Analyse der Mavs-Situation

Her mit den Schweinshaxen

Von Haruka Gruber
Donnerstag, 29.11.2007 | 07:04 Uhr
Dallas, Nowitzki, Mavericks, Stackhouse, Terry, Dampier
© Getty
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München - Freunde von Steaks, Schnitzel oder Schweinshaxen mal weggeguckt: Fleisch essen ist ungesund!

Meinen zumindest die PETA, einige Ökotrophologen - und Jerry Stackhouse. Der Veteran der Dallas Mavericks wurde im Sommer durch die Lektüre des Diätbuch-Bestsellers "Skinny Bitch" bekehrt und lebt nun vegetarisch.

"Das Buch hat mir die Augen geöffnet", sagt der Veteran der Dallas Mavericks. "Ich lege das Buch jedem nahe. Jeder sollte seine Essgewohnheiten überdenken." Und weil ein fleischloses Leben lebenswerter sei, will er seine Teamkollegen vom Vegetarismus überzeugen.

Nur: Eine Nahrungsumstellung mag gesund sein, leistungsfördernd ist sie offenbar nicht. Stackhouse wirkt in dieser Saison weniger spritzig, seine Statistiken gehen durch die Bank nach unten. Coach Avery Johnson sollte sich daher davor hüten, dem Teamkoch anzuordnen, den Spielern nur noch Gemüseaufläufe oder gebratenen Tofu vorzusetzen.

Dallas stagniert

Ohnehin stecken die Mavs - trotz Fleischzufuhr - in einem Leistungsloch. Nach fünf Spielen in sieben Tagen ist Dallas aus dem Rhythmus gekommen, zuletzt setzte es mit dem 98:110 zuhause gegen Washington die dritte Niederlage in Serie. Auch der Sieg letzte Nacht gegen ein schwaches Minnesota kann nicht über viele Probleme hinwegtäuschen. "Aus irgendwelchen Gründen stagnieren wir", sagt Stackhouse.

Der 33-Jährige wollte nicht ins Detail gehen, es kristallisieren sich jedoch fünf Kernprobleme heraus, warum die Mavs "einige Dinge reparieren müssen" (Devin Harris). Stackhouse' vegetarischer Lebenswandel ist nur das kleinste davon.

Die Verteidigung

In der Offensive vollzog Coach Johnson vor der Saison einen Kurswechsel. Improvisation ist Trumpf, weg von rigiden Gameplans. Die neu entdeckte Freiheit auf dem Parkett führt bei den Spielern jedoch dazu, dass sie in der Verteidigung nicht mehr die fest einstudierten Systeme laufen.

In jedem der letzten fünf Spiele gab es mindestens ein Viertel, in dem die Mavs 30 Punkte oder mehr zuließen. "Das ist definitiv zu viel", bemängelt Johnson die Anhäufung an Nachlässigkeiten.

Der MVP

Es ist schwer mit Worten zu beschreiben, was derzeit mit Dirk Nowitzki vor sich geht. Offenbar in dem Bestreben, als eine Art verkappter Spielmacher zu fungieren, vergisst er seine wahren Stärken. Der Punkte- und Reboundschnitt (21,4 / 8,6) sowie die Dreier- und Freiwurfquote (31,6 / 80,6 Prozent) sind so schlecht wie zuletzt vor acht bzw. neun Jahren.

"Vielleicht denke ich zuviel nach: Ob ich meine Mitspieler häufig genug einsetze, ob ich andererseits zuviel passe, ob ich nicht mehr werfen müsste, ob ich so spielen sollte wie die letzten Jahre", sagt Nowitzki. "Ich bin dabei, die richtige Mischung zu finden."

Die Neuzugänge

Angepriesen wurden sie als Defensiv-Stopper mit gutem Wurf, spielen tun sie verletzungsbedingt nur selten (Eddie Jones) oder wie ein Durchschnitts-Verteidiger mit durchschnittlichem Wurf - und mit dem einen oder anderen Pfund zuviel auf den Rippen (Trenton Hassell).

Tröstlich, dass mit Brandon Bass und J.J. Barea zumindest zwei Spielern der Sprung in die Rotation gelang, von denen man es nicht unbedingt erwartet hatte.

Die Center

DeSagana Diop und Erick Dampier leisten ganze Arbeit. Der eine räumt fleißig in der Zone auf (7,8 Rebounds, 2,4 Blocks), der andere beißt trotz schmerzender Schulter auf die Zähne und dient als Backup.

Wäre da nur nicht die Offensive. Besser formuliert: die nicht existente Offensive. Diop und Dampier erzielen zusammen sieben Punkte. Damit bestreitet Dallas jeden Angriff quasi nur zu vier Fünfteln.

Die Bank

Ohne Zweifel: Die Bank der Mavs ist tief. Wenn jedoch Jason Terry und Barea aus dem Spiel genommen werden, fehlt Offensiv-Output von der zweiten Fünf. Stackhouse ist wie erwähnt fleisch- und kraftlos, trifft nicht einmal jeden vierten seiner Dreierwürfe.

"Stack ist überhaupt nicht im Rhythmus", sagt Johnson. "Er spielt nicht so, wie wir es uns wünschen. Wir haben aber schon Gründe gefunden, die für seine Form verantwortlich sein könnten."

Wie wäre es mit einer Portion Steak, Schnitzel oder Schweinshaxe?

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