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NBA: Dallas Mavericks - Portland Trail Blazers 84:81

Mavs widerstehen dem zweiköpfigen Monster

Von Philipp Dornhegge
Mittwoch, 05.01.2011 | 05:54 Uhr
Marcus Camby machte J.J. Barea mit seiner schieren Größe das Leben enorm schwer
© Getty
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Mit einem hauchdünnen 84:81-Heimsieg über die Portland Trail Blazers (18-17) haben die Dallas Mavericks (26-8) den zweiten Erfolg in Folge gefeiert. Jason Terry und DeShawn Stevenson waren die Topscorer der Gastgeber.

Die beiden Flügelspieler markierten jeweils 18 Zähler, zudem war Tyson Chandler mit 14 Punkten und 13 Rebounds zur Stelle.

Für die Gäste präsentierten sich Marcus Camby (10 Punkte, 20 Rebounds, 4 Assists) und LaMarcus Aldridge (28 Punkte, 10 Rebounds) in überragender Form.

Reaktionen:

Rick Carlisle (Trainer Dallas): "Defensiv noch besser zu stehen ist ein Mittel, um unsere Ausfälle zu kompensieren. Wir haben heute gekämpft. So muss es laufen."

Nate McMillan (Trainer Portland): "Die Mavs haben wichtige Würfe versenkt, wir nicht. Sie haben die wichtigen Rebounds geholt, wir haben sie hergeschenkt. Wenn es um den Sieg geht, muss man zur Stelle sein."

Jason Terry (Dallas): "Ich glaube immer daran, dass der nächste Wurf reingeht."

Tyson Chandler (Dallas): "Das vierte Viertel gehört Terry. Er ist so eiskalt, und es macht umheimlich Spaß, ihm zuzusehen."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Dirk Nowitzki muss zum fünften Mal in Folge zuschauen, noch immer lässt das Knie keinen Einsatz zu. Noch schlimmer trifft die Mavs jedoch die Nachricht, dass sich Caron Butler tatsächlich die Patellasehne gerissen hat. Der Small Forward wurde bereits operiert, verpasst aber trotzdem den Rest der Saison.

Von Verletzungen kann Portland ein Lied singen. Die Blazers müssen auf die Dauerverletzten Roy und Oden verzichten und starten mit Miller, Matthews, Batum, Aldridge und Camby.

5. Minute: Carlisle mit der ersten Auszeit. Portland hat schon drei Offensivrebounds verbucht und in sechs von sieben Angriffen gepunktet. Defensiv wie offensiv ist Dallas ohne Rhythmus. 14:6 Portland.

13.: Die Mavs haben sich defensiv gefunden und schalten nach Ballgewinnen schnell um. Die Folge sind leichte Punkte. Zudem sind die Big Men Chandler und Haywood offensiv gut eingebunden. 29:26 Dallas.

24.: Turbulentes Ende der ersten Hälfte: Aldridge zunächst mit einem Alley-Oop-Dunk, auf der anderen Seite wird Stevenson beim Last-Second-Dreier gefoult. Weil die Schiedsrichter aber lange mit dem Pfiff zögern, regt sich Kidd fürchterlich auf und wird mit einem technischen Foul belegt. Stevensons drei Freiwürfe bedeuten eine 43:40-Führung der Mavs zur Halbzeit.

28.: Tip-Dunk von Camby, der schon jetzt ein Double-Double auf dem Konto hat. Klar, den Mavs fehlt ein großer Power Forward, sodass Chandler und Haywood den offensivstarken Aldridge verteidigen müssen. Camby nutzt seine Freiheiten sehr effektiv. 47:46 Dallas.

34.: Schlampiges Spiel auf beiden Seiten. Dallas mit etlichen Turnovers, Portland ohne Rhythmus und Teamspiel. Gäste-Coach McMillan will eine Auszeit. Zwischendurch kommt Jubel bei den Fans auf, weil auf der Anzeigetafel die Pleite der Spurs bei den Knicks verkündet wird. 56:56.

