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NBA Power Ranking im Dezember: Die Celtics drängen nach oben

Kyrie Irving und die Boston Celtics rollen das Feld im Osten langsam von hinten auf.
© getty

Der zweite Saisonmonat ist rum und zumindest in einigen Bereichen gibt es mittlerweile etwas Klarheit - Zeit also für das neue Power Ranking. SPOX-Redakteur Ole Frerks nimmt den Puls aller NBA-Teams und ordnet sie ein.

Alle in diesem Artikel verwendeten Statistiken stammen von basketball-reference.com, Second Spectrum und nba.com/stats.

Von 29 auf 30: Phoenix Suns (4-24).

Normalerweise gibt es zu diesem Zeitpunkt in jeder Conference mehrere abgeschlagene Teams. Dass die Suns im Westen das einzige sind, lässt sie noch schlechter aussehen - obwohl sie das ohnehin schon ganz gut selbst hinbekommen. Da Devin Booker zuletzt ausfiel und Deandre Ayton nicht mehr ganz so stark auftrat wie zum Saisonstart, konnte man sich die meisten Suns-Spiele von Beginn an sparen. Dass dieses Team die Bucks trotz einer 35-10-Statline von Giannis besiegen konnte, ist auch mehrere Wochen später unglaublich. Es geht nur noch darum, welcher Contender Trevor Ariza erlöst.

Von 25 auf 29: Chicago Bulls (6-22).

Der alte Coach wurde entlassen, der neue hat nicht einmal eine Woche gebraucht, um beinahe eine Meuterei seitens der Spieler auszulösen. In seinem dritten Spiel kassierten die Bulls ihre höchste Niederlage der Franchise-Geschichte (-56 gegen Boston). Ansonsten ist alles bestens in Chicago! Im Ernst: Viel merkwürdiger hätte der Start für Jim Boylen nicht laufen können, obwohl die Bulls dank Lauri Markkanen per Game-Winner gegen OKC gewinnen konnten. Vielleicht haben die Meetings ja für Klärung gesorgt, darauf wetten sollte man angesichts von Boylens Aussagen aber wohl nicht.

Von 28 auf 28: Atlanta Hawks (6-20).

Es geht nicht um Siege bei den Hawks, sondern um Entwicklung. Und in dieser Hinsicht begeistert in letzter Zeit John Collins: Der Big Man verpasste die ersten 15 Spiele der Saison, ist nun aber zurück und bekommt von Lloyd Pierce eine größere Rolle, insbesondere als Playmaker. Den schockierenden Sieg gegen die Nuggets besorgte Collins fast im Alleingang (30 Punkte, 12 Rebounds, 5 Assists!). Wenn jetzt noch Trae Young Schritt halten würde - das Passing des Nr.5-Picks bereitet Freude, aber der angepriesene Wurf? Über die letzten 15 Spiele hat Young 21,6 Prozent von Downtown getroffen.

Von 30 auf 27: Cleveland Cavaliers (6-21).

Die Cavs haben ihre Lage mittlerweile endlich erkannt und in den letzten zwei Wochen für Kyle Korver und George Hill immerhin vier künftige Picks angehäuft, dazu ist Matthew Dellavedova zurück beim "Vizemeister". Weitere Deals dieser Art dürften folgen, auch John Henson könnten sie vor der Deadline noch einmal traden. In der Zwischenzeit sind die Cavs immer noch ziemlich schlecht, aber nicht mehr so schlecht wie zum Saisonstart (4 Siege aus den letzten 11 Spielen). Zu einem großen Anteil liegt das an Collin Sexton (18,8 PPG bei 49 Prozent eFG über die letzten 15 Spiele).

Von 27 auf 26: New York Knicks (8-20).

So langsam erinnert Kevin Knox an den Spieler, der in der Summer League noch so positiv aufgefallen war - seine 26 Punkte und 15 Rebounds gegen Charlotte erreichte in der NBA-Geschichte vor dem 20. Geburtstag sonst nur LeBron James, auch wenn die Knicks dabei erneut auf die Mütze bekamen. An guten Tagen hat dieses Team aber durchaus Firepower: In den letzten elf Spielen gab es immerhin Siege gegen Milwaukee (inklusive Stepover von Mario Hezonja vs. Giannis), Memphis, Boston und New Orleans. Tim Hardaway Jr. könnte mit seiner guten Saison noch zum Trade-Chip werden.

