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NBA

NBA: Nächster Sieg für die Mavs - Celtics blamabel, Bucks galaktisch

Von SPOX
26 NBA-Teams waren in der Nacht vor Thanksgiving im Einsatz.
© getty

Fast die komplette Liga war in der Nacht vor Thanksgiving im Einsatz - und die Partien hatten es in sich! Die Mavericks setzten ihren Aufwärtstrend fort, während die Celtics sich zuhause blamiert haben. Milwaukee und Toronto marschierten derweil beeindruckend weiter und James Harden ist wieder in MVP-Form.

Charlotte Hornets (9-8) - Indiana Pacers (11-7) 127:109 (BOXSCORE)

Es muss nicht immer eine Scoring-Gala von Kemba Walker sein, damit die Hornets Erfolg haben können. Nicht, dass der zuletzt so überragende Point Guard in der Partie gegen Indiana nicht ebenfalls wieder gut gespielt hätte - aber diesmal konnte sich Walker mal wieder vermehrt aufs Playmaking konzentrieren. Die Hornets bestachen durch Ausgeglichenheit in der Offense und konnten von der Dreierlinie nahezu nicht daneben werfen (18/29 3FG).

Zwei zusätzliche Faktoren spielten ihnen dabei in die Karten. So musste Indiana zum einen ohne Victor Oladipo antreten und zum anderen konnte der effektivste Pacer dank Foul-Trouble nur wenig spielen: Domantas Sabonis startete überragend in die Partie und versenkte seine ersten sieben Würfe allesamt, doch in der Folge kam er kaum noch zum Zug und so insgesamt nur auf 19 Minuten Einsatzzeit (15 Punkte), bis er ausfoulte.

Die verbliebenen Pacers versuchten zwar einiges, doch spätestens im dritten Viertel übernahm Charlotte endgültig die Kontrolle und setzte sich komfortabel auf mehr als 20 Punkte ab, sodass die Comeback-Hoffnung der Pacers früh im Keim erstickt wurde. Im letzten Viertel musste Walker beispielsweise gar nicht mehr zurück auf den Court.

Für Kemba standen so am Ende 16 Punkte und 11 Assists zu Buche, Topscorer der Hornets war in dieser Partie Jeremy Lamb mit 21 Punkten und fünf weitere Spieler landeten in Double Figures. Bei den Pacers erzielte Bojan Bogdanovic 20 Punkte.

Philadelphia 76ers (13-7) - New Orleans Pelicans (10-8) 121:120 (BOXSCORE)

Was war das für ein komischer Abend für Anthony Davis? Innerhalb eines Spiels gab es für die Braue einen Meilenstein, eine extrem seltene 5x5-Statline und dann am Ende doch die riesige Enttäuschung als tragische Figur - dabei wurde ihm die Möglichkeit, das Spiel mit einem Triumph zu beenden, eigentlich auf dem Silbertablett serviert. Doch es sollte anders kommen, am Ende waren es die Gastgeber, die trotz diverser Fehler in der Crunchtime gerade so mit dem Sieg in den Abend gehen konnten.

Die Partie begann dabei schon durchaus bemerkenswert. Unbeeindruckt von den jüngsten Berichten um Markelle Fultz zeigte vor allem Joel Embiid direkt eine ganz starke Vorstellung mit 15 Punkten im ersten Viertel, während Davis in der Anfangsphase seinen 10.000. Karriere-Punkt als bisher achtjüngster Spieler der Geschichte erzielte. Davis war indes nicht derjenige, der sein Team offensiv im Rennen hielt - das waren eher Jrue Holiday und E'Twaun Moore mit jeweils 30 Punkten sowie Julius Randle, der von der Bank auf 22 Punkte kam.

Philly dominierte das erste Viertel zwar deutlich (38:25), die Pelicans bissen sich aber zurück in die Partie und kamen auch am Ende wieder in Schlagdistanz, nicht zuletzt deshalb, weil Embiid (31 Punkte, 19 Rebounds, aber auch 7 Turnover) und Ben Simmons (22 Punkte, 6 Turnover) in den Schlussminuten nicht immer die richtigen Entscheidungen trafen und Jimmy Butler nicht sein bestes Spiel machte (13 Punkte, 5/16 FG). Moore und Nikola Mirotic (13 Punkte, 13 Rebounds) schossen NOLA so am Ende wieder ran und 2,5 Sekunden vor Schluss foulte Simmons Davis beim versuchten Dreier - bei exakt 3 Punkten Unterschied.

Davis hatte also die Chance, die Partie auszugleichen. Der Big Man hatte zwar offensiv die ganze Partie über einen schweren Stand (zu diesem Zeitpunkt 10 Punkte, 4/13 FG und 6 Turnover), dafür glänzte er in jeder anderen Kategorie: 16 Rebounds, 6 Assists, 5 Steals und 5 Blocks verzeichnete Davis. Nun hätte er dieses 5x5-Spiel krönen können, doch der dritte Freiwurf verfehlte sein Ziel - und so wurde es dann doch nichts mit dem Happy End. Dieses gab es nur für die Sixers, die nun bereits ihren vierten Sieg in Folge feiern durften.

Atlanta Hawks (3-15) - Toronto Raptors (15-4) 108:124 (BOXSCORE)

Kawhi Leonard war nicht mit dabei, ebenso wenig wie O.G. Anunoby. Kein Problem jedoch für die Raptors, die sich in dieser Saison wieder und wieder als bärenstarkes Kollektiv präsentieren - und das galt auch in dieser Partie. Wobei ein Spieler dann doch besonders hervorstach: Kyle Lowry lieferte eins der individuell wohl besten Spiele der bisherigen Saison.

In 32 Minuten Einsatzzeit kam Lowry auf 21 Punkte (7/12 FG), schnappte sich 12 Rebounds und verteilte 17 Assists (!) bei nur 2 Ballverlusten (!) - viel mehr kann man von einem Point Guard nicht erwarten. Für den All-Star war es das elfte Triple-Double seiner Raptors-Karriere, in der Geschichte der Franchise wurden von allen anderen Spielern lediglich zwölf aufgelegt.

Am deutlichen Sieg gegen die überforderten Hawks blieb so natürlich überhaupt kein Zweifel, zumal auch Jonas Valanciunas (24 Punkte, 13 Rebounds), Pascal Siakam (22) und Serge Ibaka (19) richtig stark aufspielten. Das ließ sich bei den Hawks nur über Jeremy Lin sagen, der starke 26 Punkte von der Bank auflegte.

Apropos Bank: Von dieser kam auch Vince Carter, der insgesamt 14 Punkte erzielte - darunter auch einen Meilenstein: Ausgerechnet per Dunk - und ausgerechnet gegen die Raptors - knackte der 41-Jährige die 25.000-Punkte-Marke in der NBA. Er ist der 22. Spieler, der diese Marke erreicht.

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