NBA: Dallas Mavericks - L.A. Lakers 109:100

Terry und Co. spielen Lakers schwindlig

Von Philipp Dornhegge
Donnerstag, 20.01.2011 | 06:41 Uhr
Jason Terry unterstrich gegen die Lakers einmal mehr seinen enormen Wert für die Mavericks
© Getty
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Dank einer famosen Teamleistung haben die Dallas Mavericks (27-14) einen 109:100-Sieg gegen Titelverteidiger L.A. Lakers (31-13) eingefahren. Im heimischen American Airlines Center beendete das Team von Dirk Nowitzki damit die Negativserie von sechs Pleiten in Folge.

Der deutsche Superstar spielte nach seiner Knieverletzung noch merklich gehemmt und zeigte sich nicht so treffsicher wie gewohnt (5 von 15 aus dem Feld).

Stattdessen zeigten vor allem die Reservisten Jason Terry und Shawn Marion (je 22 Punkte) sowie Routinier Jason Kidd (21 Punkte, 10 Assists) starke Vorstellungen. Kidd, der in den letzten beiden Partien nur 1 von 14 geschossen hatte, war diesmal mit 8 von 12 ein sicherer Punktelieferant.

Bei den Lakers überzeugten Pau Gasol (23), Kobe Bryant (21 Punkte, 10 Assists) und Lamar Odom (20 Punkte, 10 Rebounds). Die Defense des Meisters war dagegen alles andere als gut.

Mavs - Lakers: Die Highlights zum Spiel im Video bei ESPN

Reaktionen:

Mark Cuban (Besitzer Dallas): "Wenn man sein Team um einen Spieler aufbaut, und dieser Spieler dann ausfällt, dann ist das logischerweise eine schwere Situation. Plötzlich hat jeder versucht, in der Offensive zu viel zu machen, und das wiederum hat unserer Defense geschadet. Hoffentlich wird es jetzt wieder besser."

Phil Jackson (Trainer L.A.): "Sie haben uns schwindlig gespielt."

Kobe Bryant (L.A.): "Wir haben in der Defense den ganzen Abend Fehler über Fehler gemacht. Offensiv lief es ja ganz gut."

Andrew Bynum (L.A.): "Wir waren in der Defense zu faul. Wenn wir uns die Aufzeichnung ansehen, werden wir sehen, wie wir alle nur dumm rumstanden."

Jason Kidd (Dallas) über ...

... das Ende der Pleitenserie: "Wir sind eine erfahrene Truppe und waren verzweifelt auf der Suche nach einem Sieg. Wir sind aber nicht panisch geworden, sondern haben weiter zusammen gespielt, den Ball laufen lassen und uns den Erfolg so verdient."

... das Ende seiner Wurfmisere: "Als ich anfing, war ich kein großer Shooter. Insofern musste ich mir die Mentalität, es immer weiter zu probieren, erst erarbeiten. Zum Glück habe ich mit Jet und Dirk zwei Leute an meiner Seite, die genau wissen, wie es geht. Sie haben an mich geglaubt, mich aufgemuntert, und heute hat es endlich wieder geklappt."

Jason Terry (Dallas) über ...

... über das zurück gewonnene Selbstvertrauen: "Alle guten Teams machen irgendwann eine schwere Zeit durch. Uns wird das nur weiterbringen. Wir sind wieder da, und am Ende der Saison werden wir das letzte Team sein, das noch übrig ist."

... über Tyson Chandler: "Wir sind schon ein bisschen nervös geworden, als er in die Kabine musste und haben uns gefragt, was mit ihm los ist. Aber zum Glück konnte er weitermachen. Er ist sehr wichtig für uns, und heute hatte er einmal mehr großen Anteil daran, dass wir die Negativserie beenden konnten."

Shawn Marion (Dallas): "Den Sieg hatten wir bitter nötig."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Die Lakers starten mit ihrer Wunsch-Starting-Five aus Bynum, Gasol, Artest, Bryant und Fisher. Eine Überraschung gibt's bei den Mavs. Natürlich beginnen Kidd, Stevenson, Nowitzki und der wieder genesene Chandler. Aber als Small Forward beginnt Pavlovic, der Neuzugang mit dem Zehn-Tages-Vertrag.

6. Minute: Dallas hatte schon etliche offene Dreier. Aber sowohl Kidd als auch Stevenson und Nowitzki treffen nicht. Die Lakers machen es richtig und bemühen sich vor allem um leichte Punkte in Korbnähe. Mit Erfolg. 13:8 L.A.

11.: Auch wenn Kidd eben einen Dreier getroffen hat: Dallas hat mal wieder gewaltige Probleme, Punkte zu erzielen. Die Lakers machen die Zone dicht, und von außen wollen die Würfe nicht fallen. 24:16 L.A.

17.: Das ist einfach jämmerlich. Gasol bekommt den Ball im Post, Odom spaziert von der Birne in die Zone, wird vom Spanier bedient und schließt per Dunk ab. Kein Maverick war auch nur in der Nähe. Plötzlich ist die Offense besser, aber die Defense passt nicht. 37:33 L.A.

