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Miami siegt und siegt und siegt

Von SPOX
Dienstag, 05.03.2013 | 08:38 Uhr
LeBron James und die Heat haben 15 Spiele in Folge gewonnen
© getty
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Celtics @ Bucks (Spiel 6)
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Cavaliers @ Pacers (Spiel 6)

Die Miami Heat gewinnen auch bei den Minnesota Timberwolves und stellen damit einen neuen Franchise-Rekord auf - dabei kochen die Emotionen hoch. Absolut on fire bleibt auch Bucks-Guard Monta Ellis. Die Raptors verlieren trotz einer Career Night von Amir Johnson bei den Warriors. Die Nuggets sind zuhause nicht zu stoppen.

Minnesota Timberwolves (20-37) - Miami Heat (44-14) 81:97 (BOXSCORE)

Franchise-Rekord für die Heat! Mit ihrem 15. Sieg in Folge stellte Miami eine neue Klub-Bestmarke auf. Zu verdanken hatten die Heat den Sieg bei den T-Wolves in erster Linie mal Dwyane Wade. Der Guard lieferte mit 32 Punkten (15/23 FG), 10 Assists und 7 Rebounds eine überragende Vorstellung ab, Wade machte die kleineren Wolves-Guards im Post komplett nass.

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LeBron James sammelte 20 Punkte (9/16 FG), 10 Rebounds und 4 Assists. James hatte sich beim Sieg am Sonntag in New York sein linkes Knie verdreht, bei einer Untersuchung wurde aber kein größerer Schaden festgestellt. Miami traf als Team über 50 Prozent aus dem Feld und konnte sich so sogar 24 Turnover (James: 7) leisten.

Die gute Quote der Heat war kein Wunder, von 38 Field Goals resultierten stolze 24 aus Dunks oder Layups. Minnesota wurde in der Zone böse vorgeführt - und von Downtown fiel für das Team von Rick Adelman auch nichts (5/20). Derrick Williams legte mit 25 Punkten und 10 Rebounds ein starkes Double-Double auf, dazu füllte Ricky Rubio das Boxscore mit 14 Punkten, 8 Assists und 6 Steals.

Man kann den T-Wolves wirklich nicht vorwerfen, dass sie sich bei all ihren Verletzungsproblemen hängen lassen würden. Minnesota fightete verbissen und war acht Minuten vor Ende auch auf 6 Punkte dran. Doch dann änderte eine Szene das komplette Spiel. J.J. Barea, der einen furchtbaren Shooting-Abend erlebte (1/11), bekam für einen Schlag gegen Ray Allen ein fragwürdiges Flagrant-2 Foul und wurde ejectet.

Zunächst hatten die Refs Barea nur ein Flagrant-1 gegeben, änderten ihre Meinung dann aber nach einem Video Review. Sehr zum Unmut von Barea und Coach Adelman, der gleich auch noch ein Technisches kassierte. Nach der Barea-Ejection entschieden die Heat das Spiel mit einem 17:5-Run. Während der Champion ruhig blieb, hatten die T-Wolves ihre Nerven verloren.

Besonders Adelman war nach der Partie immer noch stinkig. "Ich habe eine Frage, die ich der Liga stellen will. Warum ist das ein Flagrant-2 Foul, wenn Jarrett Jack vor zwei Wochen Greg Stiemsma in den Bauch schlägt und ein Flagrant-1 bekommt? Ich würde einfach gerne den Unterschied wissen", so ein erboster Adelman.

Auch Barea hatte eine klare Meinung: "Ich bekomme jeden Tag härtere Hits ab. Und ich stehe nicht auf, heule rum und will dann einen Fight anzetteln."

Den Heat wird es herzlich egal sein. Sie haben ihre Serie ausgebaut und haben jetzt vier Heimspiele vor der Brust. Sehr wahrscheinlich wird der Streak noch eine ganze Weile weitergehen.

