Mittwoch, 18.12.2013

Miami Dolphins auf Playoff-Kurs

Allen Widrigkeiten zum Trotz

In einer Saison, in der eigentlich alles gegen sie lief, haben die Miami Dolphins zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison immer noch gute Chancen, die Playoffs zu erreichen. Und das trotz Rassismus-Skandal und Verletzten-Misere.

Trotz allen Problemen ist die Stimmung bei den Miami Dolphins bestens
© getty
Trotz allen Problemen ist die Stimmung bei den Miami Dolphins bestens

Um die Achterbahnfahrt der Dolphins-Saison passend zu beschreiben, muss man sich nur das Spiel am vergangenen Sonntag gegen die New England Patriots zu Gemüte führen. Die favorisierten Gäste hatten bereits mit 10:0 und wenige Minuten vor Schluss mit 20:17 geführt, bevor die Dolphins in einem Herzschlagfinale dank eines Goal Line Stands doch noch mit 24:20 triumphierten.

Mit einer Bilanz von 8-6 liegen sie nun nur aufgrund des verlorenen direkten Vergleiches hinter den Baltimore Ravens, die mit der gleichen Bilanz derzeit den letzten Wild-Card-Platz in der AFC innehaben. Das letzte Kapitel ist zwar noch nicht geschrieben - aber ein Happy End ist möglich.

Und darauf hatte vor wenigen Wochen noch niemand zu hoffen gewagt.

Rassismus-Skandal sorgt für negative Schlagzeilen

Der Tiefpunkt war in Week 10 erreicht. Erschüttert vom Rassismus-Skandal um Guard Richie Incognito und Tackle Jonathan Martin hatten die Dolphins eine peinliche 19:22-Niederlage gegen die bis dahin sieglosen Tampa Bay Buccaneers kassiert. Nach einem 3-0-Saisonstart lautete die Bilanz in Miami auf einmal nur noch 4-5, Besserung war nicht in Sicht. Zu stark waren die Auflösungserscheinungen im Team von Head Coach Joe Philbin.

Zur Erinnerung: Martin hatte Anfang November überstürzt das Team verlassen. Danach kam heraus: Er war von Guard Incognito rassistisch beleidigt und bedroht worden. Der Beschuldigte tat das als gutgemeinte Hilfe für den jungen Kollegen im harten NFL-Geschäft ab, aber beide hatten ihr letztes Spiel in dieser Saison absolviert.

Nachdem Martin über seinen Anwalt Telefonmitschnitte an Offizielle der Miami Dolphins übergeben hatte, wurde Incognito prompt suspendiert, während Martin erklärte, er werde nicht mehr für das Team spielen. Der Skandal erregte wochenlang die Öffentlichkeit: Es ging um Bullying, Rassismus, das Wort "N*gger", die Macho-Kultur in den Umkleidekabinen und eventuelle Versäumnisse der Trainer. Die übrigen 51 Spieler im Roster wurden intern befragt und mussten sich öffentlich erklären - ein Medien-Tornado zog über Miami hinweg.

Ausfälle müssen kompensiert werden

Nach der Niederlage gegen die Bucs schien das junge Miami-Team schwer erschüttert und meilenweit entfernt von einem Playoff-Platz. "Wir müssen alles intern untersuchen", kündigte Besitzer Stephen Ross damals Konsequenzen an, Philbins Job schien alles andere als sicher.

Was viele im Trubel übersahen: Durch die Ausfälle von Incognito und Martin verlor die ohnehin schon löchrige Offensive Line der Dolphins zwei Stützpfeiler. Resultat: QB Ryan Tannehill führt die Statistik mit 51 Sacks komfortabel an.

Zumal die Dolphins zusätzlich einige Rückschläge durch verletzte Spieler zu verkraften hatten. Bereits in der ersten Spielwoche hatte sich Starting Tight End Dustin Keller mit einem gerissenen Kreuzband für den Rest der Saison verabschiedet, später folgte Wide Receiver Brandon Gibson ebenfalls mit einer Knieverletzung.

"Irgendjemand muss es schaffen. Warum nicht wir?"

Allen widrigen Umständen zum Trotz: Das Team blieb positiv: "Dies ist ein guter Test", hatte Dolphins-Quarterback Ryan Tannehill bereits nach der Bucs-Pleite gesagt. "Ich sage nicht, dass es leicht wird. Ich sage nicht, dass es Spaß machen wird. Aber ich habe den Glauben an uns nicht verloren."

