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NFL: Coin Toss - Week 7

Osweiler-Revenge-Game! Oder…?

Montag, 24.10.2016 | 09:00 Uhr
Brock Osweiler wechselte im Frühjahr von den Broncos zu den Texans
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Die Houston Texans müssen zum Abschluss von Week 7 zu den Denver Broncos - ein besonderes Spiel für Brock Osweiler, der im Frühjahr mit Denvers Angebot unzufrieden war und Colorado in Richtung Texas verließ. Können die Texans auf dem emotionalen Sieg über Indianapolis aufbauen? Oder wiederholt Houston seine Fehler? Und was passiert mit Denvers O-Line? Der Coin Toss diskutiert, DAZN zeigt das Spiel ab 2.30 Uhr live!

Denver Broncos (4-2) - Houston Texans (4-2) (Di., 2.30 Uhr live auf DAZN)

mySpox-User SoEinSatansbraten: Seit 2011 gab es für die Broncos keine drei Niederlagen in Folge - das soll nach dem Spiel gegen die Texans so bleiben. Die AFC West gehört mit den aufstrebenden Oakland Raiders, den stabilen Kansas City Chiefs und den Achterbahnfahrern aus San Diego zu den stärksten und umkämpftesten Divisions der Liga. Weitere Ausrutscher sollte Denver also dringend vermeiden. Damit das gelingt, muss Coach Gary Kubiak bei seiner Rückkehr die Offense wieder in Gang bringen.

Alles fängt dabei mit einer funktionierenden Offensive Line an. Die Broncos haben seit Jahren Probleme an der vordersten Front. Schwache Pass-Protection gepaart mit Problemen im Run-Blocking stellen den Angriff Woche für Woche vor Probleme.

C.J. Anderson und Rookie Devontae Booker lassen ihre Klasse zwar immer wieder mal aufblitzen, mit 3,8 Yards pro Laufversuch gehört Denvers Laufspiel trotzdem zum unteren Drittel der Liga. Wenn sich die Gegner jedoch auf Trevor Siemian und das Passspiel fokussieren können, kommt der Angriff erst recht ins Straucheln.

Bei den beiden Niederlagen kam hinzu, dass die Abwehr Anlaufschwierigkeiten aufwies und sowohl gegen Atlanta, als auch in San Diego im Opening Drive einen Touchdown zuließ und die eigene Offense so früh in Zugzwang brachte. Generell scheinen Gegner ein Erfolgsrezept gegen Denvers Defense entdeckt zu haben.

Linebacker, aufgepasst!

Kurzes, schnelles Passspiel auf die Running Backs und Tight Ends bedeutete zuletzt Match-Up-Vorteile gegen Denvers Linebacker in Coverage und Teams vermieden so das Attackieren der sehr starken Secondary. Auch die Laufabwehr bietet noch Luft nach oben, dort müssen vor allem beide Safeties bessere Arbeit leisten. Das klingt jetzt alles prekärer als es ist: Die Defense der Broncos gehört immer noch zur Oberklasse der Liga. 5,0 zugelassene Yards pro Passversuch sind grandios, 39 Hurries und 21 Sacks beweisen Denvers Premium-Pass-Rush. Auch die Secondary um das Spitzenduo Talib und Harris bedarf keiner weiteren Vorstellung.

Mit den Texans kommt außerdem ein dankbarer Gegner ins Mile High Stadium. Houston bietet mit 5,4 Yards pro Passversuch ein katastrophales Angriffsspiel über die Luft auf. Nimmt man noch eine Prise Extra-Motivation, die aus dem Wiedersehen mit Brock Osweiler resultiert, hinzu, kann man erahnen, dass der sehr teure und sehr schwache (die Spitze sei mir erlaubt) Osweiler Montagnacht einen langen Arbeitstag vor sich haben wird.

Das kommt Denvers Offense zugute. Die eigene Defensiv-Abteilung wird den gegnerischen Angriff zermürben und so kann die Offense das Spiel über einen ausgewogenen Game Plan kontrollieren. Die Texans-Secondary spielt eine sehr ordentliche Saison, gegen den Lauf hingegen offenbart Houston noch Probleme.

