Freitag, 26.09.2008

Nowitzki zurück in Dallas

"Eine Liga der Spieler, nicht der Trainer"

Dirk Nowitzki ist zurück, zurück in Dallas. Nach einem ereignisreichen Sommer mit den Olympischen Spielen in Peking beginnt für den 30-Jährigen die Vorbereitung auf seine elfte NBA-Saison, seine elfte Saison bei den Mavericks.

Dirk Nowitzki, Avery Johnson
© Getty

Doch während seiner fünfmonatigen Abstinenz in Asien und daheim in Würzburg hat sich einiges bei den Mavs geändert. Wenn der Power Forward am Dienstag zum ersten Training antritt, empfängt ihn ein neuer Trainer. Die Ära Avery Johnson ist beendet, die Ära Rick Carlisle beginnt.

Nach seiner Rückkehr stand Nowitzki den Journalisten erstmal Rede und Antwort im American Airlines Center und äußerte sich zu folgenden Themen...

... über die letzte Saison: "Es war eine Berg- und Talfahrt. Und Spielzeiten mit vielen Auf und Abs sind nie gut. Wir mussten hart arbeiten, um überhaupt in die Playoffs zu kommen. Aber nur für die Playoffs spielen wir nicht."

... über seine letzte Saison: "Für mich persönlich war es ein schweres Jahr. Ich hatte viele schlechte Spiele im November und Dezember. Danach wurde es besser. Vor allem nach dem All-Star-Break hat mir Jason Kidd sehr geholfen."

... über Ex-Coach Avery Johnson: "Ich hatte eine gute Zeit mit Avery. Er hat einen phänomenalen Job gemacht und brachte viel Feuer und Enthusiasmus rein. Zudem führte er uns 2006 in die NBA-Finals. Allerdings hätte ich mir manchmal mehr Kommunikation gewünscht. Wir wissen alle, dass Avery ein kleiner Diktator ist. Ich denke aber, dass die NBA eine Liga der Spieler ist und nicht der Trainer. Avery wollte alles kontrollieren. Uns fehlten auf dem Feld die Freiheiten in der Offensive."

... über seine Zukunft: "Ich bin jetzt 30 Jahre und mein Vertrag läuft noch drei Jahre. Was danach ist, weiß ich noch nicht. Vielleicht reicht es dann nicht mehr für die NBA, weil ich gegen die athletischen Spieler einen Schritt zu langsam bin. Und ich will nicht den richtigen Zeitpunkt für mein Karriereende verpassen. Allerdings möchte ich sie bei den Mavs beenden. Und sollten wir eine Meisterschaft gewinnen, würde ich überlegen, sofort die Schuhe an den Nagel zu hängen."

... über die Möglichkeit in Europa zu spielen: "ALBA Berlin fragt jedes Jahr bei mir an. Sie tun alles, damit ich einmal ihr Trikot trage. Solange ich aber in der NBA spielen kann, ist es kein Thema. Allerdings kann man in Europa länger spielen als in der NBA. Im Sommer habe ich wieder gesehen, dass das Spiel langsamer und nicht so athletisch ist. Deswegen will ich nicht ausschließen, nach meiner NBA-Karriere dort zu spielen. Da halte ich mir alles offen."

... die Möglichkeit, dass Kobe Bryant oder LeBron James in Europa spielen: "Das glaube ich nicht."

... über die Eskapaden von Josh Howard: "Yeah, er hatte einen interessanten Sommer. Ich kenne Josh seit fünf Jahren. Er ist ein guter Junge. Manchmal sagt er nur das Falsche zum falschen Zeitpunkt. Er muss lernen, auch mal Dinge für sich zu behalten. Jetzt soll er sich auf das Trainingcamp und die Saison konzentrieren und die Antwort auf dem Court geben."

SPOX

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