Mittwoch, 21.12.2011

Die Neuzugänge der Dallas Mavericks im Porträt

Die neue Dallas-Dimension

Das Championship-Team ist tot, lang lebe das neue Dallas! Die Mavericks-Tradepolitik ist ungewöhnlich, riskant - und hoch spannend. Doch was können die Verpflichtungen? Die neuen Gesichter im Kurz-Porträt: Lamar Odom, Vince Carter, Delonte West, Brandan Wright, Sean Williams und der neue Defensiv-Guru Monte Mathis.

Die drei wichtigsten Verpflichtungen der Mavs: Delonte West, Lamar Odom, Vince Carter (v.l.)
© Getty
Die drei wichtigsten Verpflichtungen der Mavs: Delonte West, Lamar Odom, Vince Carter (v.l.)

Am 25. Dezember ab 17.45 Uhr: Der NBA-Saisonstart mit Nowitzki LIVE bei SPOX!

#7 Lamar Odom

*6. November 1979

Größe/Gewicht: 2,08 Meter / 104 Kg

Position: Power Forward / Small Forward

NBA-Erfahrung: 10 Jahre

Klubs: Los Angeles Lakers, Miami Heat, Los Angeles Clippers

Die erste Reaktion war ein "Nein? Wirklich?". Nicht nur Brian Cardinal zeigte sich überrascht, wie eilig es das TV-Team damit hatte, bei den Mavericks die ersten Aufnahmen für die Reality-Sendung von Lamar Odom und seiner Frau Khloe Kardashian zu schießen.

Bei Odom selbst ist herauszuhören, dass ihm all der Trubel, den er aus L.A. mitbrachte, etwas unangenehm ist: "Ich werde mit meinen neuen Mitspielern, Coach Rick Carlisle und Besitzer Mark Cuban darüber sprechen."

Zumindest Dirk Nowitzki erteilte ihm Absolution: "Im Locker Room ist eh immer der Zirkus los. Daher ist es okay, solange die Kameras nicht vor meinem Haus stehen."

Mit seiner medialen Überpräsenz riskiert Odom, mehr als Celebrity denn als NBA-Profi wahrgenommen zu werden - dabei weiß er mit dem Basketball so behände umzugehen wie kaum ein anderer. Man könnte so weit gehen zu behaupten, dass Odom der einzigartigste Basketballer der Liga ist.

Niemand kombiniert die Größe und die Skills eines Big Man mit den Ball Handling und dem Überblick eines Point Guards wie er. Sein Idol der Kindheit war Jason Kidd - und wer Odom passen sieht, fühlt sich unweigerlich an seinen neuen Teamkollegen erinnert. Carlisle nennt ihn daher einen "Point Power Forward".

Entsprechend wird es nicht möglich sein, für Odom ein exaktes Aufgabenprofil zu umreißen. Mal wird er Nowitzki als Power Forward vertreten, mal Shawn Marion als Small Forward. Abhängig von Gegner und Taktik soll er, ähnlich wie beim WM-Sieg 2010 mit dem US-Team, auch als Center auflaufen.

Das alles wird ihm zugetraut, weil seine Palette an Talenten schier grenzenlos ist: Er scort zuverlässig (letzte Saison: 14,4 Punkte), reboundet exzellent (8,7), verteilt Assists (3,0) und trifft ordentlich von der Dreierlinie (38,2 Prozent). Carlisle: "Mit Lamar haben wir unserem Spiel unglaublich viele Dimensionen hinzugefügt."

Die Mavericks mussten Tyson Chandler gehen lassen - und ersetzen ihn durch den flexiblen Odom. Dadurch geht Dallas ein Center der Premium-Güte ab, dafür werden die Mavs unkonventioneller, unberechenbarer - und gefährlicher von der Bank. Mit Odom und Jason Terry verfügt der Meister über zwei Reservespieler, die in den letzten drei Jahren je einmal zum besten Sixth Man der NBA gewählt wurden.

Vince Carter: Half Man, Half Amazing mit der Dunk-Phobie

Delonte West: Die seltsame Mischung aus Barea und Stevenson

Brandan Wright: Kevin Garnett für Arme

Sean Williams: Block-Monster oder Faultier?

Monte Mathis: Der neue Defensiv-Guru

Haruka Gruber

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