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NBA Power Ranking im November: Wie weit bringt Jimmy Butler die Philadelphia 76ers?

© getty

Der erste Saisonmonat ist durch und am Wochenende erfolgte auch noch der erste Blockbuster-Trade - höchste Zeit also für ein Power Ranking! SPOX-Redakteur Ole Frerks nimmt den (frühen) Puls aller NBA-Teams und ordnet sie mithilfe von Strength of Schedule, Net-Rating und Co. ein.

Alle in diesem Artikel verwendeten Statistiken stammen von basketball-reference.com, Second Spectrum und nba.com/stats.

Von 24 auf 30: Cleveland Cavaliers (2-11).

Der Coach (Ty Lue) ist weg, der Neue (Larry Drew) hatte nur bedingt Lust auf den Posten als Interims-Coach. Ein ehemaliger Assistant Coach (Jim Boylan) hat die Cavs verklagt. Kevin Love und George Hill sind verletzt, Cedi Osman auch. Mehrere Veteranen wollen weg, darunter J.R. Smith, und in der Zwischenzeit zweifeln sie mehr oder weniger offen an Hoffnungsträger Collin Sexton. Ansonsten läuft alles bestens in Cleveland. Um das nochmal zu betonen: Mit fast genau diesem Kader erreichte LeBron letztes Jahr noch die Finals. Das wird mit jedem Tag ein bisschen unglaublicher ...

Von 25 auf 29: Phoenix Suns (2-11).

Devin Booker ist nach wie vor ein klasse Scorer und macht als Playmaker Fortschritte, wenngleich er dabei noch einen weiten Weg vor sich hat (6,4 Assists, 4,6 Turnover). Deandre Ayton ist die erwartete Double-Double-Maschine und T.J. Warren weiß, wo der Korb hängt (seine Nebenleute wiederum ...). Ansonsten funktioniert nicht viel in Phoenix. Nur drei Teams verteidigen schlechter, was nicht schockiert - aber Phoenix stellt dazu auch noch die schlechteste Offense. Wer hätte gedacht, dass Point Guards einen gewissen Nutzen haben? Und was ist eigentlich mit Josh Jackson passiert?

Von 30 auf 28: Atlanta Hawks (3-11).

Es gibt Spiele, in denen man genau erkennen kann, wo Atlanta spielerisch hinwill. Mit einer irren Pace spielen die Hawks ohnehin, an guten Tagen fallen auch die Dreier und Trae Young orchestriert eine schnelle Offense, in der der fast 42-jährige Vince Carter aus irgendeinem Grund immer noch effektiv ist und 360-Dunks versenkt. Diese Tage sind bisher rar gesät und im Normalfall bekommen die Hawks auf die Mütze, weil es vorne einfach an Talent fehlt (das Defensiv-Rating ist mit Platz 23 sogar besser als erwartet). Aber: Die Idee ist da und Young scheint dafür genau der richtige Spieler zu sein.

Von 28 auf 27: New York Knicks (4-10).

Die Knicks sind ohne Kristaps Porzingis an den meisten Tagen in Sachen Talent zwar unterlegen, aber Coach David Fizdale hat es immerhin bereits geschafft, ihnen eine gewisse Grundkompetenz zu vermitteln, auch wenn gerade offensiv noch sehr viel fehlt. Bisweilen würde man sich fast noch etwas mehr Vertrauen für die jungen Spieler wünschen, es geht ja um nicht viel. Nachdem die Kyrie- und Butler-Träume mittlerweile wohl beide abgehakt sind, muss sich New York umso mehr auf Kevin Knox, Frank Ntilikina und Co. konzentrieren. Ein Lichtblick: Mitchell Robinson!

Von 14 auf 26: Washington Wizards (4-9).

Die Wizards sind vom Talent her viel besser als diese Platzierung und es ist gut möglich, dass sie nächstes Mal deutlich höher auftauchen. Aber diese latente Lustlosigkeit, dieser eklatante Mangel an Teamchemie und dieses an Arbeitsverweigerung grenzendes Auftreten vor allem in der Defensive gehört dann doch abgestraft. Ja, Dwight Howard war eine Weile verletzt, eine Entschuldigung für das schlechteste Defensiv-Rating der Liga ist das bei diesem Kader aber nicht. Bei diesem Auftreten drängt sich ein Aufbruch des Beal-Wall-Porter-Kerns Woche für Woche mehr auf.