Von 21 auf 25: Brooklyn Nets (10-18).

Die Verletzung von Caris LeVert hat dieses Team erwartungsgemäß übel erwischt. Brooklyn hat seit dem Ausfall seines besten Spielers nur vier Siege aus 14 Spielen geholt, obwohl die Nets oft auch gegen gute Teams durchaus Siegchancen hatten - aber zumeist keinen Closer. Dabei wird die Defense im Saisonverlauf sogar beständig besser, die Offense jedoch geht im Gleichschritt zurück. D'Angelo Russell empfiehlt sich nicht als Fixpunkt einer funktionierenden Offense, was für seine anstehende Restricted Free Agency Implikationen haben könnte. Immerhin: Der OT-Sieg gegen Toronto machte Spaß.

Von 24 auf 24: Orlando Magic (12-15).

Mit dieser Bilanz stehen die Magic im Osten Stand jetzt immer noch auf einem Playoff-Platz - was vor allem die beiden hier folgenden Teams beschämen sollte. Es wird aber wohl nicht dabei bleiben. Aus den letzten zehn Spielen hat Orlando nur noch drei Siege geholt, in diesem Zeitraum waren lediglich fünf Teams via Net-Rating (-5,7) schlechter. Die Offense erlebte im November ein Zwischenhoch, über die Saison gehört Orlando aber eindeutig zu den schwächsten Teams in Angriff, trotz der potenziellen All-Star-Saison von Nikola Vucevic. Der Trend geht nach unten.

Von 26 auf 23: Washington Wizards (11-16).

Kriegen die Wizards so langsam die Kurve? Die Ergebnisse werden zumindest besser, von den letzten 16 Spielen wurden immerhin neun gewonnen, was im Osten nach Playoff-Bilanz schreit. Dass Washington trotzdem regelmäßig in seine Einzelteile zerfällt (-25 gegen Philly, -21 gegen NOLA, -15 gegen Cleveland), spricht nicht dafür, dass alle internen Probleme behoben sind, dazu gibt es neue Verletzungssorgen um John Wall und die Defense stinkt weiterhin. Dennoch: Trotz eines 2-8-Starts werden die Wizards wohl in die Playoffs stolpern. Der Osten macht's möglich.

Von 22 auf 22: Miami Heat (11-15).

Verletzungen haben bei den Heat in dieser Saison schon zu einigen sehr merkwürdigen Lineups geführt, bisweilen haben sie kaum Guards, die einsatzfähig sind. Insofern ist es erfreulich, dass Justise Winslow zuletzt mehr und mehr als Playmaker auftritt und die wohl beste Phase seiner jungen Karriere absolviert. Die Defense der Heat ist stark (Top 7 über die letzten zehn Spiele), die Offense ist es nicht ("Top" 22). Angesichts des Talents im Team (Winslow, Josh Richardson, Bam Adebayo) könnte ein stärkerer Jugend-Fokus Sinn ergeben, dafür ist Erik Spoelstra aber vermutlich zu ehrgeizig.

Von 18 auf 21: Houston Rockets (12-14).

Schon mehrfach dachte man, dass nach einem bestimmten Spiel ja endlich die Wende geschafft sein könnte bei der größten Enttäuschung der jungen Saison. Daraus wurde aber bisher nie etwas, im Gegenteil: Auch von den letzten zehn Spielen hat Houston wieder sieben verloren. Die Probleme sind vielfältig und gehen von fehlender Tiefe über miserable Defense bis zu schlechtem Shooting. GM Daryl Morey muss bald handeln, wenn die Saison noch gerettet werden soll. Mittlerweile ist ein Punkt erreicht, an dem man sich nicht mehr auf "James, CP3 und Capela machen das schon" verlassen darf.

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