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Der Unbezwingbare

Von Yannick Zühlke
Sonntag, 18.06.2017 | 14:16 Uhr
George Mikan (r.) war der erste Big Man und Star der NBA
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Er hat den Basketball über Jahre dominiert und war der erste echte Star der NBA. George Mikan zeigte, dass große Menschen Basketball spielen können und ebnete so den Weg für Spieler wie Kareem Abdul-Jabbar und Shaquille O'Neal, trotzdem hatte er immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Heute wäre er 93 Jahre alt geworden.

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 1. Juni 2015.

Die Center-Position ist eine der wichtigsten im Basketball, bei vielen der besten Teams aller Zeiten war sie sogar die wichtigste. Die zentrale. Der Center muss in der Defense den Ring beschützen, Rebounds holen und in der Offense für leichte Punkte in Korbnähe sorgen.

Sie brachte viele große Spieler hervor: Zwei Jahrzehnte lang zerbrachen sich Coaches ohne Erfolg den Kopf, wie Kareem Abdul-Jabbar vom Punkten abzuhalten ist. Von Hakeem Olajuwons Fußarbeit haben wohl noch immer einige Gegner Knoten in den Beinen und Shaquille O'Neal ließ so manchen gestandenen NBA-Profi wie einen Schuljungen aussehen. Doch die Karrieren dieser sowohl sinnbildlich als auch körperlich großen Spieler wären ohne George Mikan vielleicht niemals so verlaufen.

Dass er das Spiel für alle Zeiten verändern sollte, hätte in seiner Jugend wohl niemand von gedacht. Der in Illinois geborene Mikan war ein schlaksiger Junge mit dicker Brille, der aufgrund seiner Erscheinung häufig gehänselt wurde. Er ging sogar leicht gebückt, um kleiner auszusehen und weniger aufzufallen.

Zu groß für Basketball

Aber vor allem galt er als zu groß, um Basketball zu spielen. Eigentlich absurd. Heutzutage gilt Größe nahezu als Grundvoraussetzung, um erfolgreich Basketball zu spielen - die meisten aktuellen NBA-Center sind noch größer als der 2,08-Meter-Mann. Doch damals bestand der Glaube, dass den Langen die nötige Mobilität fehle.

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Auch während seiner Highschoolzeit zeichnete sich sein späterer Erfolg nicht ab. Von seinen Teamkollegen musste sich Mikan sogar Witze über seine Größe gefallen lassen, was ihm sehr zu schaffen machte. Ursprünglich wollte er sogar Pfarrer werden, entschied sich dann aber doch dazu, Basketball zu spielen.

Nun hatte Coach George Keogan, der Trainer seines Wunschcolleges Notre Dame, allerdings kein Interesse an dem Riesen mit kroatischen Wurzeln und bezeichnete ihn als "hoffnungslos und unbeholfen". Mikan musste auf seine zweite Wahl, die DePaul University, zurückgreifen. Was zuerst eine große Enttäuschung war, sollte sich am Ende allerdings als glückliche Fügung des Schicksals herausstellen.

In Illinois traf Mikan nämlich auf seinen größten Förderer, den Rookie-Coach Ray Meyer. Dieser erkannte das Potential und formte ihn in wochenlangem Einzeltraining zu einem beweglicheren und härteren Spieler. Auch sein späteres Markenzeichen trainierte sich Mikan in dieser Zeit an - den Hookshot. Über 20 Jahre vor Kareem war er der erste Center, dessen Hakenwurf die Gegner zur Verzweiflung brachte.

Dominant trotz Regeländerungen

Mikan war am College von seinen Gegenspielern nicht zu verteidigen, noch schlimmer war jedoch seine Defense. Er selbst sagte später: "Wir haben eine Zonenverteidigung gespielt, bei der ich den Korb bewacht habe. Wenn der Gegner geworfen hat, bin ich einfach hoch gesprungen und habe den Ball über dem Korb weggeschlagen."

Damals gab es noch keine Regel, die das Goaltending unterband, da niemand glaubte, dass irgendein Mensch dazu überhaupt in der Lage sei. Bis Mikan kam. Noch während seiner Zeit am College wurde das Goaltending verboten.

An Mikans Erfolg änderte allerdings auch die neue Regel nichts. In seinen letzten beiden Jahren am College dominierte er weiter und erzielte im Schnitt über 23 Punkte pro Spiel. 1946 unterschrieb er bei den Chicago American Gears in der National Basketball League, einer Konkurrenzliga der NBA, seinen ersten Profivertrag.

Seiner Größe kombiniert mit dem Hookshot und seiner harten Spielweise, die dazu führte, dass er und seine Gegenspieler sich regelmäßig kleinere Verletzungen zuzogen, wusste auch auf Profiniveau niemand etwas entgegenzusetzen. Bereits in Mikans erster Saison als Profi führte er die Liga in Sachen Scoring an und wurde Champion.

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Seite 2: Wechsel, Erfolg und Geldsorgen

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