Von 25 auf 25: Chicago Bulls (4-10).

Zach LaVine ist eine veritable Scoring-Maschine - der Shooting Guard ist wieder fit und legt bei Punkten (27,1), Assists und Rebounds Career Highs auf, auch in der Crunchtime gab es schon einige Heldentaten von ihm. Die Defense der Bulls war zunächst erwartungsgemäß katastrophal, nach der Abschlachtung seitens der Warriors wurde es zuletzt aber besser. Von einem guten Team sind die Bulls noch weit entfernt und Jabari Parker passt bisher nur bedingt rein, aber es gibt Lichtblicke. In Abwesenheit von Bobby Portis und dem Finnisher sieht Wendell Carter wie ein künftiger Star aus.

Von 27 auf 24: Orlando Magic (6-8).

Die erneute Verletzung von Jonathan Isaac war ärgerlich, zumal es eine der Hauptaufgaben von Coach Steve Clifford ist, die richtige Rolle für den jungen Big Man zu finden. Unter anderem bezüglich seines Fits neben Rookie Mo Bamba, der bisher alles andere als gut mit der NBA zurechtkommt. In der Zwischenzeit schmeißen bei den Magic wie gewohnt Evan Fournier, Aaron Gordon und Nikola Vucevic die Show - und Orlando gehört mal wieder zu den drei schlechtesten Offensiv-Teams der NBA. Irgendwann muss eine Lösung auf der Eins her, auch wenn D.J. Augustin ordentlich spielt.

Von 20 auf 23: Dallas Mavericks (5-8).

Eigentlich sollte in Dallas die Freude über den starken Saisonstart von Luka Doncic und auch, zugegebenermaßen in etwas geringerer Dosis, von Maxi Kleber überwiegen. Stattdessen liest man von Neid der Veteranen gegenüber Doncic und von Irritation über schlechte Leistungen von DeAndre Jordan. Ganz nebenbei sind die Mavs laut Net-Rating um mehr als 15 Punkte besser (!), wenn Dennis Smith Jr. nicht auf dem Court steht. Wann gibt Dirk Nowitzki endlich sein Debüt? Vielleicht sorgt seine Präsenz ja für etwas positivere Stimmung in Big D.

Von 15 auf 22: Miami Heat (5-8).

Die Heat haben zwar die besten City Jerseys, dafür aber keine fitten Point Guards. Goran Dragic schlägt sich mit kleineren Verletzungen rum, sein de-facto-Backup Dwyane Wade weilt beim neugeborenen Kind. Wades Erfahrung könnten die Heat dabei gut gebrauchen: Schon viermal verlor Miami noch Spiele, in denen sie zweistellig geführt hatten. James Johnson fehlt vor allem defensiv: Platz 19 beim Defensiv-Rating ist für die normalerweise sehr auf Defense ausgerichteten Heat nicht gut genug. Immerhin macht die Entwicklung von Josh Richardson Spaß (20,5 Punkte pro Spiel).

Von 23 auf 21: Brooklyn Nets (6-8).

Die Verletzung von Caris LeVert ist natürlich ein Dämpfer, auch wenn sie zum Glück nicht so schlimm ausfiel wie zunächst befürchtet. Der Swingman war bis dato ein ganz heißer Kandidat auf den MIP-Award und Brooklyns bester Spieler, dem gemeinsam mit Big Man Jarrett Allen die Zukunft gehören soll. Nun rückt gerade D'Angelo Russell wieder etwas mehr in den Fokus. Bemerkenswert: Trotz des recht niedrigen Talent-Levels hatte Brooklyn dank des Systems von Coach Kenny Atkinson bisher eins der besten Offensiv-Ratings der Liga. LeVert war allerdings der wichtigste Teil davon ...

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