Game 4: Houston Rockets - San Antonio Spurs 125:104

2-2! Rockets überrennen lahme Spurs

Von Dirk Funk
Montag, 08.05.2017 | 06:18 Uhr
Die Spurs-Verteidigung verzweifelte gegen Harden
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Durch eine überragende Teamleistung und einen ganz starken James Harden konnten die Houston Rockets die West Semis zum 2-2 ausgleichen. Die San Antonio Spurs setzten nur in einem Viertel Akzente und verloren deutlich. Am hieß es 125:104 (BOXSCORE).

Das unheimlich wichtige Spiel 4 trat für die Rockets vor dem Tip-Off erstmal in den Hintergrund - Patrick Beverly bekam unmittelbar vor dem Spiel die Nachricht, dass sein Großvater kurz zuvor verstorben war. Sichtlich emotional eingenommen stand Beverly dennoch auf dem Feld und wurde mehrmals von seinen Gefühlen übermannt. Als er zu Beginn des Spiels direkt einen Dreier traf, zeigte er mit Tränen in den Augen in Richtung Himmel.

Vielleicht dadurch motiviert, für Beverly - der den Rockets jedes Spiel mit unglaublich viel Energie versorgt - einzustehen, agierten die Rockets von Anfang an höchst konzentriert und zeigten eine ganz starke Teamleistung. Beverly selber machte mit 10 Punkten, 6 Assists und gewohnt aktiver Verteidigung ein gutes Spiel und bekam jede Menge Hilfe. James Harden spielte mit 28 Punkten und 12 Assists stark auf, Eric Gordon überragte von der Bank (22 Punkte, 8/13 FG) und mit Trevor Ariza (16 Punkte, 7/9 FG), Ryan Anderson (13 Punkte), Lou Williams (13 Punkte) und Bobby Brown (11 Punkte) konnte Houston insgesamt auf sieben zweistellige Scorer zählen.

San Antonio fand zu keinem Zeitpunkt eine Antwort auf die frenetische Pace der Rockets, die dazu auch noch 19 Dreier trafen. Jonathon Simmons war mit 17 Punkten von der Bank Topscorer seines Teams. Kawhi Leonard (16 Punkte, 7/14 FG) präsentierte sich ungewohnt unauffällig und auch LaMarcus Aldridge (16 Punkte, 5 Rebounds) konnte nicht an seine zuletzt gezeigte Leistung anknüpfen.

Die Reaktionen:

James Harden (Rockets): "Unsere Pace hat heute den Unterschied (zu den verlorenen Spielen) gemacht. Wenn wir mit hoher Pace spielen, Stops bekommen und den Ball rebounden, haben wir sehr gute Chancen zu gewinnen."

Gregg Popovich (Coach Spurs): "Wenn man sich Ausschnitte von unserer Transition-Defense heute anschaut, sollte man alle unsere Spieler traden und mich feuern."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Für den verletzten Tony Parker agierte erneut Rookie Dejounte Murray. Neben ihm standen Danny Green, Kawhi Leonard, LaMarcus Aldridge und Pau Gasol von Anfang an auf dem Parkett. Houston startete wie gewohnt mit Patrick Beverly, James Harden, Trevor Ariza, Ryan Anderson und Clint Capela.

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1. Viertel: Besser hätten sich die Rockets den Start nicht wünschen können. Houston nutzte die Ballverluste und Fehlwürfe der Spurs, um das Spiel schnell zu machen und konnte so immer wieder leichte Punkte in der Transition einsammeln. Besonders James Harden überragte mit 8 Punkten und 5 Assists. San Antonio suchte Gasol und Aldridge unterm Korb und schaffte es dabei, immerhin Capela mit zwei schnellen Fouls auf die Bank zu befördern. 34:22 Rockets.

2. Viertel: Houston kühlte ein wenig ab und San Antonio kämpfte sich durch Offensivrebounds zurück in das Spiel. Capela sammelte nach drei Minuten sein drittes Foul ein und musste direkt wieder auf die Bank. Houston hielt mit einem starken Lou Williams und Anderson, der auf der Fünf den Court breitmachte, dagegen. Die Schlussphase gehörte aber wieder den Spurs. Erst traf Mills aufeinanderfolgende Dreier und dann hatte Murray seinen Auftritt, als er zweimal hintereinander per Korbleger traf und dann einen weiteren Korberfolg assistierte. 57:53 Rockets.