"Es muss noch jede Menge Football gespielt werden. November und Dezember werden entscheiden, wer weiterkommt", wusste auch Headcoach Joe Philbin. "Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und uns besser vorbereiten und besser spielen."

Die Super-Bowl-Sieger der letzten 20 Jahre
Super Bowl XXX: Den Super Bowl 1996 gewannen die Dallas Cowboys. Hier feiert Running Back Emmitt Smith
© Getty
1/20
Super Bowl XXX: Den Super Bowl 1996 gewannen die Dallas Cowboys. Hier feiert Running Back Emmitt Smith
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints.html
Super Bowl XXXI: 1997 gewann die Green Bay Packers gegen die New England Patriots das Finale. Mit Desmond Howard wurde der Kick- und Punt-Returner MVP
© Getty
2/20
Super Bowl XXXI: 1997 gewann die Green Bay Packers gegen die New England Patriots das Finale. Mit Desmond Howard wurde der Kick- und Punt-Returner MVP
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=2.html
Super Bowl XXXII: Die Green Bay Packers wollten ihren Titel verteidigen, aber die Denver Broncos hatten das Gegenmittel: Terrell Davis. Der Running Back war nicht zu stoppen
© Getty
3/20
Super Bowl XXXII: Die Green Bay Packers wollten ihren Titel verteidigen, aber die Denver Broncos hatten das Gegenmittel: Terrell Davis. Der Running Back war nicht zu stoppen
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=3.html
Super Bowl XXXIII: Den Denver Broncos gelang 1999, was den Packers im Jahr zuvor verwehrt blieb: Sie verteidigten den Titel. Mittendrin: Quarterback-Legende John Elway
© Getty
4/20
Super Bowl XXXIII: Den Denver Broncos gelang 1999, was den Packers im Jahr zuvor verwehrt blieb: Sie verteidigten den Titel. Mittendrin: Quarterback-Legende John Elway
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=4.html
Super Bowl XXXIV: "The Greatest Show on Turf", die St. Louis Rams um Kurt Warner, war auch von aggressiven Tennessee Titans nicht aufzuhalten.
© Getty
5/20
Super Bowl XXXIV: "The Greatest Show on Turf", die St. Louis Rams um Kurt Warner, war auch von aggressiven Tennessee Titans nicht aufzuhalten.
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=5.html
Super Bowl XXXV: Die Baltimore Ravens durften 2001 ihren ersten Titel bejubeln. Ray Lewis und Co. demütigten die New York Giants beim 34:7 geradezu
© Getty
6/20
Super Bowl XXXV: Die Baltimore Ravens durften 2001 ihren ersten Titel bejubeln. Ray Lewis und Co. demütigten die New York Giants beim 34:7 geradezu
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=6.html
Super Bowl XXXVI: Nach den Ravens 2001 feierte auch 2002 ein Team seinen ersten Titel. Die von Tom Brady angeführten New England Patriots besiegten die St. Louis Rams
© Getty
7/20
Super Bowl XXXVI: Nach den Ravens 2001 feierte auch 2002 ein Team seinen ersten Titel. Die von Tom Brady angeführten New England Patriots besiegten die St. Louis Rams
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=7.html
Super Bowl XXXVII: Die Tampa Bay Buccaneers und die Oakland Raiders boten beim 48:21 ein Spektakel. Trotzdem wurde mit Tampas Dexter Jackson ein Defensivspieler MVP
© Getty
8/20
Super Bowl XXXVII: Die Tampa Bay Buccaneers und die Oakland Raiders boten beim 48:21 ein Spektakel. Trotzdem wurde mit Tampas Dexter Jackson ein Defensivspieler MVP
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=8.html
Super Bowl XXXVIII: Nach einem Jahr Pause waren 2004 wieder die New England Patriots dran. Der MVP-Award beim Sieg über die Carolina Panthers ging wie 2002 an Tom Brady
© Getty
9/20
Super Bowl XXXVIII: Nach einem Jahr Pause waren 2004 wieder die New England Patriots dran. Der MVP-Award beim Sieg über die Carolina Panthers ging wie 2002 an Tom Brady
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=9.html
Super Bowl XXXIX: 2005 fuhren die New England Patriots ihren dritten Finalsieg in vier Jahren ein. Aber nicht Tom Brady, sondern Receiver Deion Branch wurde MVP
© Getty
10/20
Super Bowl XXXIX: 2005 fuhren die New England Patriots ihren dritten Finalsieg in vier Jahren ein. Aber nicht Tom Brady, sondern Receiver Deion Branch wurde MVP
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=10.html
Super Bowl XL: Die Jubiläumsausgabe 2006 war eine klare Kiste. Hines Ward und die Pittsburgh Steelers schlugen die Seattle Seahawks mit 21:10
