Dienstag, 15.05.2012

Judoka Miryam Roper schreibt für SPOX

4 Schuss - 0 Treffer!

Miryam Roper gewann bei der Judo-Europameisterschaft 2012 die Bronzemedaille (Gewichtsklasse bis 57 kg) und sicherte sich mit dem bisher größten Einzelerfolg ihrer Karriere gleichzeitig die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London. Für SPOX berichtet die 29-Jährige ab sofort regelmäßig über ihre Erlebnisse auf dem Weg nach London. Zum Start: die Überprüfung der Schießfähigkeiten und ihre "no risks, no glory"-Entscheidung.

Miryam Roper (M.) hat sich 2010 bei der Bundeswehr als Zeitsoldatin verpflichtet
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Miryam Roper (M.) hat sich 2010 bei der Bundeswehr als Zeitsoldatin verpflichtet

Hallo liebe SPOX-Leser,

als Judoka ist natürlich mein Körper meine Waffe, als Soldatin der Sportfördergruppe steht aber auch für mich jedes Jahr die Überprüfung der Schießfähigkeiten an.

Normalerweise sieht mein Dienstplan Training oder Wettkampf vor, gewisse militärische Grundvoraussetzungen und Fähigkeiten muss aber jeder Soldat erfüllen. Auch als Sportsoldat.

Deshalb bin ich letzte Woche in meine andere Uniform geschlüpft und dann hieß es nicht "Hajime", sondern Antreten in der Kaserne, auf zum Schießplatz und möglichst ins Schwarze treffen.

Geringes Medieninteresse

Nach einer kurzen Wiederholungsausbildung im Umgang mit der Waffe, bei der leider auffiel, dass meine Grundausbildung schon einige Zeit her ist ("Irgendwas klemmt hier, eine Patrone ist weg"), ging es dann ans Eingemachte.

Aus verschiedenen Distanzen sollte ich auf eine ca. ein Meter hohe Attrappe schießen. Vier Schuss pro Station und mindestens einmal sollte das Männchen umfallen.

Dass ich überhaupt auf dem Weg nach London bin, habe ich auch der Bundeswehr zu verdanken. Durch die Sportförderung kann ich mich voll und ganz aufs Training konzentrieren und bin finanziell abgesichert. Judo ist zwar gerade bei Kindern weit verbreitet, das Medieninteresse ist in Deutschland dennoch gering.

Sponsoren sind daher rar gesät. Früher musste ich neben Studium und Volontariat immer jobben. Wenn du dann bis 2 Uhr nachts in der Kneipe arbeitest, bist du am nächsten Morgen natürlich nicht fit fürs Training.

Auch so habe ich den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft. Hier und da hatte ich auch Erfolge. Um aber ständig an der Spitze mitkämpfen zu können, reichte es nicht.

Das Zeug zur Nummer eins

Deshalb habe ich mich 2010 bei der Bundeswehr als Zeitsoldatin verpflichtet und diesen Schritt bisher nicht bereut. Klar haben mir einige damals davon abgeraten. Schließlich war ich mit 27 nicht die jüngste für diesen Schritt und andere denken in dem Alter eher an ihr Karriereende und den Berufseinstieg, anstatt erst "Vollprofi" zu werden.

Vor allem hatte ich bis dato weder bei einer Europa- noch Weltmeisterschaft gekämpft und befand mich in der Weltrangliste irgendwo im Niemandsland. Also objektiv eigentlich nicht die weiseste Entscheidung. Aber was hilft es, nur auf den Verstand zu hören, wenn das Herz etwas anderes will. Also - no risks, no glory.

Ich wusste, wenn ich mich voll und ganz aufs Judo konzentriere, kann ich es schaffen. Ich war überzeugt, dass ich das Zeug zur Nummer eins habe.

Stichtag: 30. Juli

Der Erfolg hat mir recht gegeben. Seitdem ich bei der Sportfördergruppe bin, habe ich mich stetig nach vorne gekämpft: 2011 gewann ich meinen ersten Weltcup, gab mein Debüt bei den Europameisterschaften und wurde WM-Fünfte. Jetzt, nach Ablauf der zweijährigen Olympia-Qualifikation, bin ich da, wo ich immer hin wollte.

Ich habe mein Ticket für die Olympischen Spiele. Am 30. Juli kämpfe ich in der Gewichtsklasse bis 57 kg. Bis dahin gibt es für mich noch einiges zu erledigen. Unter anderm eben auch die Schießprüfung bestehen.

