche, I: "Das war, einfach gesagt, Schwachsinn. Er sollte nicht einmal mehr ein gestreiftes Oberteil tragen dürfen. Es sollte ihm nicht einmal erlaubt sein, bei Foot Locker zu arbeiten!" - Chiefs-Tight-End Travis Kelce über den Ref, der mit seiner Holding-Strafe Kansas Citys zunächst erfolgreiche 2-Point-Conversion wiederholen ließ.

Okay, einige Dinge, die es hier aufzuarbeiten gilt: Erstens war es glasklares Holding, wie es deutlicher eigentlich nicht geht. Und zweitens hatte Kelce gerade ein furchtbares Spiel hingelegt, einen potentiellen Touchdown (oder zumindest einen der wenigen langen Pässe von Alex Smith) fallen gelassen und seinem Team mit einem komplett dämlichen Foul geschadet.

Manchmal ist Schweigen tatsächlich Gold...

Letzter Auftritt einer Legende: Er sagte nach der Pleite in Atlanta, dass es sein wohl letztes Spiel war - sollte dem tatsächlich so sein, dann hat sich Devin Hester mit einem Knall verabschiedet! Der Return-Man, den Seattle kurz vor den Playoffs überhaupt erst verpflichtet hatte, legte gegen die Falcons satte 194 Return-Yards aufs Parkett, ein Seahawks-Saison-Bestwert.

Darunter waren ein 50- und ein 78-Yard-Kick-Off-Return sowie ein 80-Yard-Punt-Return - der allerdings aufgrund einer Holding-Strafe zurückgepfiffen wurde. Hester tat so alles, um Seattle die Chance auf den Auswärtssieg zu geben und verlässt die NFL als All-Time-Leader in Return-Touchdowns mit derer 20. Die Hall-of-Fame-Argumente der Return-Legende liegen auf dem Tisch!

Immer wieder Rodgers! Es wurde schon mehr als genug gesagt, um die erneut herausragende Leistung von Aaron Rodgers zu würdigen. Der dominierte gegen die Cowboys über rund drei Viertel und trägt Green Bay zusammen mit seiner Offensive Line nunmehr seit Wochen.

Daher nur zwei Szenen, um zu unterstreichen, dass neben Rodgers' sensationellen Fähigkeiten auch ein klein wenig Glück notwendig ist. Da wäre einmal der Touchdown-Pass auf Richard Rodgers, der nicht nur knapp zu kurz war, sondern auch auf sensationelle Art und Weise am Arm von Sean Lee vorbeirauschte.

Und dann ist da natürlich diese, nennen wir sie "Ballübergabe" an Ty Montgomery. Jeder Kommentar würde dieser Szene nicht gerecht werden.

Der merkwürdige Cowboys-Call: Allzu viel kann man den Cowboys eigentlich nicht vorwerfen. Defensiv reagierte Dallas auf die Probleme mit dem 4-Men-Rush und blitzte - mit Erfolg - mehr, offensiv fanden Prescott und Elliott ihren Rhythmus und hatten die Cowboys am Rande des Mega-Comebacks.

Doch wurde daraus nichts, weil Rodgers auf der anderen Seite am Schluss bekanntermaßen gut 30 Sekunden reichten. Allein: Diese 30 Sekunden hätte er niemals bekommen dürfen. Als sich die Cowboys aufmachten, das Spiel mit dem letzten Drive zu gewinnen, brachte Prescott sein Team mit einem elf-Yard-Pass an Green Bays 40-Yard-Line.

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Dallas war damit bereits fast in Field-Goal-Reichweite, 49 Sekunden waren noch auf der Uhr und Dallas hatte noch eine Timeout. Doch statt direkt das nächste Play durchzuführen, oder die Timeout zu nehmen, entschied sich Coach Jason Garrett für den Spike - ein teurer Fehler. Die Cowboys schafften anschließend mit nur zwei Downs nicht das neue First Down und gaben Green Bay schließlich nach dem Field Goal den Ball zurück. Der Rest ist Geschichte.

Arthur tanzt: Gute Laune gibt's dagegen in Atlanta, und das seit Sonntag nochmals mehr! Der Georgia Dome, der nach dieser Saison ausgedient hat, erhält einen mehr als würdigen Abschluss: Da die Packers die Cowboys eliminiert haben, steigt das NFC-Championship-Game in Atlanta - und das freut auch Team-Besitzer Arthur Blank ganz besonders.

Der ließ sich nämlich nach dem Spiel in der Kabine zu einer spontanen Tanzeinlage hinreißen, eine ehrliche, ungeschminkte, tolle Szene, die natürlich auch bei den Spielern drumherum bestens ankam!