© Getty
11/20
Super Bowl XL: Die Jubiläumsausgabe 2006 war eine klare Kiste. Hines Ward und die Pittsburgh Steelers schlugen die Seattle Seahawks mit 21:10
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=11.html
Super Bowl XLI: Endlich war es soweit. Nach neun Jahren in der NFL gewann Peyton Manning mit den Indianapolis Colts seinen ersten Titel. Geschlagen: Die Chicago Bears
© Getty
12/20
Super Bowl XLI: Endlich war es soweit. Nach neun Jahren in der NFL gewann Peyton Manning mit den Indianapolis Colts seinen ersten Titel. Geschlagen: Die Chicago Bears
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=12.html
Super Bowl XLII: Ein Jahr nach Peyton Manning konnte auch sein Bruder Eli jubeln. Er führte die New York Giants 2008 zum Sensationssieg über die New England Patriots
© Getty
13/20
Super Bowl XLII: Ein Jahr nach Peyton Manning konnte auch sein Bruder Eli jubeln. Er führte die New York Giants 2008 zum Sensationssieg über die New England Patriots
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=13.html
Super Bowl XXLIII: Mit diesem Catch machte sich Santonio Holmes unsterblich. In letzter Sekunde gewannen die Pittsburgh Steelers 2009 gegen die Arizona Cardinals
© Getty
14/20
Super Bowl XXLIII: Mit diesem Catch machte sich Santonio Holmes unsterblich. In letzter Sekunde gewannen die Pittsburgh Steelers 2009 gegen die Arizona Cardinals
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=14.html
Super Bowl XLIV: Das lange Warten hatte endlich ein Ende. Nach Jahren der Tristesse gaben die New Orleans Saints um Drew Brees 2010 ihren Fans einen Grund zu jubeln
© Getty
15/20
Super Bowl XLIV: Das lange Warten hatte endlich ein Ende. Nach Jahren der Tristesse gaben die New Orleans Saints um Drew Brees 2010 ihren Fans einen Grund zu jubeln
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=15.html
Super Bowl XLV: Im Jahr 2011 gewannen die Green Bay Packers den Titel. Quarterback Aaron Rodgers führte sein Team zum Sieg und wurde zum MVP gekürt
© Getty
16/20
Super Bowl XLV: Im Jahr 2011 gewannen die Green Bay Packers den Titel. Quarterback Aaron Rodgers führte sein Team zum Sieg und wurde zum MVP gekürt
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=16.html
Super Bowl XLVI: 2012 standen sich mal wieder die Giants und Patriots gegenüber. Und wieder siegten die Giants. 21:17 G-Men!
© Getty
17/20
Super Bowl XLVI: 2012 standen sich mal wieder die Giants und Patriots gegenüber. Und wieder siegten die Giants. 21:17 G-Men!
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=17.html
Super Bowl XLVII: Die Baltimore Ravens sicherten sich gegen die San Francisco 49ers ihre zweite Championship. Überragend dabei: Joe Flacco (l.), der zum MVP gewählt wurde
© Getty
18/20
Super Bowl XLVII: Die Baltimore Ravens sicherten sich gegen die San Francisco 49ers ihre zweite Championship. Überragend dabei: Joe Flacco (l.), der zum MVP gewählt wurde
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=18.html
Super Bowl XLVIII: Die Seattle Seahawks zerstören Peyton Mannings Denver Broncos im MetLife Stadium zu New Jersey mit sage und schreibe 43:8
© getty
19/20
Super Bowl XLVIII: Die Seattle Seahawks zerstören Peyton Mannings Denver Broncos im MetLife Stadium zu New Jersey mit sage und schreibe 43:8
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=19.html
Super Bowl XLIX: Tom Brady siegt mit den New England Patriots dramatisch gegen Russell Wilsons Seattle Seahawks und macht sich mit Titel Nummer vier unsterblich
© getty
20/20
Super Bowl XLIX: Tom Brady siegt mit den New England Patriots dramatisch gegen Russell Wilsons Seattle Seahawks und macht sich mit Titel Nummer vier unsterblich
/de/sport/diashows/nfl-die-letzten-20-super-bowl-sieger/american-football-titel-new-england-patriots-pittsburgh-steelers-denver-broncos-new-york-giants-new-orleans-saints,seite=20.html
 

Aus Durchhalteparolen wurde ein eiserner Wille: Der Niederlage in Tampa Bay ließen die Fins einen Sieg über die San Diego Chargers folgen, mit dem das Team zeigte, dass die Saison vielleicht doch noch nicht ganz verloren war. "Wir kämpfen uns da durch", bemerkte Offensive Tackle Tyson Clabo nach dem Erfolg über die Chargers. "Irgendjemand muss den letzten Wild-Card-Platz ja bekommen. Warum nicht wir?"

