Donnerstag, 05.04.2012

Dallas Mavericks - Memphis Grizzlies 95:85

Mavs ziehen müden Grizzlies erst spät den Zahn

Die Dallas Mavericks (31-24) haben gegen den direkten Rivalen um Rang fünf im Westen einen wichtigen Sieg gefeiert. Das Team von Rick Carlisle lag gegen die Memphis Grizzlies (30-23) bis zum letzten Viertel meist hinten, drehte in der Crunchtime aber diesmal mächtig auf. Dirk Nowitzki war mit 23 Punkten einmal mehr Topscorer der Partie. Dazu kamen zehn Rebounds.
 

Gaben im Schlussviertel mächtig Gas: Jason Terry, Shawn Marion und Rodrigue Beaubois
© Getty
Gaben im Schlussviertel mächtig Gas: Jason Terry, Shawn Marion und Rodrigue Beaubois

Mit dem Erfolg gegen Memphis liegt Dallas im Saisonvergleich mit den Grizzlies erstmals vorn. 2-1 steht es in der Serie, die bei Punktgleichheit darüber entscheidet, welches Team in der Tabelle die Nase vorn hat. Derzeit liegt Memphis auf Rang fünf der Western Conference noch hauchdünn vor Dallas.

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Memphis war mit fünf Siegen in sechs Spielen angereist, hatte immerhin Auswärtssiege bei den Oklahoma City Thunder und den Los Angeles Lakers gefeiert. Bis weit in die zweite Hälfte sah es in diesem Conference-Duell im American Airlines Center von Dallas dann auch alles andere als gut aus für das Nowitzki-Team.

Memphis lag über weite Strecken in Führung, zur Pause stand es 51:47. Gleich sieben Grizzlies steuerten mindestens acht Zähler bei. O.J. Mayo war mit 17 Punkten ihr bester Scorer.

"Wir waren immer im Spiel", sagte Coach Lionel Hollins. "Ich dachte, es würde für den Sieg reichen. Aber am Ende haben wir den Faden etwas verloren."

Lamar Odom sorgt mit Tiefpunkt für die Wende

Den Auslöser zur Wende lieferte kurioserweise Lamar Odom. Der Power Forward der Mavs stand in seiner 19-minütigen Einsatzzeit über weite Strecken neben sich. Fünf Pünktchen und fünf Rebounds, so die Ausbeute. Den absoluten Tiefpunkt erreichte Odoms Auftritt nach zwei Minuten im Schlussviertel, als er Quincy Pondexter, dem nur elf Minuten eingesetzten Ersatz-Forward der Grizzlies, seine drei Zähler des Tages schenkte.

Pondexter durfte sich beim Stand von 70:68 für Memphis höflich begleitet von Odom einen Offensiv-Rebound schnappen und unbehelligt seinen einzigen Korb aus dem Feld treffen. Viel zu spät griff Odom in dieser Situation ein und ließ sich dabei zu einem unnötigen Foul hinreißen. Sein Gegenspieler nahm das Geschenk dankend an und stellte von der Freiwurflinie auf 73:68 für Memphis.

Carlisle schickt Marion für Odom aufs Parkett

"Das war einfach schlecht", kritisierte Carlisle. "Lamar war da und muss nur seinen Körper einsetzen. Aber er macht es nicht und so bekommt Pondexter sein Drei-Punkte-Spiel."

Es war der Moment im Spiel, als der Coach Shawn Marion für Odom aufs Parkett schickte. Nur drei Minuten später lagen die Mavericks mit 74:73 erstmals vorn. Jason Terry mit einem Jumper aus knapp sechs Metern und Marion per Layup nach Terry-Assist hatten das Heft in die Hand genommen. Den Mavericks gelangen in dieser Phase drei eminent wichtige Defensiv-Rebounds - plötzlich war Dallas hellwach, und das in der in dieser Saison schon so häufig vergeigten Crunchtime.

Dallas zieht mit einer 21:4-Serie auf und davon

Marion steuerte zehn seiner 16 Punkte in den letzten zehn Minuten bei. Nur noch einer von neun Freiwürfen für Dallas ging daneben. Insgesamt zogen die Gastgeber in nur sieben Minuten mit einer 21:4-Serie auf und davon.

"Wir haben uns in dieser Phase auf das schnelle Umschalten im Spiel nach vorn konzentriert. Wir sind da rausgegangen und gerannt", analysierte Marion. "Wir wollen, dass die Gegner für ihre Fehler bezahlen."

Bei der bitteren 75:94-Pleite gegen die Los Angeles Clippers hatte es genau daran gehapert, in den entscheidenden Momenten einen Zahn zuzulegen, gegen die Grizzlies war das der Schlüssel zum Erfolg.

Memphis Grizzlies gehen die Kräfte aus

Memphis, das das Spiel über weite Strecken gut im Griff hatte, war nach drei Spielen in drei Nächten merklich platt. Die Grizzlies versenkten im Schlussviertel nur einen von zwölf Versuchen.

"Uns ist die Luft ausgegangen", sagte Guard Mike Conley. "Im vierten Viertel haben wir nicht mehr gepunktet, die Würfe fielen für uns einfach nicht und sie haben es im Spielaufbau viel zu leicht gehabt."

Jason Terry trifft Dreier Nummer 1760

Memphis kam noch einmal bis auf 77:80 heran, als Jason Terry mit seinem einzigen Dreier des Spiels für die Vorentscheidung sorgte. Es war der 1760. Dreier in seiner Karriere. Damit liegt Terry als fünftbester Dreierschütze gleichauf mit Peja Stojakovic.

Bereits am Samstag trifft Dallas in Memphis erneut auf die Grizzlies, die dann sieben Spiele in neun Tagen in den Knochen haben. Dann können die Texaner die Serie für sich entscheiden. Zuvor steht gegen Portland ein weiteres Heimspiel auf dem Programm. Jason Kidd wird wegen seiner Leistenverletzung auch diese beiden Spiele noch verpassen.

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