Andrew Wiggins bei den Timberwolves

Star wider Willen

Freitag, 13.02.2015 | 17:34 Uhr
Andrew Wiggins ist beim All-Star-Wochenende ein vielgefragter Mann
© getty
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Andrew Wiggins gilt als größtes Talent seit LeBron James. Nach Startschwierigkeit ist er endlich angekommen in der NBA und bei den Minnesota Timberwolves. Der Kanadier ist das Versprechen in einer bessere Zukunft, dabei ist das Rampenlicht so gar nicht seins.

"Er ist ein großartiges Talent, sie haben ein gutes Puzzleteil bekommen", sagte LeBron James nachdem ihm sein Gegenüber 27 Punkte eingeschenkt hatte. Sein Gegenüber war ein 19 Jahre alter Junge, ein Junge, der bis kurz vor Saisonstart noch in seinem Team stand, ehe er für Kevin Love nach Minneapolis getradet wurde.

Andrew Wiggins hat das Geschäft verstanden. Die Fans lechzen nach diesen Geschichten. Also bedient er sie. Wiggins ist das nicht anders gewohnt. Schon sein Vater Mitchell spielte eins in der NBA für Chicago, Houston und die 76ers. "Er sagte mir, dass Basketball erst einmal ein Business ist. Er meinte einfach, dass ich hart arbeiten soll, damit die Leute mich respektieren." Andrew setzte den Rat um und sein Talent weckte früh das Interesse der Basketballwelt. Und doch widerstrebt ihm dieser Rummel.

"Er ist ein ernster Junge"

Wiggins wirkt in sich gekehrt. Er ist niemand, der sonderlich viel von sich preisgibt, keiner der großen Wert auf die Show-Bühne NBA legt. "Er ist ein ernster Junge. Er versucht alles aufzusaugen. Viele sagen, dass er zurückhaltend ist. Ich glaube einfach, dass das ein Teil seiner Lebensumstände ist. Er steht seit seinem zwölften Lebensjahr im Fokus der Öffentlichkeit", sagt Coach Flip Saunders über seinen Schützling.

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Und so hatte der Kanadier auch nie wirklich Lust, über seinen Trade zu sprechen. Auch auf die Frage, ob er nicht gerne mit James und Kyrie Irving zusammengespielt hätte, entgegnet er nur ein "nicht wirklich". Von Wehmut keine Spur.

Es ist ihm anzumerken, dass er Cleveland zeigen will, dass sie einen Fehler gemacht haben. Und doch ist es ein Segen für ihn, bei den Timberwolves zu spielen. "Ich glaube, es hilft Andrew auf jeden Fall. In Cleveland hätte er sofort gewinnen müssen", schätzt Teamkollege Shabazz Muhammad die Lage ein.

Von Gewinnen ist man in Minnesota weit entfernt. Die Wolves befinden sich wieder einmal im Rebuild. Coach Flip Saunders hat einen Haufen junger Spieler zusammen, die zwar talentiert sind, aber auch noch eine Menge lernen müssen.

Ein Start mit Problemen

Mit Ricky Rubio, Kevin Martin und Nikola Pekovic gibt es zwar eigentlich auch gute Veteranen im Team, aber verschiedenste Verletzungen sorgten dafür, dass eigentlich nie alle gleichzeitig zur Verfügung standen.

Die Young Guns durften sich austoben, durften Fehler machen - allen voran Wiggins. Das Talent hatte Probleme seine Dominanz vom College in Kansas in die NBA zu transportieren. Ihm fehlte es an der nötigen Aggressivität, zudem bereitete ihm das höhere Tempo Sorgen. Anstatt mit aller Macht den Korb zu attackieren, stoppte er vorher oder nahm wenig vielversprechende Floater. Der letzte Glaube in sein Spiel fehlte.

In seinen ersten 26 Spielen traf er so nicht mal die Hälfte seiner Versuche direkt am Korb (47,7 Prozent). Wiggins versuchte den Kontakt zu vermeiden, anstatt ihn so aufzunehmen, dass er trotzdem zum Abschluss kommt. Es brauchte eine Initialzündung, es brauchte das Cleveland-Spiel. Seit seinen 27 Punkten erlebt man einen anderen Wiggins.

Das Selbstvertrauen ist da. Von durchschnittlich 12 Punkten (38,5 Prozent), 4 Rebounds und 1,3 Assists steigerte er sich seit dem Cavs-Spiel auf 18,3 Punkte, (46,6 Prozent), 4,7 Rebounds und 2,5 Assists.

Duell mit LeBron als Wendepunkt

Wiggins selbst bezeichnet die Partie als Wendepunkt und als künftige Messlatte. "Einer der Trainer sagte mir ‚einige Spieler können das an einem Abend schaffen, aber die großartigen Spieler machen das jeden Abend'. Das hat sich in meinem Kopf festgesetzt." Drei Mal in Folge wurde Wiggins zum Rookie des Monats gewählt.

Er ist das letzte Versprechen, des so mit Vorschusslorbeeren überhäuften Draft-Jahrgangs. Eine schwere Verletzung nach der anderen stoppte viele der anderen Top-Picks, so dass die Ernennung zum Rookie des Jahres nur über ihn gehen kann. "Ich glaube, im ersten Monat war es recht offen, aber jetzt wo Wiggins konstant ist, wird er es schaffen, wenn er so weitermacht", analysierte Ex-Spieler Dennis Scott das Rennen.

Es wäre eine Premiere für einen Timberwolf. Rubio wurde 2012 Zweiter, Stephon Marbury gelang dies 1997. Für Kevin Love und Kevin Garnett reichte es sogar nur zu Platz 6. Dafür führte KG das Team achtmal in die Playoffs. Zuletzt 2007. Seitdem war die Saison für die Wolves immer nach 82 Spielen um. Playoffs gab es nur im Fernsehen. Die große Beachtung bekamen andere Teams, erhielten andere Spieler.

Toronto als Ziel

Dieses Wochenende fällt zumindest ein wenig vom ganz großen Ruhm auf die Timberwolves ab. Minnesota ist gleich mit vier Spielern beim All-Star-Weekend vertreten. Es ist zwar nur die Rising Star Challenge, die kleine Bühne. Wiggins steht dann wieder im Mittelpunkt und spielt mit Gorgui Dieng im Team World gegen seine Teamkollegen Zach LaVine und Muhammad vom Team USA.

Die große Bühne soll dann folgen - im kommenden Jahr in der Heimat. In Toronto beim All-Star Game. Als Rookie des Jahres. "Es ist ein Traum von mir. Es ist ein Ziel. Ich hoffe, ich schaffe es", erklärt Wiggins.

Die Aufmerksamkeit wird dann noch größer sein. Wiggins hat sich damit abgefunden. Das gehört halt zum Geschäft. Er wird sich trotzdem nicht verbiegen lassen. "Die Leute lieben dich oder sie hassen dich. So läuft es einfach."

Die Minnesota Timberwolves im Profil

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