40.: Bei Terry geht in diesem Spiel nichts zusammen. Der Shooter erzwingt viele seiner Würfe, die Quote (3 von 12 aus dem Feld) rechtfertigt das aber nicht im geringsten. Einen weiteren Fehlwurf nutzt Mills im Gegenzug zum Dreier - Ausgleich und Auszeit Dallas. 67:67.

46.: Jetzt dreht Terry doch noch auf. Mit dem letzten Dreier schraubt er sein Punktekonto allein im letzten Viertel auf 8, aber viel wichtiger: Er sorgt für den Ausgleich, nachdem Portland sich schon abzusetzen drohte. Das wird noch eine enge Kiste. 77:77.

48.: Stevenson for three! Die Nummer 92 krönt eine starke Leistung mit dem vorentscheidenden Treffer aus der Distanz. Das American Airlines Center tobt, die Blazers sind konsterniert. 82:78 Dallas.

Der Star des Spiels: Jason Terry. Jet ist schon ein Phänomen. Drei Viertel lang wirft er nur Fahrkarten und frustriert die Zuschauer zeitweise mit Lethargie, doch sobald der vierte Abschnitt anbricht, ist er voll da. So auch gegen Portland. Nach sechs Punkten in den ersten 36 Minuten des Spiels nagelte Terry in der Schlussphase Wurf um Wurf rein. Stevensons Dreier sorgte für die Vorentscheidung (der Assist kam von Terry), Terry machte mit einem weiteren Jumper den Deckel drauf.

Der Flop des Spiels: Rudy Fernandez. Der Spanier kann so unheimlich spektakulär spielen. Er kann ungemein effektiv sein. Gegen Dallas war er weder das eine noch das andere. Spielte Fernandez schon beim ersten Gastspiel der Saison erschreckend, war er diesmal der schwächste Akteur auf dem Court. Die dezimierten Blazers sind auf Punkte von der Bank und damit von Fernandez angewiesen, aber der Shooting Guard bemühte sich nicht einmal um Würfe.

Analyse: Die Mavericks sind immer noch dabei herauszufinden, wie sie ohne Dirk Nowitzki und Caron Butler Erfolg haben können. Der Deutsche wird hoffentlich bald zurück kommen, aber für den Small Forward ist die Saison endgültig beendet. Gegen Portland war das Fehlen zweier kreativer Köpfe deutlich zu spüren.

Dallas fehlte im Angriff ein Fixpunkt, einer, der aus jeder Situation und vor allem konstant im Eins-gegen-Eins scoren kann. Terry ist das nur bedingt, der in Frage kommende Rodrigue Beaubois fehlt noch verletzt. Umso besser, wenn das Zusammenspiel klappt und sich jeder Spieler so einbringt, wie es seinen Stärken entspricht.

Chandler arbeitete wie besessen an den Brettern, Haywood zeigt einige hübsche Jumphooks, Marion und Cardinal machten die Drecksarbeit. Und Kidd war derjenige, der seine Kollegen in Szene setzte. Ebenso wichtig: Dass sich die Mavs nach verschlafener Anfangsphase in der Defense richtig reinknieten.

Die zuvor offenen Würfe der Blazers wurden nun attackiert, auch die Zone funktionierte einmal mehr gut. Eigentlich bereiteten den Hausherren nur zwei Akteure Kopfschmerzen: Marcus Camby und LaMarcus Aldridge.

Der erfahrene Camby war an den Brettern nicht zu kontrollieren und betätigte sich von der Birne aus sogar als Playmaker, Aldridge hat sich in diesem Jahr zum All-Star-Kandidaten gemausert und ist längst der beste Spieler seines Teams - auch mit Brandon Roy. Im Endeffekt entschieden wenige Szenen über Sieg und Niederlage. Szenen, in denen Dallas mehr Glück als der Gegner hatte.

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