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Amare und Knicks-Dreier bezwingen Cleveland

Von Sebastian Dumitru
Dienstag, 05.03.2013 | 05:00 Uhr
Wie in alten Zeiten: Amare Stoudemire war Dreh- und Angelpunkt der Knicks-Offensive
© getty
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Eine Halbzeit lang sahen die Cleveland Cavaliers um Rückkehrer Kyrie Irving wie der sichere Sieger aus. Dann drehte New Yorks Ersatzgarde auf und führte die Knicks mit einer verheerenden Inside-Out-Mischung zum 102:97 Auswärtssieg (Boxscore) - ihrem ersten in Cleveland seit 2006.

Amare Stoudemire hat die New York Knicks mit 22 Punkten zu ihrem ersten Auswärtserfolg in Cleveland seit über sechs Jahren geführt. Stoudemire traf 10 seiner 15 Wurfversuche aus dem Feld und war der entscheidende Katalysator eines beeindruckenden Comeback-Sieges, an dem auch J.R. Smith (18 Punkte), Steve Novak (15 Punkte, 4/7 Dreier) und Raymond Felton (8 Punkte, 10 Assists) großen Anteil hatten.

Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit, in der sie mit zwischenzeitlich 22 Punkten ins Hintertreffen gerieten und obendrein noch ihren All-Star-Forward Carmelo Anthony mit einer Knieverletzung verloren, drehten die Gäste nach der Pause auf und zeigten die Sorte Knicks-Basketball, die sie zu Saisonbeginn so erfolgreich gemacht hatte. Der Ball lief wieder durch die eigenen Reihen und ermöglichte so viele freie Versuche und einfache Punkte von jenseits der Dreierlinie.

Schlaglichter: Miami siegt und siegt und siegt

Den Cavaliers reichte auch die Rückkehr von Kyrie Irving (22 Punkte) und ein vor der Pause unaufhaltsamer Marreese Speights nicht zum Sieg. Speights hatte in Halbzeit eins 10 von 10 Würfen getroffen und 21 Punkte und 5 Rebounds erzielt, blieb danach aber ohne weiteren Treffer aus dem Feld (23 PKT, 8 REB). Luke Walton verbuchte starke 12 Assists, davon gleich 9 in der ersten Hälfte.

Kyrie Irving im SPOX-Interview

Die Reaktionen:

Amare Stoudemire (New York Knicks): "Ich war schon während meiner gesamten Karriere ein Wettkämpfer. Ich hatte bisher eine Menge Erfolg in dieser Liga. Ich weiß genau, wie das Spiel gespielt wird. Wann immer man mich braucht, bin ich bereit. Und heute war ich bereit."

Tyson Chandler (New York Knicks) über seine Defense gegen Irving: "Ich wusste dass sie über Irving gehen würden. Ich hatte vor, ihn zum Ziehen zu zwingen, wenn ich switchen müsste. Also habe ich ihn ein wenig geködert und blieb nahe genug dran, um seinen Dreipunktewurf noch blocken zu können."

Carmelo Anthony (New York Knicks) über seine Knieverletzung: "Es ist nur entzündet. Keine wirklichen Schmerzen, nur entzündet und steif. Ich habe versucht, mein Knie vor der Partie zu lockern, aber es fühlte sich nicht richtig an. Das läuft jetzt schon ein paar Wochen so."

C.J. Miles (Cleveland Cavaliers): "Wir sind einfach noch nicht so gut, um den Schalter einfach auf An und Aus zu stellen. Wir müssen immer hart spielen. Wir haben zwar eine Menge Talent, aber nicht genug Erfahrung. Man lernt immer dazu, aber wir sollten bisher eigentlich viel besser gelernt haben."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Gäste laufen zum dritten Mal in Folge mit der selben Startformation auf, die neben den üblichen Verdächtigen Carmelo Anthony, Tyson Chandler, Raymond Felton und Iman Shumpert auch noch James White enthält. White hatte dort ja letzte Woche den schwer strauchelnden Jason Kidd ersetzt.

Cavs-Fans können derweil befreit aufatmen: die Knieverletzung von Kyrie Irving war nicht so schlimm wie vermutet, und so darf der Shooting Star nach nur drei verpassten Partien auf's Parkett zurück kehren. Dafür fehlen heute Dion Waiters und Tyler Zeller, die schwer erkältet sind und die letzten Tage in Quarantäne verbringen mussten. Wayne Ellington und Marreese Speights ersetzen die beiden Rookies in der Starting Lineup.