Milwaukee Bucks (30-28) - Utah Jazz (32-28) 109:108 OT (BOXSCORE)

Monta Ellis ist weiterhin absolut on fire! Der Bucks-Guard, schon in der letzten Woche zum Eastern Conference Player of the Week gewählt, führte sein Team mit 34 Punkten (15/21 FG!) zum vierten Sieg in Folge. Brandon Jennings steuerte 20 Punkte und 17 Assists bei - der Point Guard hat jetzt in den letzten beiden Spielen unfassbare 36 Assists verteilt. Jennings war es auch, der die Bucks mit seinem Dreier 8,4 Sekunden vor Schluss in die Verlängerung rettete.

In der Overtime lief dann J.J. Redick heiß und erzielte dort die ersten 8 Milwaukee-Punkte. Das dreiköpfige Guard-Monster der Bucks funktioniert hervorragend. Dazu kam ein Larry Sanders, der sich neben seinen 8 Punkten 16 Rebounds abgriff und 6 Blocks sammelte.

Dass Utah überhaupt so lange im Spiel war, lag an einer eklatanten Überlegenheit unter dem Korb (59:42 Rebounds), die Jazz schnappten sich 23 Offensiv-Rebounds. Und das alles ohne den erneut pausierenden Al Jefferson (Knöchel). Ohne ihn legten aber die drei anderen Big Men alle Double-Doubles auf. Derrick Favors (23 Punkte, 15 Rebounds), Paul Millsap (22 Punkte, 14 Rebounds) und Enes Kanter (18 Punkte, 10 Rebounds) konnten die Pleite aber auch nicht verhindern.

Bemerkenswert: Obwohl Favors ein überragendes Spiel machte, stand er weder im letzten Viertel noch in der OT auf dem Court. Übel bei Utah: Gordon Hayward, Marvin Williams, Randy Foye und Earl Watson trafen zusammen 3/31 aus dem Feld!

New Orleans Hornets (21-40) - Orlando Magic (17-44) 102:105 (BOXSCORE)

36 Punkte in Halbzeit eins, 69 Punkte in Halbzeit zwei! Die Magic feierten in New Orleans einen beeindruckenden Comeback-Sieg. Orlando lag im dritten Viertel schon mit 17 Punkten in Rückstand (44:61), auch dreieinhalb Minuten vor Schluss sah es nach der nächsten Niederlage aus (88:97).

Aber Orlando drehte das Spiel - vor allem dank Arron Afflalo. Der Shooting Guard gewann das Duell mit Eric Gordon (17 Punkte), der in der zweiten Halbzeit abtauchte, eindeutig. Afflalo erzielte 11 seiner 26 Punkte im letzten Viertel, sein Turnaround-Shot gegen Gordons Defense sorgte 38 Sekunden vor dem Ende für die 101:100-Führung der Magic.

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Neben Afflalo der wichtigste Mann für Orlando: Jameer Nelson. Der Point Guard, der wegen einer Knieverletzung sechs Spiele aussetzen musste, kam auf 15 Punkte und 7 Assists. 11 seiner Punkte erzielte Nelson in einem 22:5-Run, mit dem die Magic im dritten Viertel wieder ins Spiel zurück kamen.

Neben Gordon lieferten auch Anthony Davis und Greivis Vasquez 17 Punkte für die Hornets. Davis brachte es zudem auf 15 Rebounds und 4 Blocks. Vasquez hatte eine brutale Schlussphase, in den letzten 23 Sekunden vergab er gleich dreimal. Die Hornets hatten noch die Chance, per Dreier in die OT zu kommen, brachten aber kein gutes Play zustande.

Das Resultat war ein Off-Balance-Dreier von Vasquez, der nie eine Chance hatte. Der Kollaps war perfekt und Monty Williams bedient. "Das war furchtbar. Anders kann man es nicht sagen", so der Hornets-Coach.

Denver Nuggets (39-22) - Atlanta Hawks (33-26) 104:88 (BOXSCORE)

Home Sweet Home! Die Nuggets sind zuhause einfach eine Macht. Nach dem 11. Heimsieg in Folge hat Denver jetzt zusammen mit Miami die beste Heimbilanz der NBA (26-3). Zwar machten auch die Starter keinen schlechten Job, vor allem Ty Lawson (18 Punkte, 8 Assists) und Kenneth Faried (10 Punkte, 13 Rebounds) nicht, aber es war mal wieder die Second Unit, die Denver zum Sieg trug.