Stärker durch Widrigkeiten

Eine Woche später gab es zwar eine Last-Minute-Pleite gegen die Carolina Panthers, aber auch von der ließen sich die Dolphins nicht beirren und gewannen die folgenden drei Spiele: Mit 23:3 wurde zunächst der heimstarke Divisionsrivale New York Jets auseinandergenommen, bevor eine Woche später ein überzeugender 34:28-Sieg im Schnee bei den Pittsburgh Steelers folgte.

Der vorläufige Höhepunkt war aber der 24:20-Erfolg über die New England Patriots in der vergangenen Spielwoche, der erste Sieg nach zuvor sieben Niederlagen in Serie gegen die Pats. "Wir sind enorm gewachsen. Jeder von uns ist stärker geworden durch die Widrigkeiten, denen wir abseits des Feldes und auf dem Feld gegenüber standen", befand Tannehill.

Leistungssprung von Tannehill

Der Erfolg der Miami Dolphins diese Saison hat viele Namen, aber ganz oben auf der Liste stehen Tannehill und Philbin, beide in ihrem zweiten Jahr bei den Dolphins. Philbin schaffte es, sein Team wieder auf Football zu fokussieren, während der Rest des Landes noch über die Rassismus-Affäre diskutierte.

Tannehill steht inmitten einer steilen Entwicklung. Der 25-Jährige hat die Anzahl seiner geworfenen Touchdowns im Vergleich zur Vorsaison jetzt bereits beinahe verdoppelt (23 zu 12) und wird auch seine Total Yards deutlich verbessern (bisher 3627, 2012 waren es 3294).

Eine große Hilfe für den 25-Jährigen ist dabei sein Offensive Coordinator Mike Sherman, der ihn bereits am College bei Texas A&M gecoacht hatte. Und da er bis einschließlich 2010 am College noch hauptsächlich als Receiver eingesetzt worden war, befindet er sich derzeit in einer ganz anderen Lernphase als viele seiner jungen Quarterback-Kollegen, die sich hauptsächlich nur an die NFL gewöhnen müssen - während Tannehill immer noch viel zu lernen hat.

Zuletzt präsentierte der Signal Caller in starker Form: In den letzten fünf Partien konnte er sein Passer Rating jeweils steigern, zudem sammelte er fleißig Rushing Yards (135, fast zehn pro Versuch): "Ich entwickle mich immer noch weiter. Ich glaube, dass ich noch lange nicht am Ende bin." Es klingt fast wie eine Drohung.

Zweite Reihe springt in die Bresche

Auch die Spieler aus der zweiten Reihe, die für die verletzten Starter in die Bresche gesprungen sind, haben großen Anteil daran, dass die die Saison der Dolphins immer noch in den Playoffs enden kann. Hier sind vor allem Tight End Charles Clay, der bereits 684 Yards und 6 Touchdowns verbuchen konnte, sowie Wide Receiver Rishard Matthews (26 Catches in den letzten sechs Spielen) zu nennen.

Oder etwa Safety Michael Thomas, der erst wenige Tage vor dem Spiel gegen die Patriots aus der Training Squad der San Francisco 49ers verpflichtet worden war und bei seinem NFL-Debüt zwei Sekunden vor Spielende die entscheidende Interception gegen Tom Brady fing. "Ich wusste nicht einmal seinen Vornamen", lautete Defensive Tackle Jared Odricks schlichter Kommentar zum perfekten Einstand seines Teamkollegen.

Der Leistungssprung Tannehills ist auch auf die stark verbesserte Offensive Line zurückzuführen. GM Jeff Ireland tradete für Bryant McKinnie von den Ravens, zudem holte man Rookie Center Sam Brenner mehr oder weniger von der Straße. Philbin verpasste seiner wild durcheinandergewürfelten Line einen neuen Anstrich - und siehe da: Es läuft wieder. Auch in Sachen Rushing geht es aufwärts (fast 400 Yards in den letzten drei Partien).