5.: Irvings beruhigender Einfluss macht sich früh bemerkbar. Immer wieder findet der rekonvaleszente Cavs-Guard seinen rollenden Big Man Marreese Speights mit perfekt getimten Assists. Speights trifft mehrmals aus der Mitteldistanz und gleicht zum 9:9 aus.

9.: New York unkonzentriert und schon mit dem 5. Turnover hier im ersten Viertel. Speights ist währenddessen nicht aufzuhalten und bestraft die Knicks ein ums andere Mal im Interieur. Der Big Man trifft jeden Wurf und hat jetzt 12 Punkte bei perfekter Quote (6/6 FG). Cleveland führt 24:16.

17.: Hier spielt weiterhin nur eine Mannschaft Basketball, nämlich Cleveland. Luke Walton seziert die Knicks-Defense mit seinen Pässen und hat jetzt schon 9 Assists auf dem Konto - in gerade einmal 11 Spielminuten. C.J. Miles erhöht per Dreier zum 52:30 für die Cavs.

18.: Und es wird noch happiger für New York! Carmelo Anthony geht ohne Gegnereinwirkung zu Boden und verlässt sofort das Parkett der Quicken Loans Arena. Erste Diagnose: Knieverletzung! Seine Rückkehr ist fraglich.

23.: Ohne Melo läuft's aber plötzlich bei den Knicks. Amare Stoudemire, J.R. Smith und Tyson Chandler verankern einen 17:4 Lauf, der die 'Bockers kurz vor der Halbzeitpause wieder bis auf 47:56 heran bringt. Klettern sie ohne ihren Superstar wieder in die Partie zurück?

32.: Auch nach dem Seitenwechsel präsentieren sich die Hausherren weiterhin uninspiriert. Vom begeisternden, teamdienlichen Basketball der ersten 20 Minuten ist nichts übrig geblieben. Wir sehen Standbasketball, während die Knicks Punkt für Punkt verkürzen. Cleveland bleibt gut 7 Minuten ohne Treffer aus dem Feld. Der gut aufgelegte Smith verkürzt für New York auf 61:62.

35.: Smith und Irving liefern sich in dieser Phase ein kleines Privatduell und tragen ihre Teams mit einer Serie von langen Jumpern. 12 der letzten 13 Punkte gehen auf ihre Konten. Cleveland verwaltet seinen knappen 71:68 Vorsprung.

41.: Steve Novak trifft den nächsten Dreier und bringt die plötzlich in allen Belangen dominierenden Knicks mit 79:78 in Führung - ihre erste seit dem ersten Viertel. Novak hat die Gäste mit seinem Long-Range-Shooting revitalisiert und mit bisher 12 Punkten von der Bank zurück auf die Siegerstraße gebracht. Die zweite Garde mit Novak, Smith und Stoudemire macht für New York den Unterschied.

47.: War das Genickbrecher? Jason Kidd trifft einen unmöglichen Dreier - seinen dritten und der 12. insgesamt für New York - zum möglicherweise vorentscheidenden 97:91. Können sich die Cavs noch einmal sammeln und zurückkommen?

48.: Wurde tatsächlich noch einmal spannend in den letzten 60 Sekunden. Nachdem Kidd einen von zwei Freiwürfen verfehlt, bekommt Irving zwei Sekunden vor dem Ende die Chance zum Ausgleich. Tyson Chandler verteidigt den Angriff aber perfekt und blockt der Cavs-Guard an der Dreierlinie ab. Smith trifft seine Freiwürfe zum 102:97 Endstand für New York.

Cleveland Cavaliers - New York Knicks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Amare Stoudemire. Der oft gescholtene Big Man kam nach wenigen Minuten für White in die Partie und musste nach dem Ausfall von Anthony Mehrarbeit erledigen. Am Ende hatte Stoudemire 32 hoch produktive Minuten absolviert - so viele wie noch nie in dieser Saison. Stoudemire dominierte mit körperbetontem Spiel in der Zone und gab den Knicks eine Low-Post-Präsenz, die in Halbzeit zwei das gesamte Spiel veränderte. New York konnte seine Angriffe nun von innen nach außen aufziehen und kam so zu insgesamt 30 Wurfversuchen von jenseits der Dreierlinie. Stoudemires energischer Korbleger nach eigenem Fehlversuch 40 Sekunden vor Schluss zum 99:95 war eine der Schlüsselszenen.

Der Flop des Spiels: Wayne Elligton. Vom Ersatzguard, der vor einigen Wochen aus Memphis kam und den kranken Dion Waiters in der Startformation ersetzen musste, darf man nach dreieinhalb unproduktiven Profijahren nicht mehr allzu viel erwarten. Dass er aber nicht einmal das konstant erledigen kann, wofür er eigentlich bezahlt wird, kostete die Cavs den Sieg. Der designierte Scharfschütze verfehlte 3 seiner 4 Versuche von jenseits der Dreierlinie - zwei davon in einer immens wichtigen Phase und völlig frei stehend. Irving, der ihn perfekt in Szene gesetzt hatte, konnte frustriert nur mit dem Kopf schütteln.

