Olympia

Volleyballerinnen träumen weiter von Olympia

SID
Kapitänin Margareta Kozuch (r.) ging mit gutem Beispiel voran
© Getty

Der Traum von der Olympia-Teilnahme lebt weiter: Nach einem Sieg gegen Bulgarien ist die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen ins Halbfinale des Qualifikationsturniers für London eingezogen. Im letzten Spiel der Gruppe A gewannen die Vize-Europameisterinnen in Ankara gegen den klaren Außenseiter 3:0 (25:22, 25:22, 25:11).

"Es ging um den Einzug ins Halbfinale. Da war der Druck ein ganz anderer, aber wir haben in den wichtigen Situationen die Ruhe bewahrt", sagte Kapitänin Margareta Kozuch.

Nach der bitteren Pleite gegen die Türkei hatte das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti angekündigt, den nächsten Gegner "weghauen" zu wollen. Doch zunächst sah es nicht danach aus.

Die Bulgarinnen hielten dem deutschen Offensivspiel im ersten Satz mit einem starken Block stand, punkteten vor allem durch die 1,90 Meter große Kapitänin Elitsa Vasileva, brachten sich aber durch zahlreiche Aufschlagfehler immer wieder selbst in Bedrängnis. So konnten die deutschen "Schmetterlinge" den ersten Durchgang dank des entscheidenden Blocks der stark aufspielenden Margareta Kozuch für sich entscheiden.

"Wir sind extrem motiviert"

Im zweiten Satz lief Deutschland schnell einem Zwei-Punkte-Rückstand hinterher, kämpfte sich aber zurück und gewann durch ein verbessertes Angriffsspiel letztlich verdient. In der Endphase der Partie hatte das Team von Trainer Marcello Abbondanza den deutschen Angriffen nur noch wenig entgegenzusetzen und verlor letztlich deutlich.

Nach zwei Erfolgen und einer Pleite belegt Deutschland den zweiten Platz hinter der Türkei und trifft damit im Halbfinale am Samstag (13.30 Uhr) auf Polen. Die Nummer sieben der Weltrangliste hatte sich in Gruppe B überraschend gegen Weltmeister Russland und Europameister Serbien durchgesetzt. Nur der Turniersieger erhält ein Ticket für London.

Daher betonte Guidetti: "Wir sind extrem motiviert." Einen klaren Favoriten gibt es für ihn in der Vorschlussrunde nicht, aber er sieht die deutsche Organisation in der Defensive und im Block gegenüber der polnischen im Vorteil: "Das könnte den Unterschied machen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung