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NFL: Houston Texans - Indianapolis Colts 26:23 OT

Comeback-Sieg! Texans schocken Colts

Montag, 17.10.2016 | 06:25 Uhr
Lamar Miller überragte mit 178 Yards und zwei Touchdowns für die Houston Texans
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Die Houston Texans (4-2) überstehen einen schwachen Beginn im Sunday Night Game und besiegen schließlich die Indianapolis Colts (2-4) im Sunday Night Game mit 26:23 (0:3, 3:10, 6:0, 14:10, 3:0) in der Overtime. Herausragender Mann ist dabei Running Back Lamar Miller, der als einziger Texans-Spieler über das ganze Spiel hinweg überzeugte. Adam Vinatieri kommt derweil einer historischen Marke immer näher.

Die Houston Texans haben den ersten Platz in der AFC South nach einem dramatischen Comeback-Sieg zuhause gegen die Indianapolis Colts behauptet. Die Colts lagen nahezu das gesamte Spiel über in Führung, während die Texans auch dank ihres anfangs unsicher wirkenden Quarterbacks Brock Osweiler (25/39, 269 YDS, 2 TD, 1 INT) nie in Schwung kamen. Und nach einer Interception des Ex-Broncos samt anschließendem Touchdown durch Andrew Luck (21/32, 252 YDS, 1 TD, 1 INT) zu Beginn des vierten Viertels schien die Partie schon entschieden. Hier geht's zum BOXSCORE

Der überragend aufgelegte Lamar Miller und eine enorme Leistungssteigerung von Osweiler führten dann jedoch dazu, dass die Hausherren doch noch zurückkamen und sich in die Overtime retteten. Dort rehabilitierte sich dann Kicker Nick Novak für einen zuvor begangenen Fehler im Spiel und avancierte zum Matchwinner.

Der Spielfilm:

Vor dem Kick-Off:

Geht es nach den nackten Zahlen, wird die Partie eine klare Angelegenheit: Die Texans sind zuhause 3-0, die Colts auswärts 0-2. Personell sieht es allerdings für die Colts leicht besser aus, denn sie müssen nur auf Wide Receiver Donte Moncrief verzichten. Bei Houston fehlen mit Safety Quintin Demps und Cornerback Kareem Jackson gleich zwei wichtige Spieler der Secondary.

Den Texans mag vielleicht D-Line-Monster J.J. Watt fehlen, doch die Colts-O-Line sollte sich dennoch nicht zu sicher fühlen, hat sie doch bereits 20 Sacks und weitere 40 Quarterback-Hits abgegeben hat. Der Battle an der Line of Scrimmage wird daher abermals extrem wichtig, was den Ausgang des Spiels betrifft.

1. Viertel: Das erste Viertel endet mit lediglich einem Field Goal, was aber nicht nur an den gut aufgelegten Defensivreihen liegt. Bei den Texans häufen sich schwache Würfe von Brock Osweiler, bei den Colts sind es Strafen, die Drives behindern. Letztlich trifft Adam Vinatieri aus 41 Yards, nachdem sein Kick aus 36 Yards zuvor durch eine Illegal Formation negiert wurde. 3:0 Colts.

2. Viertel: Der zweite Abschnitt startet überragend für die Gäste. Luck findet Jack Doyle für einen 22-Yard-Touchdown-Pass bei 2nd and 17 infolge einer Holding-Strafe gegen Ryan Kelly. Im folgenden Drive gelingt Vinatieri ein weiteres Field Goal, sein 40. erfolgreiches in Serie. Gegen Ende des Viertels findet dann auch die Texans-Offense erstmals so etwas wie Rhythmus, doch Osweiler überwirft einen weit offenen Tyler Ervin auf einer Wheel-Route in der Endzone. Es bleibt bei einem Nick-Novak-Field-Goal mit zwei Minuten zu spielen. Anschließend marschiert Indy erneut, doch Luck wirft weitere Punkte durch einen Pick zu Robert Nelson in der Red Zone weg. 13:3 Colts zur Pause.

3. Viertel: Nach einem Defensiv-Stopp orchestrieren die Texans ihren besten Drive des Abends: Zehn Plays, 82 Yards, Touchdown! Dabei bedienen sie sich des gängigen Erfolgsrezepts gegen die Colts - dem Laufspiel. Angeführt von Lamar Miller geht es in die Red Zone, Miller selbst rammt das Leder schließlich von der 1 in die Endzone. Der anschließende Extra-Punkt geht jedoch rechts vorbei. Das Viertel endet mit einer verrückten Sequenz: Die Colts spielen 4th and Inches tief in der Red Zone aus, werden gestoppt, doch direkt darauf wirft Osweiler einen Pass Richtung Hopkins, den Vontae Davis am Rande der Red Zone abfängt. Was für ein Fehler des Texans-Quarterbacks! 13:9 Colts.

4. Viertel: Kurz nach der Davis-Interception sorgt Luck mit einem 14-Yard-Touchdown-Lauf für die Vorentscheidung. Danach wird die Texans-Offense schnell gestoppt und die Colts legen ein weiteres Field Goal nach. Ende? Nein! Denn jetzt feuern die Texans auf allen Zylindern. Osweiler und Miller treiben das Team zweimal übers Feld und der QB findet zunächst Miller, dann C.J. Fedorowicz für Touchdowns zum Ausgleich. Es geht in die Overtime! 23:23 nach 60 Minuten.

Overtime: Die Colts gewinnen den Coin Toss, machen aber nichts aus ihrem Ballbesitz, die Texans lassen dann nichts mehr anbrennen. Osweiler findet mit einem tiefen Pass Jaelen Strong, der per Hechtsprung den Catch an der 12 macht. Danach trifft Novak aus 33 Yards zum Sieg. 26:23 Texans.

Die Stimmen:

Chuck Pagano (Colts-Head-Coach): "Es geht darum, Killer-Instikt zu haben. Wir müssen einen Weg finden, Gegner zu erledigen."

Mike Adams (Colts-Safety): "Ich glaube wir sind nicht gut genug, um in Führung zu gehen und uns dann zurückzulehnen. Wir sind nicht gut genug, um zu relaxen, wenn wir führen."

Der Star des Spiels: Lamar Miller. Während der Rest des Teams eine Weile brauchte, um in Tritt zu kommen, produzierte Miller von Beginn an und kam war die treibende Kraft über die gesamte Partie hinweg. Am Ende kam er auf 178 Scrimmage-Yards und zwei Touchdowns.

Der Flop des Spiels: Die Colts-Offensive-Line. Über weite Strecken des Spiels hielt die O-Line Lucks Pocket sauber, doch gegen Ende, als es wirklich wichtig wurde, traten die alten Probleme wieder auf und sorgten für Schlüssel-Stopps, die auch im Run-Blocking zu spüren waren. Das war letztlich der entscheidende Unterschied im Spiel.

Das fiel auf:

  • Rookie-Center Ryan Kelly hatte anfänglich so seine Probleme. Ein Snap in der Shotgun-Formation flog fast an Luck vorbei, zudem leistete er sich eine Holding-Strafe in der Red Zone, die schließlich dazu führte, dass sich die Colts im betreffenden Drive mit einem Field Goal begnügen mussten. Später stabilisierte sich der Erstrundenpick jedoch.
  • Cornerback Vontae Davis soll vor der Partie explizit einen Zweikampf mit DeAndre Hopkins im Eins-gegen-eins gefordert haben. Und er lieferte. Hopkins kam zwar auf fünf Receptions, blieb aber bei mageren 34 Yards stehen. Zudem gelangen Davis zwei Pass Deflections und die Interception zum Ende des dritten Viertels, die den vorentscheidenden Touchdown-Lauf von Luck vorbereitete.

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  • Adam Vinatieri versenkte drei Field Goals und hat somit 41 in Serie verwandelt. Das ist die zweitlängste Serie in der Geschichte der NFL. Der Rekord ist aber zum Greifen nahe: Gary Anderson schaffte einst 42 am Stück.
  • Ein klein wenig historisch ist, was Frank Gore geschafft hat: Er ist mit seinen 106 Rushing Yards der erste 100-Yard-Rusher der Colts seit 56 Spielen. Zuletzt gelang dies Vic Ballard 2012 ebenfalls gegen Houston.
  • Rookie-Receiver Will Fuller war zwar offiziell aktiv, doch die Texans hielten ihn komplett an der Seitenlinie aufgrund einer Oberschenkelverletzung.

Week 6 im kompletten Überblick

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