Analyse: Es war ein Spiel der zwei Halbzeiten in der Quicken Loans Arena und eine Mahnung an junge Teams, dass im Basketball kein Vorsprung jemals hoch genug ist. Die Cavaliers kamen dank Kyrie Irving und einem bestens aufgelegten Marreese Speights zu vielen leichten Punkten und erspielten sich eine frühe 17:16 Führung, die sie im restlichen Halbzeitverlauf immer weiter ausbauten und erst im Schlussviertel wieder aus der Hand gaben.

Luke Walton als Assistmaschine von der Bank und junge Beine gegen einen müden Gegner ließen den Vorsprung auf zwischenzeitlich 22 Punkte anwachsen. Cleveland rannte, verteidigte und spielte den extra Pass. Speights traf alles und hatte zur Halbzeit bereits 21 Zähler bei perfekter Wurfquote abgeliefert (10/10 FG), egal ob mit dem sicheren Jumper aus der Mitteldistanz oder direkt am Brett, wo die Knicks zunächst schwach agierten.

Uncharakteristisch viele Ballverluste, ein unmotiviertes Auftreten und katastrophale Defensivarbeit gruben den Gästen ein tiefes Loch. Die ernüchternde Niederlage vom Sonntag gegen die Miami Heat, bei der New York einen 14-Punkte-Vorsprung noch eingebüßt hatte, wirkte nach. Cleveland stand kurz vor der Halbzeitpause immer noch bei 80 Prozent aus dem Feld.

Erst, als Carmelo Anthony zu Boden ging und das Parkett in Richtung Umkleidekabine verließ (von wo er nicht wieder zurück kehrte), machte es 'klick' bei den Knicks. Amare Stoudemire übernahm Verantwortung und suchte immer wieder den Abschluss mit einer Vielzahl von Low Post Moves, gegen die Cleveland machtlos war. Ein 21:8 Lauf brachte die Gäste vor der Pause bis auf 12 Punkte heran.

Im dritten Spielabschnitt waren die Knicks endlich wieder die Knicks. Angeführt von Raymond Felton, der ausgefuchst Regie führte, sowie dem weiterhin aggressiv und effizient agierenden Stoudemire machten die Knicks weitere 8 Punkte gut und verkürzten vor den letzten 12 Minuten auf 70:74. J.R. Smith erzielte 9 seiner 18 Punkte im Viertel dank eines Aufgabenverständnisses, das man sonst eigentlich von Anthony kennt: isolieren und den Sprungwurf nehmen.

Bei Cleveland ging jetzt fast gar nichts mehr zusammen. Waiters' Fähigkeiten als Isolationscorer fehlten zusehends, während die Gäste ihre Defensive verstärkten und sich vermehrt auf Irving konzentrierten. Die Hausherren blieben mehr als 7 Minuten ohne Korberfolg aus dem Feld. In der Offensive hatte Stoudemires Arbeit am Brett viele Freiräume eröffnet, die New York eiskalt ausnutzte.

Novak traf 4 von 7 Dreiern für insgesamt 15 Punkte - davon 3 im entscheidenden letzten Viertel, in dem die Knicks sieben Mal von Downtown trafen und zum ersten Mal seit der Anfangsphase wieder die Führung übernahmen. Kidd (2), Felton und Prigioni waren ebenfalls aus der Distanz erfolgreich. Mehrere Aktionen am Brett besiegelten schließlich Clevelands Schicksal: erst erzielte Stoudemire im Nachsetzen das 94:90, bevor Chandlers Tap-Out beim Rebound Kidd an die Freiwurflinie schickte - wo der Altmeister aber einen liegen ließ und Irving so die Chance zum Ausgleich eröffnete.

Zum Glück für New York war der amtierende Defensivspieler des Jahres zur Stelle: Chandler wusste genau um Irvings Qualitäten als "Closer", nachdem der in dieser Saison bereits zwei Game-Winner getroffen hat, und drängte ihn von der anvisierten Stelle hinter der Dreierlinie ab. Den Verzweiflungsrunner aus über 7 Metern blockte der 2,16-Meter-Center weg und brachte so New Yorks ersten Sieg in Cleveland seit 2006 unter Dach und Fach. Das 22-Punkte-Comeback war für die Knicks das zweithöchste seit 1991.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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