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NBA

LeBron, König der Loser

LeBron James

Wenn LeBron James ein episches Battle gegen einen Teamkollegen verliert, ein Spieler seines Namens beraubt wird und sich ein Agent gleich zweimal blamiert, dann heißt es endlich wieder: Thank God it's Friday.

Verlierer der Woche:

LeBron James hat in seiner Basketball-Karriere schon so einige Niederlagen einstecken müssen. Angefangen bei den Division-II-Championships an der High School bis hin zur Finals-Niederlage gegen die Golden State Warriors waren so einige Rückschläge dabei. Doch immer kehrte der King stärker zurück als zuvor.

Nun graut dem Rest der NBA schon vor der kommenden Rache, denn James hat erneut eine deftige Schlappe hinnehmen müssen. Es geschah in den Schlussminuten des Spiels zwischen den Cleveland Cavaliers und den New York Knicks.

LeBron und der Rest der Cavs waren offensichtlich angeödet von den Knicks, die schon seit Minuten verzweifelt einem 32-Punkte-Rückstand hinterherliefen. Also forderte James Kyrie Irving auf der Bank zum Duell. Die Disziplin: Waterbottle Challenge.

Jedem Kritiker, der LBJ nun gleich wieder vorwerfen möchte, er wäre nicht am Puls der Zeit, sei eines gesagt: Du hast Recht. Waterbottle Challenge? Gähn. Die hat in den Sozialen Medien inzwischen einen längeren Bart als James Harden. Schon Anfang Oktober war die Aufgabe, eine Wasserflasche so in die Luft zu werfen, dass sie nach einer Umdrehung senkrecht auf dem Boden stehen bleibt, wieder out.

Aber sei's drum: Das Duell stand, die Waffe war gewählt. Und es wurde ein Desaster für LeBron. Nicht nur, dass sich Uncle Drew als waschechter Waterboy entpuppte und die Flasche sauber auf dem Boden platzierte - nein, James blamierte sich bei seinem Versuch auch noch gründlich.

Der sonst mit so viel Gefühl in der Flosse ausgestattete King warf die Flasche in hohem Bogen aufs Spielfeld und musste anschließend vollen Körpereinsatz zeigen, um ihr wieder Herr zu werden. Zum Glück blieb James die ultimative Schmach erspart, dass die Refs das Spiel unterbrechen mussten, um ihm sein Fläschchen zu geben. Puh.

Verlierer der Woche, Teil II

Donatas Motiejunas hat einen Agenten. Kein Witz! Angesichts der jüngsten Ereignisse schwer vorstellbar, aber der Litauer wird wirklich beraten. Er lauscht und vertraut den Worten von B.J. Armstrong, seines Zeichens Repräsentant der Wasserman Media Group. Er hätte es mal besser nicht getan.

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Ein kurzer Abriss der Geschehnisse: Nach langer Verletzung und einem aufgrund seiner Rückenprobleme missglückten Trades zu den Detroit Pistons wollte kein Team den Restricted Free Agent in der Offseason verpflichten.

Vor wenigen Tagen unterschrieb Motiejunas dann ein Arbeitgeber-freundliches Offer Sheet der Brooklyn Nets über 37 Mio. Dollar für vier Jahre, die Houston Rockets matchten.

Doch der Power Forward wollte nicht nach Houston zurück - Berichten von ESPN zufolge deshalb, weil die Rockets nur die 31 Millionen mitgingen, zu denen sie laut CBA verpflichtet waren. Bei den restlichen 6 Millionen handelt es sich um mit den Nets vereinbarte Bonuszahlungen.

Und wie reagierte D-Mo? Er tauchte auf Anraten von Armstong einfach mal nicht zur medizinischen Untersuchung bei den Rockets auf.

"Wir haben unsere Rechte", tönte der Agent und dreifache NBA-Champion: "Wir werden nicht nach Houston kommen. Und wir werden sehen, was passiert." Das Problem an der Sache: Jeder, der die Regeln kennt, weiß, was passiert.

Entweder lässt Rockets-GM Daryl Morey Motiejunas bis März in der Luft hängen, danach könnte er für die letzten sechs Saisonwochen anderswo unterschreiben. Alternativ kann Houston sein Angebot aus Nächstenliebe zurückziehen, dann wäre eine Unterschrift bei einer anderen Franchise schon früher möglich. Doch das scheint äußerst unwahrscheinlich.

Schon vor dieser Posse war Motiejunas bei seiner Historie nicht gerade erste Wahl in der Liga. Ach, ja: Nach Brooklyn darf D-Mo übrigens nicht. Für die Nets wäre er in beiden Fällen erst einmal ein Jahr lang gesperrt. Ein Trade ist übrigens auch nicht drin, dafür hätte er vor dem 23. November unterschreiben müssen. Fazit: Alles ganz schöner Käse.

Für jemanden, der nach zwei Rücken-Operationen und einer langen Pause einen Strohhalm gereicht bekommt, um wieder in der Liga Fuß zu fassen, das denkbar schlechteste Szenario. Vielen Dank auch, B.J.!

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