Montag, 25.08.2008

Nowitzki und Kidd in Peking

Schlachtplan ausgetüftelt

Nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei Olympia konzentriert sich Dirk Nowitzki wieder voll auf die NBA und hat sich deshalb noch in Peking mit Mavericks-Teamkollege Jason Kidd getroffen, um einen Schlachtplan für die kommende Saison auszuarbeiten.

Dirk Nowitzki, Jason Kidd
© Getty

Wer kennt sie nicht, die beiden Träume von Dirk Nowitzki: die Olympia-Teilnahme und die NBA-Championship. Den ersten Traum hat sich der 30-Jährige in Peking erfüllt. Jedenfalls zum Teil. Denn am Ende verlief das China-Abenteuer mit dem Vorrunden-Aus - rein sportlich gesehen - doch ein wenig enttäuschend.

Und deshalb konzentriert sich Nowitzki nun auch umso mehr auf die NBA und die Dallas Mavericks. "Ich will endlich die NBA-Meisterschaft holen. Dafür werde ich alles tun", erklärte er noch während Olympia.

Gespräche mit Kidd

Alleine wird der Deutsche den Titel aber sicher nicht holen können. Er braucht Unterstützung, Unterstützung von Jason Kidd. Und deshalb hat Nowitzki mit seinem Teamkollegen im Olympischen Dorf schon den Schlachtplan für die kommende Spielzeit besprochen.

Denn neben Nowitzki waren von den Mavericks auch Kidd (USA) sowie General Manager Donnie Nelson (Co-Trainer China) und Assistant-Coach Casey Smith (USA) in Peking.

"Wenn wir uns getroffen haben, habe ich mit Dirk über unseren neuen Coach Rick Carlisle, das Trainingscamp und die neue Saison gesprochen", so Kidd, dessen Fokus ebenfalls bereits auf der neuen Spielzeit liegt. "Ich bin total heiß", erklärte Kidd. Direkt nachdem er mit den USA die Goldmedaille gewonnen hatte.

Selbstvertrauen getankt

Genug Selbstvertrauen hat der 35-jährige Point Guard in Peking jedenfalls getankt. Denn mit Kidd im Olympia-Team sind die USA seit 46 Partien ungeschlagen.

Hinzu kommt die enorme Anerkennung, die er innerhalb des Teams genießt. "Eigentlich wollte ich zurücktreten, aber LeBron James meinte, dass er nur bei Olympia 2012 mitspielt, wenn ich dabei bin", sagte Kidd.

Eine derartige Führungsrolle konnte er sich bei den Mavs bislang allerdings noch nicht erarbeiten. Nach seinem Trade im Februar von den New Jersey Nets nach Dallas blieb er weit hinter den Erwartungen zurück.

Das soll nun anders werden. "Ich bin jetzt selbstbewusster", meinte Kidd und ergänzte: "Ich hatte mit Carlisle vor Olympia gesprochen und abgemacht, dass ich hart an meinem Schuss arbeiten werde. Wir werden sehen, was dabei herauskommt."

Starke Quote, aber...

Das Training machte sich bei Olympia offenbar schon bezahlt. Zumindest auf den ersten Blick. Seine Wurfquote in den acht Partien des US-Teams lag bei 85,7 Prozent.

Allerdings muss man einschränkend hinzufügen, dass er nur sieben Würfe im ganzen Turnier genommen hat.

Im Schnitt 0,88 Wurfversuche pro Spiel werden bei weitem nicht reichen, um den NBA-Titel zu holen. Da muss sich Kidd deutlich steigern, um Nowitzki die Unterstützung zu geben, die der Deutsche braucht. Ansonsten bleibt der zweite Traum des Würzburgers wohl weiter unerfüllt.

Daniel Paczulla

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