Freitag, 02.01.2015

Kevin Loves Rolle in Cleveland

Looking for Love

Die Cleveland Cavaliers mussten im Sommer viel abgeben, um Kevin Love zu bekommen. Bisher hat der Power Forward die immensen Erwartungen aber nicht erfüllen können und seine Rolle noch nicht gefunden. Nachdem sich LeBron James verletzt hat, wird sich diese nun zwangsläufig vergrößern. Die Cavs brauchen spätestens jetzt mehr von ihm.

Kevin Love ist bei den Cleveland Cavaliers bisher noch nicht richtig angekommen
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Kevin Love ist bei den Cleveland Cavaliers bisher noch nicht richtig angekommen

"Kevin Love ist eine Belastung für die Stadt Cleveland und unser Team", heißt es in einer Petition namens "Trade Kevin Love", die ein gewisser "Omar El" Ende Dezember auf dem US-Portal "change.org" veröffentlichte. "Er hat uns Andrew Wiggins gestohlen. Er spielt schrecklich. Es wäre das Beste, sofort jegliche Verbindungen zu ihm zu kappen. Tradet ihn SOFORT!"

Die Petition machte - wie üblich in den USA - schnell die Runde. Schließlich lässt sich mit der Schlagzeile "Cavs-Fans wollen Love loswerden" gut Aufmerksamkeit generieren. "Omar El" entschärfte das Ganze zwar einige Tage später, indem er die Petition als einen Witz bezeichnete.

Love - wenn ihn der Scherz erreicht hat, wovon man ausgehen darf - wird wohl trotzdem kaum darüber gelacht haben. Denn selbst wenn die Geschichte letztlich harmlos war, so zeigt sie auch auf, dass er in Cleveland noch nicht wirklich angekommen ist.

Im Gegenteil: Nach bisher 31 Spielen für die Cavaliers fällt Loves persönliche Bilanz ziemlich enttäuschend aus. Sonst hätte sich auch aus der vermeintlichen Witz-Petition schwerlich eine Story machen lassen.

Solider Saisonstart

Mit viel Trara war Love im Sommer aus Minnesota gekommen, im Tausch für den erwähnten No.1-Pick Wiggins und seinen Vorgänger Anthony Bennett. Der All-Star, der im vergangenen Jahr Monster-Statistiken von 26,1 Punkten und 12,5 Rebounds pro Spiel aufgelegt hatte, sollte aus einer jungen Truppe mit Potenzial einen unmittelbaren Meisterschafts-Anwärter machen.

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Keine Frage: Zweifel an seiner Defense sowie der gesamten Team-Defense bestanden schon damals. Allerdings ging man davon aus, dass eine potenziell historisch gute Offense mit Love, Kyrie Irving und LeBron James dies auffangen können würde. Schließlich hatte Coach David Blatt ein Arsenal an unterschiedlichen Waffen zur Verfügung, das ligaweit vermeintlich seinesgleichen suchen würde.

Dass nicht von Beginn alles passen würde, war bei einem so komplett neu zusammengestellten Kader klar. Team-Chemie entsteht eben nicht von heute auf morgen. Und trotz der anfänglichen Schwierigkeiten starteten die Cavs mit einer mehr als ordentlichen 18-10-Bilanz, die nicht unbedingt nach "hier gibt es große Probleme" schrie.

Kritikpunkte an Blatt

Doch binnen weniger Tage hat sich das Bild der Cavs ziemlich dramatisch geändert. Da war die peinliche Heim-Niederlage gegen Detroit, die LeBron zu der Aussage verleitete, die Cavs seien "momentan einfach kein gutes Team." Da war das Saisonaus für Anderson Varejao, der sich die Achillessehne riss. Da waren vier Niederlagen in den fünf letzten Spielen.

Da waren Verletzungsprobleme bei allen drei Stars - zuletzt bei James, der die kommenden zwei Wochen aussetzen wird. Und vor allem gab es einen "ESPN"-Artikel am vergangenen Montag, demzufolge in der Organisation Zweifel bestünden, dass Blatt der richtige Mann am Ruder der Cavaliers sei.

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In dem Artikel werden einige Kritikpunkte formuliert: An Blatts Kommunikation mit seinen Spielern, an seinem Game-Management, an seinen Motivationsfähigkeiten. Der härteste Punkt ist aber, dass der frühere Maccabi-Coach noch keinen Weg gefunden hat, Love in seine Offense zu integrieren. Denn während die anderen Punkte von außen schwer einzuschätzen sind, lässt sich dieser ziemlich einwandfrei bestätigen.

