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NFL-Vorschau - 9. Spieltag

"Wir hassen die Cowboys!"

Von Florian Regelmann / Daniel Paczulla
Sonntag, 02.11.2008 | 12:35 Uhr
New York Giants, Dallas Cowboys
© Getty
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Am 9. Spieltag der NFL kommt es zu einem richtigen Kracher. Zum großen NFC-East-Duell gastieren die Dallas Cowboys bei den New York Giants. Eine interessante Begegnung gibt es auch in der AFC. Dort empfangen die Indianapolis Colts die New England Patriots.   

Und auch zum Abschluss des Spieltages erwartet die Zuschauer ein Leckerbissen. Im Monday Night Game spielen die Pittsburgh Steelers bei den Washington Redskins.

Die Spiele des 9. Spieltags:

New York Giants (6-1) - Dallas Cowboys (5-3)

Das Spitzenspiel des Wochenendes ist das NFC-East-Duell zwischen den Giants und den Cowboys. Wie groß die Rivalität ist, verdeutlicht die Aussage von Justin Tuck. "Wir hassen sie und sie hassen uns", sagte der Defensive End der New Yorker. Dabei wird Tuck, der bislang sechs von insgesamt 26 Sacks der Giants verbuchte, wieder auf Quarterback-Jagd gehen.
Es könnte der ein oder andere Sack gegen Dallas hinzukommen. Denn Ersatz-QB Brad Johnson ging in den letzten beiden Partien sechs Mal zu Boden. Zum einen braucht der 40-Jährige wieder mehr Schutz seiner O-Line, zum anderen muss er sich auch steigern. Seine zwei Touchdowns bei drei Interceptions sind zu wenig, so dass Tony Romo (Fingerbruch) schmerzlich vermisst wird. Fraglich ist außerdem der Einsatz von Top-TE Jason Witten (Rippenbruch).

Im Mittelpunkt stehen auch zwei extravagante Wide Receiver: Plaxico Burress und Terrell Owens. Burress sorgte in der letzten Zeit für Unruhe bei den Giants. Nach einer teaminternen Sperre ließ ihn Trainer Tom Coughlin am letzten Spieltag lange auf der Bank schmoren. Gegen die Cowboys spielt er aber wieder von Beginn an. Bei Dallas erhielt Owens mit Roy Williams (Lions) tatkräftige Unterstützung und dürfte mehr Raum bekommen. Jedoch müssen die Pässe auch ankommen.

Tennessee Titans (7-0) - Green Bay Packers (4-3)

Schaffen die Titans die Perfect Season? Die nächsten, die das verhindern wollen sind die Packers. Allerdings ist es kein leichtes Unterfangen, Tennessee in die Knie zu zwingen. Beispiele gefällig: Die Titans haben die beste Defense der Liga und ließen bislang erst 87 Punkte zu. Die Titans verfügen über ein starkes Laufspiel (145 Yards pro Spiel), bei dem Chris Johnson (626 Yds, 4 TDs) und LenDale White (327 Yds, 10 TDs) in Top-Form sind.

Und die Titans haben einen starken Quarterback mit Kerry Collins, der die richtigen Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt trifft und Vince Young, der zu Saisonbeginn in der Startformation stand, vergessen ließ. Zwar ist er nicht die Touchdown-Maschine (nur 3 TD-Pässe in 6 Partien), aber der 35-Jährige führt das Team clever übers Feld und profitiert von seiner starken O-Line. Seit fünf Spielen kassierte Collins keinen Sack mehr.
Und wie können die Packers gewinnen? Wenn QB Aaron Rodgers, der seinen Vertrag bis 2014 verlängert hat, es schafft, die Titans Defense zu beschäftigen und so Druck von der eigenen Verteidigung zu nehmen.

Indianapolis Colts (3-4) - New England Patriots (5-2)
Beide Teams gehörten in den letzten Jahren zur Creme de la Creme der Liga. Aktuell zählen sie aber nicht zu den direkten Meisterschaftskandidaten. Die Patriots sind als der große Topfavorit in die Saison gegangen, aber nach dem Kreuzbandriss von QB Tom Brady traut man ihnen nicht mehr viel zu. Richtig überzeugend spielt dafür Ersatz-QB Matt Cassel nicht. Dennoch sind die Pats auf Playoff-Kurs.

Dagegen müssen die Colts um die Postseason zittern. Neben Verletzungssorgen kommt QB Peyton Manning nicht in Tritt. Mit einem QB-Rating von 79 hat er das schlechteste seit seiner Rookie-Saison 1998. Manning muss sich steigern, will Indy nicht erstmals seit 2001 den Playoff-Zug verpassen.

Buffalo Bills (5-2) - New York Jets (4-3)

Eine wichtige Partie in der AFC-East. Bei einer Niederlage der Jets wird es für die New Yorker schwer, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Erhöhter Druck für Brett Favre? Ja, aber der 39-jährige QB hat in seiner Karriere schon so viel erlebt, dass ihn das nicht sonderlich belasten wird. Jedoch muss er seine Fehlerquote minimieren. Außer beim Saisonauftakt warf Favre mindestens eine Interception pro Spiel - alleine drei beim Sieg in der Vorwoche gegen die Chiefs.

Bei Buffalo wird es spannend zu beobachten sein, wie die Bills die überraschende Niederlage in Miami verdaut haben. Vor allem, welche Reaktion QB Trent Edwards nach seiner schwächsten Saisonleistung (0 TD, 1 INTs, 2 Fumble, Sack in der Endzone) zeigt. Die Statistik spricht jedenfalls für die Hausherren. Die letzten drei Begegnungen gingen an die Hausherren.

Monday Night Game: Washington Redskins (6-2) vs. Pittsburgh Steelers (5-2)

In Washington zu gewinnen ist verdammt schwer. Punkt 1: Die Redskins sind in dieser Saison ein richtig gutes Team. Punkt 2: Fast nirgendwo anders sind die Fans so laut wie im FedEX Field. Und dann gibt es ja noch so einen dritten Punkt. Wenn die Gast-Mannschaft im Kabinentunnel darauf wartet, aufs Spielfeld zu kommen, lassen die Redskins ihre heißen Cheerleader vor den Augen des gegnerischen Teams stretchen.

"Sind wir doch ehrlich. Das kann einen schon ablenken. Aber ich habe ein Gerücht gehört, dass sie es nicht mehr machen dürfen", meinte Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger. Tatsächlich ist die als "Redskins-Rule" legendär gewordene Praxis von Commissioner Roger Goodell untersagt worden, aber wer weiß, ob man sich daran hält.

Die Partie verspricht auf jeden Fall einiges. Redskins-QB Jason Campbell hat seit 252 Pässen keine Interception mehr geworfen - unglaublich! Bei den Steelers hofft man auf die Rückkehr von Running Back Willie Parker. Außerdem sollte Roethlisberger einen angenehmeren Tag haben als in der Vorwoche gegen die Giants.

Erstens ist Wide Receiver Santonio Holmes wieder dabei und zweitens ist die Redskins-Defense keine, die viel Druck machen kann. In der Halbzeitpause gibt es im amerikanischen Fernsehen übrigens die letzten Interviews mit Barack Obama und John McCain. Die beiden Präsidentschaftskandidaten nutzen am Abend vor der Wahl die Gelegenheit, ihre letzte Botschaft zu überbringen. Monday Night Football - da kann man schließlich sicher sein, dass das Volk zuschaut.

Der komplette Spieltag im Überblick

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