Fehlende Erfahrung ist ein Problem

Perfekt läuft es natürlich trotzdem noch lange nicht. Die Affäre um Incognito und Martin schwelt weiter im Hintergrund, ersterer ist definitiv bis Saisonende suspendiert, obwohl ihn viele Teamkollegen öffentlich verteidigt hatten. Was genau passiert ist, ist weiter unklar, die Untersuchungen dauern an.

Tannehill ist immer noch zu oft auf der Flucht vor wütenden Linemen, die Defense eher Durchschnitt. Zudem ist das Team immer noch sehr unerfahren: Zu viele Partien gingen in den Schlussminuten noch verloren, so auch die Niederlage in Week 5 gegen die Baltimore Ravens, als deren Kicker Justin Tucker mit einem Field Goal 1:42 Minuten vor dem Ende den 26:23-Sieg perfekt machte.

NFL: Sexiest Cheerleader
Die heißesten Cheerleader der NFL: Dallas Cowboys
© getty
1/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Dallas Cowboys
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Atlanta Falcons
© getty
2/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Atlanta Falcons
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=2.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Atlanta Falcons mit Maskottchen Freddie
© getty
3/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Atlanta Falcons mit Maskottchen Freddie
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=3.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: St. Louis Rams
© getty
4/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: St. Louis Rams
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=4.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Miami Dolphins
© getty
5/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Miami Dolphins
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=5.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Jacksonville Jaguars
© getty
6/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Jacksonville Jaguars
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=6.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Baltimore Ravens
© getty
7/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Baltimore Ravens
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=7.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Washington Redskins
© getty
8/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Washington Redskins
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=8.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Tampa Bay Buccaneers
© getty
9/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Tampa Bay Buccaneers
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=9.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Houston Texans
© getty
10/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Houston Texans
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=10.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Houston Texans
© getty
11/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Houston Texans
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=11.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Minnesota Vikings
© getty
12/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Minnesota Vikings
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=12.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: San Francisco 49ers
© getty
13/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: San Francisco 49ers
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=13.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: San Francisco 49ers
© getty
14/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: San Francisco 49ers
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=14.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Denver Broncos
© getty
15/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Denver Broncos
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=15.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Tampa Bay Buccaneers
© getty
16/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Tampa Bay Buccaneers
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=16.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Dallas Cowboys
© getty
17/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Dallas Cowboys
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=17.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Dallas Cowboys
© getty
18/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Dallas Cowboys
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=18.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Atlanta Falcons
© getty
19/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Atlanta Falcons
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=19.html
Die heißesten Cheerleader der NFL: Dallas Cowboys
© getty
20/20
Die heißesten Cheerleader der NFL: Dallas Cowboys
/de/sport/diashows/nfl-die-schoensten-football-cheerleaders/sexy-cheerleader-der-nfl-football-girls-die-besten-bilder-diashow,seite=20.html
 

"Wir waren nur ein paar Spielzüge vom Sieg entfernt", so Tannehill nach der bisher letzten Dolphins-Niederlage gegen Carolina. "Wir müssen einfach in der Lage sein, diese Spielzüge zu machen. Wenn unsere Defense so gut spielt wie heute, müssen wir einfach mehr Punkte erzielen."

Mit zwei Siegen in die Playoffs

Gesagt, getan: Der Niederlage gegen Carolina folgte die Siegesserie. Und jetzt sind die Playoffs plötzlich in Reichweite: Die Ravens sind noch vorn, aber dank der Niederlage der Bengals am Sonntag gegen die Steelers hat man es in der eigenen Hand.

Zwei Siege und die Dolphins sind durch - bei Partien gegen die Buffalo Bills (5-9) und die New York Jets (6-8) besteht eine sehr gute Chance auf die erste Postseason seit 2008. Mit einer Bilanz von 10-6 würde man auf jeden Fall vor entweder vor den Bengals (9-5) oder den Ravens landen, denn die spielen in Week 17 noch einmal gegeneinander.

Hätte man nur zwei der vier knappen Saisonpleiten nicht kassiert, so würden die Miami Dolphins jetzt mit den New England Patriots sogar um den Sieg der AFC East streiten. Klingt das vermessen? Wie auch immer: Sollten Tannehill und Co. nach einer solchen Saison tatsächlich noch die Playoffs erreichen, ist dem Team einiges zuzutrauen.

Die Dolphins im Überblick

Henning Schulz

Diskutieren Drucken Startseite
Live-Stream
Trend

Der MVP in dieser Saison wird...

Tom Brady
Derek Carr
Ezekiel Elliott
David Johnson
Matt Ryan
Ein anderer Spieler

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.