Mittwoch, 22.10.2014

World Series: Spiel 1

MadBum stoppt den Royals-Streak

Die San Francisco Giants haben Spiel 1 der World Series deutlich mit 7:1 gegen die Kansas City Royals gewonnen. Überragender Mann der Partie ist Madison Bumgarner, während die bis dato perfekte Postseason der Royals ein jähes Ende fand.

Madison Bumgarner zeigte in Spiel 1 der World Series eine starke Partie
© getty
Madison Bumgarner zeigte in Spiel 1 der World Series eine starke Partie

Kansas City Royals - San Francisco Giants 1:7 - Serie: 0-1 BOXSCORE

Elf Postseason-Spiele in Folge hatten die Royals gewonnen. Nur noch ein Sieg fehlte, um den Yankees-Rekord einzustellen. Die Fans im Kauffman Stadium waren entsprechend positiv gestimmt bei ihrer ersten Rückkehr auf die ganz große Bühne seit 1985, schließlich waren die Playoffs bis dato wie im Traum verlaufen.

Doch Madison Bumgarner und die Giants beendeten diesen Traum gnadenlos. Mehr noch: Sie brachten sogar das Publikum gegen die Royals auf, nach dem vierten Inning hörte man im Stadion nur noch leise "Let's Go Giants"-Rufe - und Buhs der heimischen Fans. So hatten sie sich die Rückkehr der World Series nach Missouri nicht vorgestellt.

MadBum dreht auf

Die Giants spielten von Anfang an ein nahezu perfektes Spiel. MadBum feilte erfolgreich an seinem eigenen Streak: Bis zum siebten Inning ließ er keinen Score zu und baute seine Serie damit auf 21 Innings aus. Als Salvador Perez sie im siebten Inning mit einem Homerun beendete, war es für die Royals ohnehin schon zu spät.

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Bumgarner steht in seiner Karriere nun bei 3-0 in der World Series und machte seinem Ruf als Oktober-Helden alle Ehre. Dennoch lobte er den Gegner: "Sie sind auf einem großartigen Run, sonst schafft man es nicht bis hierhin. Aber wir haben uns heute auf uns konzentriert, nicht auf sie. Das haben wir gebraucht."

Der 25-Jährige war nicht der Einzige, der bei den Gästen richtig stark aufspielte. Das ganze Team war von Beginn an zur Stelle. Dank eines Homeruns von Hunter Pence führte San Francisco bereits nach dem ersten Inning mit 3:0, auch weil Royals-Pitcher James Shields seinem Spitznamen "Big Game James" erneut nicht wirklich gerecht werden konnte.

Shields: "Nicht mein Tag"

Shields wurde im vierten Inning, in dem er erneut zwei Giants-Scores zuließ, unter Buhrufen vom Feld genommen. Bei 15 At-Bats erlaubte er sieben Hard-Hits - gleichbedeutend mit seiner schlechtesten Bilanz bei Starts in den letzten vier Jahren. "Es war heute nicht mein Tag", gab sich Shields danach zerknirscht.

Seine Leistung stand sinnbildlich für die uncharakteristisch ängstliche Vorstellung der bisherigen Cinderella-Story der Playoffs. Allerdings wollte Coach Ned Yost die Pleite nicht als Debakel anerkennen: "Wir sind nicht davon ausgegangen, dass wir die Giants einfach so sweepen können."

Bei den Giants herrscht derweil erstmal Hochstimmung - aber nur kurz. Schließlich geht es bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag weiter.

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