22.: Wow, das ging flott! Nach einem 0-von-7-Start von Downtown haben die Mavs 7 der letzten 8 Dreier getroffen. Und nach einem Fastbreak schließt Kidd per Jumper ab, der Gastgeber geht in Führung. 50:49 Dallas.

25.: Chandler, der nach seiner Grippe nur acht Minuten spielen konnte und erneut viel Zeit in der Kabine verbrachte, versucht es in der zweiten Hälfte noch mal. Für Dallas wäre das sehr wichtig. Denn ohne ihn hatte die Defense große Probleme.

30.: Nowitzki hat wirklich gewaltige Probleme, gegen Gasol zum Zug zu kommen. Bislang hat der Deutsche nur 3 seiner 12 Würfe im Korb unterbringen können. Nach seiner Knieverletzung wirkt er immer noch gehemmt. Dafür ist Jason Kidd richtig stark. 64:61 L.A.

36.: Die Mavericks sind komplett heiß gelaufen. Kidd zieht die Fäden, Marion und Pavlovic schießen die Lampen aus. Die Lakers schauen nur noch zu. 82:71 Dallas.

39.: Shawn Marion dreht die Zeit zurück und spielt, als wäre er Anfang 20. Überragender Coast-To-Coast-Fastbreak von Matrix, mit dem er das Aufbäumen der Lakers im Keim erstickt. Nächste Auszeit der Gäste. 90:77 Dallas.

45.: Das war es aber endgültig: Nowitzki im Eins-Gegen-Eins mit Gasol. Geduldig wartet der Deutsche auf seine Chance, zieht dann rechts am Spanier vorbei und versenkt mit Foul den Korbleger. Auch der Freiwurf sitzt, die Menge tobt. 104:91 Dallas.

Der Star des Spiels: Die Mavs-Reservisten. Nach der letzten Pleite gegen Detroit sagte Dirk Nowitzki noch: "Von der Bank kam nichts." Gegen die Lakers sah das schon ganz anders aus.  Als die Starter offensiv Probleme hatten, kamen Terry und Marion und brachten ihr Team zurück ins Spiel. Und es waren nicht nur die beiden: Auch Barea, Cardinal und Haywood trugen zu insgesamt 57 Bankpunkten bei und waren so der entscheidende Faktor für den klaren Sieg.

Der Flop des Spiels: DeShawn Stevenson. Seit einigen Spielen schon hat Stevenson große Probleme. Seine Bilanz in den letzten vier Partien: 3 von 19 aus dem Feld, 1 von 13 von der Dreierlinie, 8 Punkte. Gegen die Lakers spielte er zum ersten Mal im Januar weniger als 20 Minuten, traf erneut nichts (0 von 5) und sah noch schlechter aus, weil ausgerechnet Neuzugang Pavlovic an seiner Seite ein gutes Spiel machte.

Analyse: Nach sechs Pleiten in Folge begannen die Mavericks das Spiel sehr verhalten, fast unsicher. Der Champion zeigte anfangs, dass er nicht gewillt war, hier als Aufbaugegner zu fungieren. Die Lakers machten hinten die Zone dicht und zwangen den Gegner zu Distanzwürfen, vorne spielten Bryant, Gasol und Co. äußerst effektiv.

Erst als im Laufe der ersten Hälfte Dallas' Dreier zu fallen begannen, bröckelte das Bollwerk. Mit mehr Selbstvertrauen standen die Gastgeber in der Verteidigung besser, kamen so auch mal zu leichten Punkten und pirschten sich bis zur Halbzeit an L.A. heran.

Das dritte Viertel brachte dann die Vorentscheidung: Nach einem Acht-Punkte-Rückstand machten Marion, Terry und immer wieder Pavlovic Ernst, der bärenstarke Kidd bediente seine Mitspieler entweder oder schloss selbst ab. Die Gäste bekamen Punkt um Punkt eingeschenkt und wussten scheinbar gar nicht mehr, wie ihnen geschieht.

Abgesehen von Odom kam insbesondere von der Bank extrem wenig. Aber auch Artest und Fisher hätten mehr zeigen dürfen. So aber konnten die Mavs unbehelligt die Führung übernehmen und wurden auch in der Folge kaum mehr in Verlegenheit gebracht.

Nach mühsamem Start war dies endlich wieder eine richtig starke Leistung der Texaner. Darüber hinaus brachte auch noch Caron Butler während einer Auszeit gute Nachrichten: Im Gespräch mit "ESPN" erklärte er, dass er bald schon wieder spielen will.

"Ich hoffe, dass ich zu den Playoffs fit bin", so der Small Forward, der derzeit mit Patellasehnenriss ausfällt. "Ich bin heiß auf meine Reha und hoffe, dass ich in drei, vier Wochen wieder trainieren kann." Von wegen Saisonaus.

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