Seattle stolpert: Uh, Wortspiel! Seahawks-Fans dürften das jetzt weniger zu schätzen wissen, aber aus neutraler Perspektive war es schon eine herrlich absurde Szene: Beim Snap trat Backup-O-Liner Rees Odhiambo Russell Wilson voll auf den Fuß, so dass Seattles Quarterback gänzlich frei von Eleganz rückwärts in die Endzone purzelte!

Das Resultat war ein Safety und ein Sinnbild dafür, wo die Probleme bei den Seahawks liegen. Odhiambo war nur auf dem Platz, weil sich Germain Ifedi - seinerseits auch (noch) keine Koryphäe seines Fachs - verletzt hatte. Nachdem der Backup zunächst einen Sack zugelassen und dann den Safety verursacht hatte, kam Ifedi prompt zurück.

Wichtige Notizen:

  • Was geht einem eigentlich durch, über und unter den Kopf, wenn man sich so etwas in die Haare schneiden lässt? Gut, fairerweise vermutlich immer noch mehr, als im Vorfeld dieses Tattoos nachgedacht wurde...
  • Das Chiefs-Steelers-Spiel wurde ja bekanntermaßen wetterbedingt um mehrere Stunden nach hinten geschoben. Wer sich diese Bilder anschaut, bekommt dann auch einen ganz guten Eindruck vom Gemütlichkeits-Grad in KC.
  • An den beiden Superstar-Rookies der Cowboys lag es ja bekanntermaßen nicht, dass es letztlich gegen Aaron Rodgers nicht reichte. Kostprobe gefällig? Wie wäre dieser Ankle-Breaker, den Ezekiel Elliott niemand anderem als Clay Matthews gratis servierte?
  • Wir hatten in dieser Saison auch wieder diverse Experimente mit der Interpretation der Nationalhymne vor einem Spiel. Aber dieses Ding in Atlanta? Da kann mir keiner was erzählen, das hatte was!
  • Russell Wilson ist eigentlich einer der besseren Quarterbacks, wenn es darum geht, sich bei Scrambles harte Hits zu ersparen. In Atlanta hat das am Samstag...na, sagen wir mal nicht allzu gut geklappt.
  • Brock Osweiler hatte gegen die Patriots wieder einmal einige bittere Fehlwürfe. Allerdings erhielt er von seinen Receivern auch nur bedingt Hilfe: Dieser Pass war vielleicht Osweilers bester Pass in der gesamten Saison und wäre ein Touchdown gewesen - den darf man durchaus fangen, Herr Fuller.
  • Zum Abschluss noch etwas für die Stat-Nerds: Die beiden Paarungen in den Championship-Games bedeuten, dass erstmals seit dem Merger 1970 alle vier Conference-Championship-Teams die Regular Season mit mindestens vier Siegen in Serie beendet haben.

Wenn alles zusammenkommt: Wir gehen nochmals zurück nach Dallas - denn Cowboys-Fans mussten nicht nur das bittere Aus gegen die Packers schlucken, zu allem Überfluss blieb vielen auch für mehrere Stunden die Heimfahrt verwehrt!

Ein heftiger Sturm, die Rede war von Tornado- und Flut-Warnung, brach über Dallas herein, die Fans mussten im Stadion bleiben und wurden aufgefordert, sich von den Außenfenstern sowie den Türen fern zu halten.

Das betraf auch die Spieler, was dazu führte, dass etwa Prescott und Elliott Stunden nach dem Playoff-Aus auf dem Rasen standen und sich unterhielten. Nach einer Weile durften schließlich alle nach Hause.

Das Zitat der Woche, II: "Ich habe gerade mein Herz auf dem **** Feld gelassen. Spielt **** nicht mit mir! Lasst mich **** in Ruhe. Fordere mich erneut heraus und schau, was passiert. Ich bin keiner von diesen **** hier! Erzählt mir nicht, was **** ich nicht tun kann! Wir haben das Spiel verloren. So ist die NFL, du zuschauender ****! Was hast du mit deinem Leben gemacht, ****? Mit welchen Verletzungen hast du gespielt? Welche Widerstände hast du überwunden?"

Zu dieser Schimpftirade ließ sich Seahawks-D-Liner Michael Bennett laut der Washington Post nach der Pleite in Atlanta hinreißen. Ganz, ganz schlechter Stil - umso mehr, da sein Gegenüber die letzte Frage ganz gut hätte beantworten können: Laut Seattle-Times-Reporter Matt Calkins hat der betroffene Q13-Berichterstatter Bill Wixey eine Krebserkrankung überlebt. Ecke, schämen und so.

Die komplette Divisional-Runde im Überblick

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