Auf einmal Spot-Up-Shooter

Love tut sich bislang extrem schwer damit, seine Rolle im Team zu finden. In Minnesota seit Jahren die erste, zweite und dritte Option, ist er neben LeBron und Kyrie nun ganz klar das dritte Rad - und das scheint ihm deutlich schwerer zu fallen, als es zu erwarten war.

Sein Spiel hat heuer nicht viel gemein mit dem Love der letzten Jahre. Während er bei den Timberwolves als Shooter, aber auch als Scorer im Post auftrat, ist er bei den Cavs momentan in erster Linie Spot-Up-Shooter, hat von seinen 146 Dreierversuchen aber nur mäßige 34,2 Prozent getroffen. Dabei kommen stolze 37 Prozent seiner Würfe vom Perimeter.

Den Jump-Hook, in den letzten Jahren ein sehr wichtiger Part seines Arsenals, hat er nahezu aufgegeben. Agiert er doch mal im Post, wird ein Großteil seiner Würfe geblockt. Die 42,7 Prozent, die er insgesamt aus dem Feld trifft, sind der schlechteste Wert seiner Karriere, wenn man die Saison 2012/13 mal ausklammert, als er nur 18 Spiele absolvieren konnte.

Die NBA-Champions der letzten 25 Jahre
1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1993: Chicago Bulls (4-2 gegen Phoenix Suns). Finals MVP: Michael Jordan
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1997: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1998: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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2000: L.A. Lakers (4-2 gegen Indiana Pacers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2001: L.A. Lakers (4-1 gegen Philadelphia 76ers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2002: L.A. Lakers (4-0 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2003: San Antonio Spurs (4-2 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Tim Duncan
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2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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2005: San Antonio Spurs (4-3 gegen Detroit Pistons). Finals MVP: Tim Duncan
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2006: Miami Heat (4-2 gegen Dallas Mavericks). Finals MVP: Dwyane Wade
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2007: San Antonio Spurs (4-0 gegen Cleveland Cavaliers). Finals MVP: Tony Parker
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2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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2009: L.A. Lakers (4-1 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Kobe Bryant
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2010: L.A. Lakers (4-3 gegen Boston Celtics). Finals MVP: Kobe Bryant
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2011: Dallas Mavericks (4-2 gegen Miami Heat). Finals MVP: Dirk Nowitzki
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2011: Dallas Mavericks (4-2 gegen Miami Heat). Finals MVP: Dirk Nowitzki
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2012: Miami Heat (4-1 gegen Oklahoma City Thunder). Finals MVP: LeBron James
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2013: Miami Heat (4-3 gegen San Antonio Spurs). Finals MVP: LeBron James
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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2015: Golden State Warriors (4-2 gegen Cleveland Cavaliers). Finals-MVP: Andre Igoudala
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Auch seine Rebound-Rate ist deutlich gesunken, vor allem am offensiven Brett. Er holt 6,2 Prozent der verfügbaren Offensiv-Rebounds - für einen, der von 2008 bis 2013 immer mindestens 11,5 Prozent holte, ist das wenig. Natürlich hat das mit seiner Rolle als Spot-Up-Shooter zu tun, allerdings spricht es auch dafür, dass der Coach eine der größten Stärken seines Power Forwards entweder ignoriert oder nicht richtig zu nutzen weiß.

Körpersprache eines Frustrierten

Das soll nicht heißen, dass er per se "schlecht" spielen würde. 16,7 Punkte, 10,1 Rebounds und 2,4 Assists pro Spiel sind Werte, die in diesem Jahr sonst nur DeMarcus Cousins, Pau Gasol und Nikola Vucevic auflegen. Es ist aber eben bei weitem nicht das, was sich die Cavs-Fans von Nummer 0 erhofft hatten.

Zumal es Spiele gibt, in denen er schlichtweg abtaucht. Für Blatt offenbar kein Anlass zur Sorge: "Es gab Spiele, in denen er dominiert hat, und Spiele, bei denen das weniger der Fall war. Für mich wirkt es, als würde er sich recht gut einfügen." Die Realität sagt etwas anderes: Als die Cavs vor kurzem ein enges Spiel gegen die Magic gewannen, ließ er den Forward das gesamte Schlussviertel über auf der Bank schmoren.

Love machte danach zwar gute Miene zum bösen Spiel, seine Körpersprache sprach jedoch Bände - und erinnerte nicht zum ersten Mal frappierend an die Zeiten in Minnesota, wo man ihm den Frust über die vielen Niederlagen regelmäßig ansehen konnte.

