Montag, 16.12.2013

Roundup zu Week 15

Ein irres Lebenszeichen der Packers

Die Green Bay Packers schocken die Cowboys mit einem späten Comeback. Jamaal Charles sorgt beim Kantersieg der Chiefs in Oakland mit fünf Touchdowns für Aufsehen und die Patriots erleben den nächsten Krimi. Außerdem: Rückschläge für die Bengals und Saints.

Eddie Lacy (No. 27) sorgte für die Entscheidung im AT&T Stadium
© getty
Eddie Lacy (No. 27) sorgte für die Entscheidung im AT&T Stadium

Atlanta Falcons (4-10) - Washington Redskins (3-11) 27:26 (14:7, 3:13, 7:0, 3:6) BOXSCORE

Durchwachsenes Spiel von Kirk Cousins: Unter den Augen von Robert Griffin III, der das Geschehen von der Seitenlinie aus beobachtete, bewies der Backup-Quarterback zwar seine Playmaker-Qualitäten, warf bei 381 Yards und drei Touchdowns aber auch für zwei Interceptions.

Eine kuriose Situation bekamen die Zuschauer Mitte des zweiten Quarters zu sehen, als erst Alfred Morris und dann Matt Ryan und Santana Moss in drei direkt aufeinanderfolgenden Spielzügen fumbleten. Der Football landete schlussendlich bei Atlanta.

Moss machte seinen allerdings Fehler wieder wett, als er nur wenige Sekunden vor Schluss den Touchdown zum 26:27 fing. Und als alle Fans im Georgia Dome sich auf ein fünftes Viertel gefasst machten, überraschten die Redskins mit einer versuchten Two-Point-Conversion: Die ging jedoch schief und von RGIIIs Lippen war ein dezentes "F*ck" zu vernehmen.

Tampa Bay Buccaneers (4-10) - San Francisco 49ers (10-4) 14:33 (0:7, 7:10, 0:3, 7:13) BOXSCORE

Durch den Pflichtsieg in Tampa Bay sind die 49ers den Playoffs einen ganz großen Schritt nähergekommen. Die Bucs bekamen das Running Game von San Francisco schlichtweg nicht in den Griff, stellvertretend dafür stehen die fast 40 Minuten Possession-Zeit der 49ers. Routinier Frank Gore stach einmal mehr heraus: Er wurde heute der erst 20. Running Back in der Geschichte der NFL, der in sieben Saisons die 1000-Yard-Marke überquerte.

Kurios wurde es kurz vor Schluss, als die Bucs sich selbst einen Touchdown einschenkten: Der Kickoff-Returner rannte im Mark-Sanchez-Gedächtnis-Spielzug volle Kraft voraus in seinen eigenen Mitspieler und fumbelte folgerichtig das Spielgerät. Kendall Hunter sammelte den Football dankbar ein und trug ihn zur Vorentscheidung in die Endzone.

New York Giants (5-9) - Seattle Seahawks (12-2) 0:23 (0:3, 0:10, 0:3, 0:7) BOXSCORE

In einer katastrophalen Saison war der Shutout im Meadowland gegen die Seahawks wohl die schlechteste Saisonleistung der Giants. Dabei bekamen die G-Men ihr riesengroßes Turnover-Problem erneut nicht in den Griff: Eli Manning warf schlappe fünf Interceptions und führt in dieser Kategorie die Liga mit nun 25 Picks unangefochten an. Drei der Fehlwürfe flogen direkt in die wartenden Arme von Legion-of-Boom-Anführer Richard Sherman.

Doch das war nicht die einzige Hiobsbotschaft an diesem Abend: Victor Cruz zog sich eine Gehirnerschütterung zu und musste vorzeitig vom Feld, die Schwere der Verletzung ist noch unklar.

Während die Giants mit insgesamt 181 Yards offensiv überhaupt nicht in die Pötte kamen, zeigten die Seahawks einmal mehr, warum sie zu den dynamischsten Teams der NFL zählen: Russell Wilson lief den Giants-Linebackern regelmäßig vor der Nase weg und zögerte so die Spielzüge heraus. Zudem fand Marshawn Lynch wieder in den Beast Mode zurück: Nach zuletzt etwas schwächeren Leistungen war er heute mit 120 Yards from Scrimmage der mit Abstand produktivste Spieler der Hawks.

Während die Giants die neunte Niederlage und damit auch die erste negative Saisonbilanz in der Manning/Coughlin-Ära hinnehmen müssen, ist Seattle weiter auf dem Weg zum ersten Seed in der NFC.

Minnesota Vikings (4-9-1) - Philadelphia Eagles (8-6) 48:30 (7:3, 10:6, 10:13, 21:8) BOXSCORE

Kein Adrian Peterson? Kein Problem! Da sowohl der amtierende MVP als auch der zweite Running Back Toby Gerhart ausfielen, musste die nominell dritte Option Matt Asiata einspringen: In seinem Debüt als Starter gelangen ihm auf Anhieb drei Touchdowns. Auch Matt Cassel zeigte erneut eine sehr solide Leistung und empfahl sich im Quarterback-Roulette der Vikings für die nächste Partie.

Bei den Eagles riss dagegen die Serie von fünf Siegen in Folge. Zwar sah es nach zwei Touchdowns innerhalb von zwei Minuten im dritten Viertel kurzzeitig nach einem Philly-Comeback aus, doch Minnesotas Offense schlug gnadenlos zurück. Das Team von Chip Kelly wird wohl bis zum letzten Spieltag, wenn es gegen den direkten Rivalen aus Dallas geht, um die Playoffs zittern müssen.

Miami Dolphins (8-6) - New England Patriots (10-4) 24:20 (0:3, 7:7, 3:0, 14:10) BOXSCORE

Was für ein Finish! Dass die Patriots-Spiele in einem Krimi enden, wird ja mittlerweile schon zur Gewohnheit. Anders als üblich hieß der glückliche Gewinner heute aber nicht New England, sondern Miami Dolphins.

Dabei sah es lange Zeit nicht nach einem Showdown aus: Bis kurz vor der Halbzeit erzielten beide Teams zusammengenommen grade mal drei mickrige Pünktchen. Die Abwesenheit von Rob Gronkowski machte Tom Brady offensichtlich zu schaffen, erneut fand er kaum Abnehmer für seine Pässe.

Im vierten Viertel drehten dafür beide Mannschaften auf und machten das wett, was sie zuvor versäumt hatten. Nach insgesamt drei Führungswechseln lagen die Dolphins 1:15 Minuten vor Schluss vier Punkte in Front und die Entscheidung lag mal wieder in Tom Bradys Händen. Sein Drive führte die Patriots bis an die gegnerische 14-Yards-Linie. Danny Amendola hatte den Gamewinner zwischen den Handschuhen, ließ den Football jedoch fallen. Nachdem Brady bei 4th Down statt Touchdown eine Interception warf, stand fest: Die Dolphins bleiben im Rennen um die Wild Card am Leben. Aufatmen auch bei den Denver Broncos, die durch den Patzer New Englands weiterhin den ersten Seed in der AFC halten.

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Die NFL im Überblick

David Wünschel / Sven Kittelmann

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