Leider hatte ich keine ruhige Hand. Schon an der ersten Station traf ich kein einziges Mal. Glorreiche Aussichten. Wie auch beim Judo ist aber auch beim Schießen alles eine Frage von Konzentration und Technik.

Nach einigem Üben lief es dann besser und ich habe sogar Silber geschossen. Pflicht erfüllt. Jetzt kann die Olympia-Vorbereitung so richtig losgehen. In den kommenden Wochen werdet Ihr also mehr von mir und meiner Road to London hören.

Bis bald,

Eure Mimi Roper

London 2012: Die olympischen Sportstätten
Welcher Tourist kennt diesen Blick nicht? Die Olympia-Maskottchen Wenlock und Mandeville grüßen aus dem sonnigen London
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Am 27. Juli beginnen in der englischen Hauptstadt die olympischen Spiele. Die Sportstätten stehen alle jetzt schon. Ein Überblick
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Das ist der komplette Olympiapark, in dem die Athleten wohnen und ein Großteil der Wettkämpfe stattfindet
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Vor dem neuen Olympiastadion steht die spektakuläre Skulptur namens ArcelorMittal Orbit. Der Aussichtsturm hat eine Höhe von 115 Metern
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Ein Blick in das Olympiastadion. Hier wird Usain Bolt als Hauptattraktion um Gold über die 100 Meter der Männer laufen
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Fußball wird hier gespielt - im Wembley-Stadion. Außerdem im Old Trafford, St. James Park, Hampden Park, Millennium Stadium und City of Coventry Stadium
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Der Ort, an dem Tennis gespielt wird, ist genauso historisch wie Wembley. Es geht auf den heiligen Rasen nach Wimbledon
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Der Ort, an dem Tennis gespielt wird, ist genauso historisch wie Wembley. Es geht auf den heiligen Rasen nach Wimbledon
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Die Wembley Arena ist Schauplatz für das Badminton-Turnier und die Rhythmische Sportgymnastik
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Die O2 Arena heißt während Olympia North Greenwich Arena. Dort wird geturnt und die Finals im Basketball steigen auch dort. Dream-Team-Alarm!
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Das ist die normale Basketball Arena, in der sämtliche Vorrundenspiele stattfinden werden. Sie liegt im Olympiapark
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Die Handball Arena sieht von außen nicht sonderlich spektakulär aus. In ihr werden die Olympiasieger bei Männern und Frauen ausgespielt
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Im Aquatic Center wird - wie der Name schon sagt - geschwommen und gesprungen
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Direkt neben dem Aquatic Center erhebt sich die Wasserball-Halle aus dem Boden
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Diese beeindruckende Fassade gehört zur Bahnrad Arena. In der soll es für die Briten besonders viele Medaillen geben
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Direkt neben der Bahnrad Arena werden die BMX-Fahrer in ihrem Parcours über Stock und Stein radeln
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Vor dem großen Medienzentrum befinden sich die Hockey-Plätze. Kurze Wege also für die Hockey-Journalisten
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Hier wird es wild. Das ist der Kurs für die Wildwasser-Kanuten
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Die Bogenschützen zieht es in die Stadt hinein. Sie kämpfen auf dem Lord's Cricket Ground um Medaillen
© Getty
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Ebenfalls in der Innenstadt tummeln sich die Marathonläufer und Triathleten. Sie durchqueren den Hyde Park
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Das größte Los haben die Beachvolleyballer gezogen. Sie spielen auf königlichem Boden. Auf der Horse Guards Parade
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Ganz schlecht haben es aber auch die Volleyballer nicht getroffen. Sie spielen am Earl's Court
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In der ExCel Arena ist richtig viel los. Dort finden Boxen, Fechten, Judo, Tischtennis, Taekwondo, Gewichtheben und Ringen statt
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Die Reiter sind in London auch nicht weit weg vom Schuss. Sie bestreiten ihre Wettkämpfe im Greenwich Park
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Die Schützen verschlägt es für ihre Wettkämpfe in die Royal Artillerie Barracks
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Die Mountainbiker geben sich mit dem kleinen BMX-Parcours nicht zufrieden. Sie fahren ihre Rennen in Hadleigh Farm
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Die Ruderer und Kanuten begeben sich aufs Elite-College. Genau gesagt nach Eton Dorney.
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Segeln kann man in London selbst leider nicht, dafür generell in England aber vorzüglich. Die Wettkämpfe finden in Weymouth und Portland statt
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Die Eröffnungs- und die Schlussfeier finden selbstverständlich im Herz des Olympiaparks statt - im Olympiastadion
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