Die Suche nach dem Sündenbock

Sein Selbstvertrauen scheint angeknackst zu sein - mit Sicherheit hatte er sich den Start in Cleveland einfacher vorgestellt. Ironischerweise ist ausgerechnet die Verletzung von James vielleicht ein Ausweg. Blatt wird zwangsläufig mehr über ihn laufen lassen müssen und ihm Chancen verschaffen, sein Selbstverständnis zurückzubekommen.

LeBron James: Die besten Bilder
LeBron James Karriere begann in seiner Heimat Ohio. Mit den Cavs reichte es allerdings nicht zum Titel, sodass er 2010 nach Miami wechselte
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Zusammen mit Dwyane Wade und Chris Bosh bildete James in Miami die "Big Three"
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Der beste Basketballer des Planeten liebt nicht nur das Spiel, sondern auch das ganze Drumherum
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Wo er hinkommt, da ist die Hölle los. LeBron James, das Reporterziel Nummer eins
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Seine sportlichen Qualitäten sind allerdings unbestritten. Schon heute gilt er als einer der größten Basketballer aller Zeiten
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An Titeln mangelt es ihm auch nicht (mehr). 2012 und 2013 führte er die Heat zur Meisterschaft
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Insgesamt vier MVP-Trophäen hat er nebenher auch noch einsammeln können
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Auch mit der Nationalmannschaft blieb der Erfolg nicht aus. In London und in Peking gewann "The Chosen One" Gold
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Marketingtechnisch ist James mittlerweile ebenfalls die Nummer eins unter den Basketballern in den USA
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Sportstars unter sich: Dwyane Wade und LeBron James 2013 zusammen mit US-Open-Gewinner Rafael Nadal
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Auf Football hätte der 28-Jährige auch irgendwann Lust. Er hofft mindestens einmal in der NFL spielen zu können
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Auch privat läuft es für James nicht übel: Am 14. September heiratete er seine langjährige Freundin Savannah Brinson
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Den Threepeat mit den Heat verpasste er aber in diesem Jahr. Gegen San Antonio unterlag man in fünf Spielen
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Nach der Finals-Niederlage im Juni gegen die Spurs entschied sich James dann, nach Cleveland zurückzukehren
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Dabei wird er auch wieder die 23, und nicht wie bei den Heat die 6 tragen
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Beim Traum, die erste Meisterschaft nach Ohio zu holen, soll auch Kevin Love helfen
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Beim Traum, die erste Meisterschaft nach Ohio zu holen, soll auch Kevin Love helfen
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Vorerst reicht es vielleicht, wenn er einfach wieder eine ähnliche Rolle wie zu Wolves-Zeiten bekommt. Wenn James dann wieder dabei ist, kann man die Feinheiten im Gameplan immer noch anpassen - erstmal ist es entscheidend, dass die Cavs den Negativ-Trend stoppen können. Denn sonst werden sich die Spekulationen bald nicht mehr auf Blatt beschränken.

"Kurze Warnung: Kevin Love wird so gut wie sicher der nächste Sündenbock bei den Cavs sein. Es rumort bereits", tweetete Zach Lowe von "Grantland" vor wenigen Tagen.

Erstmal nur Momentaufnahme

Es mag voreilig wirken, überzogen und auch unfair, einen Neuzugang so früh an den Pranger zu stellen. Aber so funktioniert die NBA eben, vor allem dann, wenn man beim gleichen Team wie der populärste Spieler des Planeten angestellt ist. Chris Bosh kann davon ein Lied singen.

Love wusste, worauf er sich einlässt. Er dürfte auch wissen, wie schnell sich die Wahrnehmung wieder ändern kann, wenn er besser spielt und die Cavs wieder gewinnen. Gut möglich, dass sich in einigen Monaten niemand mehr groß an diese Phase erinnern wird.

Es liegt jetzt an Love, für zwei Wochen die Verantwortung zu schultern und das strauchelnde Team wieder auf den richtigen Weg zu führen. Selbst wenn ihn das möglicherweise an die Zustände erinnert, die er im Sommer eigentlich hinter sich gelassen hatte.

Kevin Love im Steckbrief

Ole Frerks

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Ole Frerks(Redaktion)

Ole Frerks, Jahrgang 1990, ist seit 2013 bei SPOX.com. Nach dem Abitur im Jahre 2008 studierte er in Hamburg und sammelte verschiedene Arbeitserfahrungen in den Bereichen Journalismus und Online-Marketing. Bei SPOX.com Bestandteil der NBA-Redaktion, außerdem zuständig für Basketball, Tennis und Fußball.

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