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NBA

Statement-Sieg der Golden State Warriors! OKC Thunder in Hälfte zwei chancenlos

Von Philipp Jakob
Stephen Curry und die Warriors feiern einen Blowout-Sieg gegen die Thunder

Dank einer spektakulären zweiten Halbzeit gewinnen die Golden State Warriors (46-14) haushoch gegen die Oklahoma City Thunder (34-27). Beim 112:80-Sieg (BOXSCORE) machen die Dubs nach dem Pausentee den eigenen Korb dicht, während Kevin Durant und Co. auf der anderen Seite Dreier um Dreier versenken.

So viel Firepower auf beiden Seiten und doch gab die Defense in den Anfangsminuten den Ton an. Sowohl die Thunder als auch die Warriors hatten das komplette erste Viertel über mit Problemen in der Offense zu kämpfen, was vor allem an der hohen Intensität der Verteidigungen lag. So konnte sich zunächst kein Team absetzen.

Ähnlich ging es auch im zweiten Abschnitt weiter. Die Dubs blieben Mitte des Durchgangs sogar vier Minuten lang ohne eigenen Punkt. Nach einer Auszeit von Head Coach Steve Kerr explodierten die Hausherren allerdings mit einem 7:0-Lauf, mit dem sie die Führung und auch die Kontrolle übernahmen. Auf einmal bewegte sich der Ball viel besser durch die eigenen Reihen und die Würfe begannen zu fallen. Mit einer 52:45-Führung gingen die Warriors schließlich in die Halbzeitpause.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Thunder. Dank Russell Westbrook starteten die Gäste einen 11:0-Lauf. Das Spiel war wieder gedreht. Lange dauerte es allerdings nicht, bis die Warriors und damit auch die Fans in der Oracle Arena wieder Oberhand gewannen.

Die Dubs antworteten mit einem eigenen 9:0-Lauf, gegen Ende des Durchgangs setzten sie sich mit mehreren Dreiern von Kevin Durant, Andre Iguodala und Nick Young sowie starker Lockdown-Defense sogar bis auf 18 Zähler ab (84:66). Besser wurde es aus Sicht der Thunder im Schlussabschnitt auch nicht mehr.

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Young blieb brandheiß von Downtown, während Draymond Green mit einem krachenden Dunk das Ausrufezeichen auf die Scoring-Explosion der Dubs setzte. Auf einmal betrug der Vorsprung der Gastgeber 24 Punkte, damit war die teils hitzige Partie mit einigen Nickligkeiten entschieden.

Bester Mann war Durant, der 28 Punkte (10/20 FG) erzielte und sich 5 Rebounds schnappte. Auch Stephen Curry überzeugte mit seiner starken Offense (21 Punkte, 9 Rebounds), während Young (16 Punkte, +23) und Iguodala (7 Punkte, 7 Assists, +29) wichtige Impulse von der Bank lieferten. Klay Thompson hatte zwar Probleme mit seinem Wurf (11 Punkte, 1/11 Dreier), zeigte in einigen Situationen aber bockstarke Defense.

Apropos Probleme mit dem Wurf: Paul George erwischte gegen die Warriors einen rabenschwarzen Abend und erzielte nur 5 Punkte (1/14 FG, 1/9 Dreier). Besser machten es Carmelo Anthony (14 Punkte, 6/17FG), Steven Adams (14 Punkte, 7 Rebounds) und Russell Westbrook (15 Punkte, 12 Rebounds, 7 Assists). Das reichte am Ende aber bei Weitem nicht, um gegen spektakulär aufspielende Warriors den dritten Sieg in Folge einzufahren.

Golden State Warriors vs. Oklahoma City Thunder: Die wichtigsten Statistiken

  • In der Saison 2017/18 hatten die Warriors bisher arge Probleme zu Beginn der Partien. Im ersten Viertel gab der amtierende Champion vor dem All-Star Break durchschnittlich 30 Punkte an den Gegner ab. Mit JaVale McGee in der Starting Lineup funktionierte es schon gegen die Clippers besser, auch an diesem Abend war die Defense von Beginn an auf der Höhe. OKC traf in den ersten zwölf Minuten nur 21,4 Prozent aus dem Feld und erzielte gerade einmal 19 Zähler.
  • Einige dieser Punkte erarbeiteten sich die Thunder am offensiven Brett. Oklahoma City schnappte sich allein im ersten Viertel 8 Offensiv-Rebounds. In der ersten Halbzeit waren es am Ende 11 Offensiv-Rebounds, die sie in 16 Second-Chance-Points ummünzten. Im Laufe der Partie bekam Golden State die Reboundarbeit besser unter Kontrolle: Die Thunder hatten am Ende 14 Offensiv-Rebounds im Boxscore stehen, GSW kam selbst auf 12 Bretter (insgesamt 54:43 für GSW).
  • Nach anfänglichen Problemen fanden die Warriors im dritten Viertel schließlich in ihren Wurfrhythmus. Gerade von Downtown lief es deutlich besser als bei den Thunder. Curry (5 Dreier), Durant (4) und Young (4) spielten mit ihrem sicheren Distanzwurf eine wichtige Rolle beim entscheidenden Run der Dubs. Golden State versenkte insgesamt 44,7 Prozent (17/38) von Downtown. OKC kam dagegen nur auf eine schwache Quote von 26,5 Prozent (9/34 Dreier).

Golden State Warriors vs. Oklahoma City Thunder: Hier geht's zum BOXSCORE!

Golden State Warriors vs. Oklahoma City Thunder: Die Stimmen

Kevin Durant (Warriors): "Wir sind Champions. Wir haben eine Bilanz von 46-14. Wir machen das schon die letzten zwei Jahre, wir müssen einfach nur wir selbst sein."

Billy Donovan (Thunder-Coach) über Paul George: "Er hat über lange Zeit auf einem sehr hohen Level in der Offensive gespielt, da passiert eine Nacht wie heute einfach mal."

Der Star des Spiels

Kevin Durant. In den entscheidenden Phasen sowohl im zweiten als auch im dritten Viertel war Durantula zur Stelle. Von seinen 28 Punkten erzielte Durant 13 im zweiten und 9 im dritten Abschnitt. Zudem überzeugte auch er mit seiner individuellen Defense.

Der Flop des Spiels

Paul George. Seine One-on-One-Defense war auch an diesem Abend über jeden Zweifel erhaben, offensiv lief für den 27-Jährigen dagegen absolut nichts zusammen. George traf nur einen seiner 15 Feldwurfversuche und erzielte 5 magere Pünktchen.

Coaching Move des Spiels

Warriors-Coach Steve Kerr bemängelte zu Beginn der Partie vor allem die schlechte Execution seines Teams, sowohl in der Offense als auch in der Defense. Nachdem die Dubs Mitte des zweiten Viertels über vier Minuten lang keine Punkte erzielten, nahm Kerr eine Auszeit - und fand offenbar genau die richtigen Worte. Nach dieser Auszeit waren die Warriors nicht wiederzuerkennen: In der Offense lief der Ball auf einmal wunderbar durch die Reihen, bis der offene Mann gefunden wurde (36 Assists bei 42 Field Goals!), mit zahlreichen Backdoor-Cuts setzten sie der Thunder-Defense immer wieder zu. Auf der anderen Seite forcierten sie einige Ballverluste und hatten immer eine Hand im Gesicht des Angreifers. So ermöglichten sich die Dubs den Lauf im zweiten Viertel ebenso wie den spielentscheidenden Run im dritten Abschnitt.

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