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NBA: Dallas Mavericks - Houston Rockets 111:106

Chandler auf dem Weg zum All-Star

Von Philipp Dornhegge
Freitag, 28.01.2011 | 05:40 Uhr
Tyson Chandler war gegen Houston defensiv stark und offensiv für die Highlights zuständig
© Getty
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Mit 111:106 haben die Dallas Mavericks (30-15) einen Heimsieg im Texas-Derby gegen die Houston Rockets (22-26) eingefahren. Tyson Chandler war mit 21 Punkten und 15 Rebounds bester Spieler der Hausherren.

Backup-Point-Guard J.J. Barea (19 Punkte) überzeugte in der Schlussphase als Spielmacher, Dirk Nowitzki dagegen blieb blass. Der deutsche Superstar verbuchte zwar solide 18 Punkte, dazu aber nur 2 Rebounds.

Houston, das beinahe einen zwischenzeitlichen 25-Punkte-Rückstand gedreht hätte, hatte in Luis Scola (31) und Kevin Martin (27) seine besten Spieler.

Mavericks - Rockets: Die Highlights zum Spiel im Video bei ESPN

Reaktionen:

Rick Carlisle (Trainer Dallas) über ...

... die Matchwinner der Mavs: "Barea ist einer, der den Unterschied ausmachen kann. Und Chandler? Der wird immer mehr zu einem zentralen Bestandteil unserer Offensive. Das gefällt mir."

... Dirk Nowitzki: "Das erste Saisondrittel war er unser Superman. Im Moment müssen wir eben für ihn da sein."

Dirk Nowitzki (Dallas): "Ich fühle mich nicht richtig fit, aber es wird langsam besser. Besonders in der ersten Hälfte habe ich mich gut bewegt, aber nach der Pause wurde ich etwas müde."

J.J. Barea (Dallas): "Ohne Frage ist er nicht annähernd der Dirk Nowitzki, den wir kennen. Deshalb müssen alle anderen mehr machen. So können wir auch gewinnen, und Dirk zudem Zeit verschaffen, wieder in Form zu kommen."

Kevin Martin (Houston): "Wir haben alles versucht. Aber man nicht 25 Punkte in Rückstand geraten und erwarten, dass man noch gewinnt."

Shane Battier (Houston): "Die erste Hälfte war bei weitem unsere schlechteste Halbzeit in dieser Saison. Schlechter hätten wir nicht spielen können."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Die Mavs spielen, wie immer zuletzt, mit Kidd, Stevenson, Pavlovic, Nowitzki und Chandler. Für Houston beginnen Lowry, Martin, Battier, Scola und Hayes.

9. Minute: Die Rockets haben hier bislang zwei große Probleme: Sie kommen mit der Größe der Mavs unterm Korb nicht klar, und sie schmeißen im Spielaufbau reihenweise den Ball weg. Die Folge sind zahlreiche Fastbreaks der Hausherren. Dallas führt schon jetzt komfortabel, 28:10.

12.: Bei den Rockets geht nichts. Ein Beleg gefällig? Die Gäste haben nach einem Viertel 6 Field Goals, Chandler allein hat 7 Rebounds. 32:12 Mavs.

15.: Nach Brooks' zweitem Dreier sieht es für einen Moment so aus, als ginge es aufwärts für Houston. Doch dann wird eine 4:1-Fastbreak-Chance verschwendet, beim Offensivrebound springt Budinger ins Aus. Fürchterliche Leistung. Dallas hat überhaupt keine Mühe, den Vorsprung weiter anwachsen zu lassen. 45:20 Mavs.

21.: Das sieht man nicht oft! Nach einem Mavs-Ballverlust scheint Lowry auf und davon zu sein, doch Nowitzki ist ihm auf den Fersen. Der Point Guard steigt zum Layup hoch, wird von hinten aber vom Deutschen abgeräumt. 51:33 Mavs.

28.: Houston wehrt sich. Die Mavs haben ein bisschen nachgelassen, der Gegner trifft jetzt auch mal. Der Vorsprung ist innerhalb weniger Minuten auf 12 Punkte geschrumpft. Mavs-Coach Carlisle braucht eine Auszeit. 73:61 Mavs.