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3. Viertel: Mal wieder offenbarten sich kontrastierende Offensivtaktiken. Während bei San Antonio jede Aktion unter dem Korb stattfand, punkteten die Rockets vor allem von draußen. Harden traf zwei unnachahmliche Stepback-Dreier und fand mehrfach einen erfolgreichen Dreierschützen. Mit einem 17:4-Lauf setzten sich die Rockets in dieser Phase ab. Simmons verkürzte mit einem Dreier, doch Anderson antwortete eiskalt von draußen, kurz bevor die Sirene zum Viertelende ertönte. 91:76 Rockets.

4. Viertel: Houston startete brandheiß in das Schlussviertel. Eric Gordon traf direkt Back-to-Back-Dreier, Harden legte nach und auch beim Zug zum Spurs-Korb herrschte Tag der offenen Tür. Patty Mills und Simmons verhinderten zunächst einen noch größeren Rückstand. Das Spiel war schnell außer Reichweite für die Spurs und so schickte Coach Popovich fast ausschließlich Bankspieler auf das Parkett. Endstand: 125:104 Rockets.

Game 4: Rockets vs. Spurs: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: James Harden. The Beard fand von Anfang an seinen Rhythmus, spielte eine ganz starke Partie und strahlte eine enorme Sicherheit für seine Teamkollegen aus.

Der Flop des Spiels: Danny Green. Der treffsichere Defensivspezialist konzentrierte sich vor allem auf seine Verteidigung, hatte dieses Mal aber keinen entscheidenden Effekt. Dazu gesellte sich eine nicht nennenswerte Offensivleistung. 3 Punkte (1/4 FG) sind deutlich zu wenig in einem Spiel, in dem Leonard dringend Hilfe benötigt hätte.

Das fiel auf:

  • Kawhi Leonard spielte eine durchwachsene Partie, was vor allem an der Defensivtaktik der Rockets lag. Ähnlich wie San Antonio es bei Harden macht, formierten sie mit mehreren Verteidigern eine Wand, sobald er in Richtung Korb zog. Da sein Sprungwurf nicht durchgängig fiel, merkte man ihm eine gewisse Unsicherheit an und Leonard traf ungewohnt schlechte Entscheidungen. So lief er beispielsweise einfach zwei Rockets-Spieler um und erntete ein Offensivfoul. Dabei spielt natürlich auch eine Rolle, dass die Rockets auf Grund des fehlenden Spacings der Spurs den Platz klein machen konnten.
  • Mike D'Antoni traf erneut eine wichtige und richtige taktische Entscheidung, indem er Ryan Anderson zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst auf der Bank ließ und Eric Gordon beginnen ließ. Wegen der Verletzung von Nene und der Foulprobleme von Capela, hatte Anderson eine schwere Defensivaufgabe als Center und wurde konstant attackiert. Mit der Entscheidung nahm D'Antoni den Spurs die Möglichkeit, das Matchup weiter auszunutzen und im Gegenzug lief Gordon direkt heiß und sicherte die Führung.

  • Houston zeigte die perfekte Balance, mit hoher Pace zu spielen, aber nicht zu überdrehen. Hauptverantwortlich dafür ist natürlich Harden, der in diesem Spiel zu jeder Zeit die Kontrolle behielt. San Antonio hingegen agierte teilweise kopflos. Ohne einen Kawhi Leonard in Topform, merkte man doch, dass Point Guard Tony Parker phasenweise fehlt. Murray machte einen respektablen Job, ist aber natürlich noch nicht bereit die Rolle als Floor General direkt übernehmen zu können.

  • Der Heimfluch, der auf Ryan Anderson lastete, ist scheinbar beendet. Anderson traf nach 19 Fehlversuchen von draußen in der eigenen Arena seinen ersten Dreier. Die Erleichterung war ihm anzusehen und dementsprechend befreit spielte er danach auf. Mit 13 Punkten (5/10 FG) und drei Dreiern war Anderson ein wichtiger Faktor für den Sieg.

Das Playoff-Bracket im Überblick

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