Das Aufziehen eines erfolgreichen Laufspiels wird Druck von Siemian nehmen, dem die zehntägige Pause zusätzlich helfen sollte, den Rost der Verletzung endgültig abzuschütteln, und ihm darüber hinaus mehr Zeit in der Pocket geben. Dass er diesen Raum ausnutzen kann, hat er unter anderem gegen die Bengals bereits bewiesen. Denvers Niederlagenserie sollte am Montag also reißen.

Adrian Franke (SPOX): Nein, vieles spricht wahrlich nicht für die Texans, die gerade mit Ach und Krach das Spiel gegen die Colts noch drehen konnten - und dabei gegen Indianapolis, nun wirklich nicht als Rushing-Gigant bekannt, in der Run-Defense bemerkenswerte Probleme hatten.

Und trotzdem glaube ich, dass das in Denver anders aussehen wird. Der Grund: Gegen Indy investierte Houston noch mehr Ressourcen in die Pass-Defense, um Andrew Luck, T.Y. Hilton und Co. unter Kontrolle zu bringen. Gegen die Broncos sollte die Taktik genau andersherum aussehen: Die Line of Scrimmage dominieren und das Running Game stoppen, so dass zwangsläufig eine möglichst große Last auf die Schultern von Trevor Siemian abgeladen wird.

Bekommen die Broncos nämlich erneut kein Running Game zustande, wird die Offense wieder Probleme bekommen - da stimmen wir überein. Denn muss Siemian häufig passen, wächst der Druck, und die Texans haben immerhin schon 16 Sacks auf dem Konto. Denvers O-Line war vor zwei Wochen ein Debakel, Paxton Lynch stand bei 46 Prozent (!) seiner Dropbacks unter Druck und gegen die Chargers waren dann zusätzlich noch die vielen Strafen das Problem.

Houston sollte auch die Guard-Anfälligkeiten der Broncos ausnutzen können, etwa mit Stunts und Rushes von Jadeveon Clowney über die Mitte. Eine legitime Sorge ist der Ausfall von Cornerback Kevin Johnson. Umso wichtiger aber ist ein aggressiver und schematisch auch kreativer Pass-Rush.

Offense: Richtige Lehren gezogen?

Ungleich schwieriger wird es da offensiv, da gibt es nichts zu beschönigen. Denvers Defense scharrt schon mit den Hufen, um Osweiler zurück zu begrüßen, das konnte man unter der Woche aus Colorado deutlich vernehmen. Und das Problem aus Texans-Sicht: Genau das dürfte einer nach wie vor unglaublich starken Defense auch gelingen.

Zieht man die furiose Aufholjagd gegen die Colts am Ende ab, war es über rund dreieinhalb Viertel das nächste richtig schlechte Spiel von Osweiler (schlechte Reads, Ungenauigkeiten, Fehler in der Pocket). Die Texans haben bislang in dieser Saison bei acht Interceptions nur ebenfalls acht Touchdown-Pässe zustande gebracht und die langen Pässe auf Will Fuller, der wieder fit sein soll, werden gegen Denvers Pass-Rush und Secondary extrem schwierig.

Houston braucht, und das ist vor allem gegen Teams wie Denver der Fall, mehr Yards nach dem Catch, nur 36,9 Prozent von Osweilers Passing-Yards kommen nach dem Catch zustande - der viertniedrigste Wert aller Quarterbacks mit mindestens vier Starts. Ein Mittel: Mehr kurze und mittellange Pässe über die Mitte, genau gegen eben jene Broncos-Linebacker. Eventuell gelingt es so endlich auch, DeAndre Hopkins stärker in den Game Plan zu involvieren und Osweiler mal eine Art Rhythmus geben.

Ein kleiner Grund zur Hoffnung für Texans-Fans: Houston hatte es in dieser Saison in Minnesota bereits mit einer Elite-Defense zu tun und sollte aus dieser Erfahrung gelernt haben. Beispielsweise, dass man am Running Game festhalten muss - Lamar Miller sah gegen Indy richtig gut aus - und auf keinen Fall frühzeitig voll auf das Passing Game gehen darf. Passiert das wieder, haben die Texans keine Chance.

Week 7 im kompletten Überblick

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