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NBA Spielbericht: Doncic führt die Mavs zum Comeback-Sieg über die Rockets

Von Laif Karl
Luka Doncic dreht das Match im Alleingang und erzielt 11 Punkte hintereinander.

Die Dallas Mavericks (13-11) gewinnen zum neunten mal in Folge auf heimischen Court und ziehen so mit ihrer Serie aus der Championship-Saison 2010/11 gleich. Luka Doncic entscheidet das Match in der Schlussphase und besiegelt den 107:104-Sieg (BOXSCORE) gegen die Houston Rockets (11-14).

Erneut stand Rookie Jalen Brunson als Ersatz für Dennis Smith Jr. in der Starting Five. Der Sophomore fiel aufgrund einer Verletzung am rechten Handgelenk das zweite Spiel in Folge aus. Maxi Kleber war unterdessen wegen einer unbekannten Verletzung am Zeh nicht einsatzbereit. Ansonsten gab es zu Beginn keine Überraschungen und beide Teams starteten direkt heiß in das Match.

Die Rockets versenken sofort ihre ersten zwei Würfe aus der Ecke, in dieser Saison nahmen sie bisher die zweitmeisten Würfe von diesem Spot. Doch auch die Mavs fanden sogleich ihren Rhythmus und bewiesen besonders viel Einsatz am offensiven Brett, DeAndre Jordan hatte zu diesem Zeitpunkt öfters das feine Händchen.

Bereits in den ersten fünf Minuten gab es sieben Führungswechsel und das Spiel wurde auf beiden Seiten schnell gemacht. Jedoch hatten die Rockets deutliche Probleme in der Transition-Defense, zu oft waren sie zu langsam und oder unaufmerksam und ließen somit einfache Punkte zu oder waren zu Fouls gezwungen.

Harden bekam schließlich nach gut sieben Minuten sein drittes Foul von Luka Doncic angehängt, welcher ihn klever an der Dreierlinie verleitete. Somit musste der Shooting Guard mit 10 Punkten auf die Bank. Daraufhin tat sich sein Team etwas schwer zu scoren, was die Mavs gnadenlos ausnutzten. Letztendlich startete Houston allerdings einen 8:0-Lauf, blieb so im Spiel und versenkte alleine sechs Dreier im ersten Viertel.

Weiterhin blieb das Match eng, obwohl beide Teams teils fragwürdig Entscheidungen trafen und es eine ganze Zeit lang sehr hektisch auf dem Court zuging. Bis zur Halbzeit ist dann aber vor allem Jordan positiv hervorzuheben, welcher extrem aktiv war, unterm Korb arbeitete und schon 12 Punkte und 10 Rebounds auf dem Konto hatte.

Zum Wiederanpfiff gab es bereits 15 Führungswechsel zu bestaunen und Harden verwandelte direkt seinen fünften Wurf von Downtown. Jedoch folgten vier schnelle Turnover der Rockets hintereinander, sodass die Mavs sich die erneute Führung erspielen konnten. Brunson (14 Punkte) heizte in dieser Phase die Fans in Dallas an und hämmerte den Fastbreak-Dunk rein.

James Harden dreht auf - Luka Doncic legt nach

Dennoch blieb Houston dran, angeführt von ihren Veteranen Harden, Chris Paul und endlich mal wieder Eric Gordon. Zuletzt konnte der 30-Jährige eher selten überzeugen und äußerte sich zudem in den vergangenen Tagen über seine Unzufriedenheit.

Immer mehr stach in den nächsten Minuten dann die Dominanz des MVPs hervor, er traf einige seiner legendären Step-Back-Dreier und führte seine Jungs selbstbewusst an. Trotz Hardens 15 Zählern im dritten Spielabschnitt, ging es mit einem Gleichstand (84:84) in das Schlussviertel.

Erneut häuften sich Ungenauigkeiten der Teams und die zuvor so hohe Geschwindigkeit nahm immer mehr ab. Dann jedoch legten die Rockets einen 7:0-Run hin und brachten die Mavs ins Schwitzen. Doncic kam einfach nicht ins Match und es mussten andere Spieler gefunden, die die Scoring-Last tragen. Allerdings fand fünf Minuten lang kein Ball seinen Weg in den Korb und Dallas hatte Grund nervös zu werden.

Noch drei Minuten auf der Uhr, die Mavs lagen mit acht Zählern hinten, allerdings begann nun die furiose Doncic-Show. Der Rookie verwandelte zwei Dreier hintereinander und zog daraufhin selbstbewusst zum Korb für vier weitere Punkte. Es war kaum zu fassen - Doncic haute den Step-Back-Wurf von Downtown rein, legte im Alleingang einen 11:0-Lauf hin und bescherte den Mavs die Führung.

Nachdem Paul zwei wichtige Freiwürfe vergab, verkürzte Harden zwar noch einmal auf drei Punkte, Dallas ließ sich den Sieg aber nicht mehr nehmen. Gordon hatte die Chance, mit einem Dreier die Over-Time zu forcieren, die Defense der Mavs blieb allerdings aufmerksam.

Doncic beendete das Match mit 21 Punkten (7/17 FG) und 7 Rebounds und war somit gemeinsam mit Wesley Matthews (21 Punkte, 4/7 3FG) Top-Scorer des Heimteams. Jordan blieb bei seinen 12 Zählern (6/9 FG), sicherte sich jedoch insgesamt 20 Boards.

Auf Seiten der Rockets überragte Harden mit 35 Punkten (11/22 FG) und 8 Assists, allerdings hatte er auch 6 Turnover auf dem Konto. Chris Paul kam auf 23 Zähler (10/20 FG) und ebenfalls 8 Assists.

Die wichtigsten Statistiken

Dallas Mavericks (13-11) vs. Houston Rockets (11-14) 107:104 (BOXSCORE)

  • Bereits zur Halbzeitpause gab es in diesem Match 15 Führungswechsel und 11 mal stand es Unentschieden. Bis zum Schluss konnte sich keines der Teams wirklich absetzen, nicht ein Viertel wurde mit mehr als drei Punkten von einer der Seiten gewonnen. Letztendlich waren insgesamt 26 Führungswechsel die Folge.
  • Die Rockets starteten stark von der Dreierlinie und verwandelten 6 ihrer ersten 13 Versuche von Downtown im Korb. Im weiteren Spielverlauf ließ diese Quote jedoch nach und auch MVP James Harden warf vermehrt daneben (6/16 3FG). Über das gesamte Match verteilt traf Houston 31,9 Prozent von draußen bei immensen 47 Versuchen (2/13 3FG im 4. Viertel).
  • Dallas trumpfte vor allem mit dem ausgeglichen Scoring ihrer Starter auf. Schon zum Ende des dritten Spielabschnitts hatten alle fünf Spieler eine zweistellige Punktzahl auf dem Konto. Dorian Finney-Smith erzielte die meisten Zähler von der Bank aus und kam auf 14 Punkte (5/8 FG).
  • Die Mavericks fuhren ihren neunten Heimsieg in Folge ein und stehen damit nun bei einer überraschend starken Bilanz von 13-11. Die Rockets auf der anderen Seite mussten ihre dritte Niederlage in aufeinanderfolgenden Spielen einstecken.

Dallas Mavericks vs. Houston Rockets: Die Stimmen zum Spiel

Rick Carlisle (Mavericks-Coach) über Luka Doncic: "Er hat keine Angst. Sowas sieht man nicht alle Tage. Es sind einzigartige drei oder vier Minuten, was auch immer er da gemacht hat."

Mike D'Antoni (Rockets-Coach): "Ich dachte, dass wir gut gespielt haben. Ich glaube die gute Nachricht nach all dem ist, dass wenn wir mit dieser Intensität spielen, eine Menge Spiele gewinnen werden."

Der Star des Spiels

Luka Doncic. Über weite Strecken sah es nicht danach aus, doch schlussendlich muss der Rookie diesen Titel einfach mitnehmen. Im Alleingang brachte er die Mavs zurück ins Geschehen, scheute sich nicht den schwierigen Wurf zu nehmen und entschied somit das Spiel. 11 aufeinanderfolgende Punkte in den letzten drei Minuten, das soll dem Slowenen erstmal einer nachmachen.

Der Flop des Spiels

Eric Gordon. Zwischenzeitlich schien der Shooting Guard seinen Rhythmus gefunden zu haben, doch in der Schlussphase enttäuschte er. Zuerst versuchte Gordon den Lauf von Doncic mit einem Dreier zu stoppen und traf gerade mal so den Ring. Der letzte Wurf des Spiels ging ebenfalls an ihn und obwohl man in dieser Situation keinen Treffer erwarten kann, spiegelten die letzten Minuten seine Gesamtleistung ziemlich akkurat wider.

Coaching Move des Spiels

Rick Carlisle stellte seine Jungs offensiv sowie defensiv gut auf die Gegner aus Houston ein. Über weite Strecken konnten die Mavs ihren eigenen Spielstil durchbringen und überzeugten vor allem in der Transition. Die Rockets hatten Probleme mit dem Tempo mitzuhalten und konnten sich besonders zu Beginn des Matches oftmals nur mit Fouls helfen. Ohne die starke Performance von James Harden im dritten Viertel wäre Dallas wohl schon zu diesem Zeitpunkt davongezogen.

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