35.: Oha, da kann man die Buhrufe des Publikums im American Airlines Center verstehen: Battier steigt zum Dunk hoch, wird von Chandler aber ziemlich sauber abgeräumt. Die Schiedsrichter pfeifen trotzdem, Battier verkürzt weiter. 84:81 Mavs.

41.: Die Mavs haben den Lauf der Rockets gut überstanden. Barea zieht offensiv erstaunlich gut die Fäden, hat mit seinem eigenen Wurf etwas Glück und setzte zuletzt Marion ein. 98:89 Mavs.

46.: Hier geht's hin und her. Plötzlich wieder die Rockets mit einem Lauf. Scola macht den Unterschied für die Gäste aus. Mit dem Argentinier auf dem Feld ist Houston ein anderes Team. Doch es ist Martin, der per Layup auf 99:102 verkürzt.

48.: Terry macht den Deckel drauf. Mit vier Freiwürfen sorgt der sechste Mann der Mavs für den Endstand. 111:106 Mavs.

Der Star des Spiels: Tyson Chandler. Hat es sich etwa noch nicht bis nach Houston rumgesprochen, dass der Mavs-Center einen ordentlichen Wurf hat? Chandler bekam einige komplett offene Jumper, dazu sorgte er mit Alley-Oop-Dunks für Highlights. Mindestens genau wo wichtig: Er war todsicher von der Linie (11 von 12) und mit 15 Rebounds auch in dieser Hinsicht bester Mann des Spiels.

Der Flop des Spiels: Aaron Brooks. Seit sich der Point Guard der Rockets am Knöchel verletzte und ein paar Wochen ausfiel, ist er nicht mehr derselbe Spieler. Brooks hatte sich in den letzten anderthalb Jahren zu einem der explosivsten Guards der Liga entwickelt, der zudem tödlich von der Dreierlinie war. Davon ist aktuell nichts zu sehen. Kyle Lowry ist mittlerweile Houstons Starter, Brooks war gegen Dallas mit einer unterirdischen Quote (2 von 10) und 3 Ballverlusten erneut eine absolute Enttäuschung.

Analyse: Die Houston Rockets spielen in den letzten Wochen sehr ordentlichen Basketball und hoffen noch auf die Playoff-Teilnahme. Der Start ins Derby gegen die Mavericks war allerdings eine einzige Katastrophe. Dallas verteidigte gar nicht überragend, gestattete den Gästen vielmehr etliche Würfe in der Zone.

Doch Houston war völlig ohne Rhythmus, traf nichts und verursachte zudem etliche Ballverluste. Die Mavs wiederum waren sehr sicher aus dem Feld, hatten dank zahlreicher Fastbreaks aber auch leichtes Spiel. Die Partie änderte sich völlig, als die Rockets gegen Ende des zweiten Viertels besser ins Spiel fanden.

Plötzlich saßen die Würfe, die Mavs mussten sich offensiv mehr reinhängen und taten sich schwer, den Schalter umzulegen. Aus einem zwischenzeitlichen 25-Punkte-Polster war noch vor Beginn des vierten Viertels eine hauchdünne Führung geworden.

Als Houston jedoch drauf und dran war, tatsächlich die Führung zu übernehmen, riss sich Dallas zusammen. Der bärenstarke Tyson Chandler fightete, als ginge es um sein Leben, und bewarb sich damit nachhaltig um eine All-Star-Nominierung. In der von mittelprächtigen Centern geprägten Western Conference stehen seine Chancen nicht so schlecht.

Dazu war Barea in der Schlussphase ein richtig guter Spielmacher, der nicht nur seinen eigenen Wurf suchte, sondern auch die Kollegen einsetzte.

Keinen Einfluss auf den Spielverlauf hatte dagegen Dirk Nowitzki. Der Deutsche bewegt sich offenkundig immer besser nach seiner Knieverletzung, er traf auch einige Würfe. Aber in der Crunch Time wurden doch eher andere Optionen ausgelotet. Offenbar fühlte sich der leicht erkältete Nowitzki nicht gut genug, um das Team mit seinen patentierten Eins-Gegen-Eins-Moves zu tragen.

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