Die zweite Fünf der Nuggets steuerte insgesamt 50 Punkte bei. Corey Brewer war nicht nur mit 22 Punkten Topscorer, er spielte dazu noch eine überragende Defense. Wilson Chandler kam auf 13 Punkte, Andre Miller dirigierte in bester Andre-Miller-Manier (9 Assists) - und JaVale McGee reichten 17 Minuten Spielzeit, um die Fans mit einigen Highlight-Dunks und insgesamt 5 Blocks zu elektrisieren.

Bei den Hawks, für die es das letzte Spiel eines 6-Spiele-Roadtrips war, setzte im letzten Viertel die Müdigkeit ein. Zumal mit Kyle Korver, Zaza Pachulia und DeShawn Stevenson einige Spieler ausfielen. Beste Spieler bei Atlanta waren Al Horford (18 Punkte, 14 Rebounds), Jeff Teague (15 Punkte) und Josh Smith (15 Punkte).

Smith erreichte nebenbei einen Meilenstein. Als 24. Spieler der Geschichte hat er 10.000 Punkte, 5000 Rebounds, 2000 Assists und 1000 Blocks gesammelt.

Portland Trail Blazers (28-31) - Charlotte Bobcats (13-47) 122:105 (BOXSCORE)

Ganz leichter Pflichtsieg für die Blazers, die im Kampf um die Playoffs noch ein Wörtchen mitreden wollen. Portland schoss am Ende als Team fast 60 Prozent aus dem Feld, dazu 50 Prozent von der Dreierlinie (12/24). LaMarcus Aldridge marschierte mit 23 Punkten, 14 Rebounds, 5 Assists und 3 Blocks vorneweg, Damian Lillard und Nicolas Batum erzielten je 20 Punkte.

Insgesamt sieben Blazers-Spieler scorten zweistellig, darunter auch Rookie-Center Meyers Leonard (15). Portland muss den Sieg sofort abhaken, denn die richtigen Tests kommen jetzt. Auswärts müssen die Blazers in Memphis und San Antonio antreten.

Ramon Sessions (18) und Michael Kidd-Gilchrist (17) waren die besten Werfer der Bobcats, die sich defensiv katastrophal präsentierten und mal wieder 7 Spiele in Folge verloren haben. Portland konnte sogar schon im ersten Viertel damit anfangen, ein bisschen wie im Training herumzuzocken. Batum bediente Leonard in einer Szene via Backboard für den Dunk - Portland hatte Spaß. Auch wenn gerade Coach Terry Stotts diese Szene nicht besonders gefiel.

Golden State Warriors (34-27) - Toronto Raptors (23-38) 125:118 (BOXSCORE)

Die Raptors haben ihr fünftes Spiel in Serie verloren, aber das soll die Career Night von Amir Johnson nicht schmälern. Johnson traf 10/10 aus dem Feld und erzielte am Ende 23 Punkte. Nur die Freiwurf-Schwäche (3/7) stört ein wenig. Johnson war aber nicht nur perfekt aus dem Feld, er griff sich auch noch 15 Rebounds, 12 (!) davon offensiv.

Und Johnson war nicht der einzige Raptor, der starke Zahlen auflegte. Andrea Bargnani traf 5/7 von Downtown und beendete das Spiel mit 26 Punkten und 7 Rebounds - seine beste Leistung seit langer Zeit. Für Rudy Gay standen ebenfalls 26 Punkte zu Buche.

Es reichte in einem Offensiv-Spektakel aber dennoch alles nicht für Toronto. Golden State beendete eine 4-Spiele-Niederlagenserie und durfte sich zudem über das Comeback von Andrew Bogut freuen. Der Center hatte die letzten sechs Spiele wegen Rückenproblemen verpasst, stand jetzt aber 30 Minuten auf dem Feld (4 Punkte, 8 Rebounds).

Getragen wurden die Warriors einmal mehr von Stephen Curry (26 Punkte, 12 Assists), David Lee (29 Punkte, 11 Rebounds) und Klay Thompson (22 Punkte). Der Shooting Guard war besonders im Schlussviertel bärenstark. Golden State setzte sich letztlich in der Crunchtime mit einem 9:0-Run entscheidend ab.

Der NBA-Spielplan im Überblick

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