Olympia

IOC bestätigt Bewerbungs-Anpassungen

SID
Das IOC kündigt Änderungen an

Das IOC hat nach dem Rückzug von Budapest als Kandidat für die Olympischen Spiele 2024 erneut Änderungen des Bewerbungsverfahrens angekündigt. Ob es am 13. September bei der IOC-Session in Lima allerdings schon zu einer Doppelvergabe der Spiele 2024 und 2028 an die verbliebenen zwei Kandidaten Paris und Los Angeles kommt, ist weiter offen.

Die "politische Situation in unserer zerbrechlichen Welt" erfordere, "dass wir das Kandidatenverfahren weiter anpassen", schrieb IOC-Sprecher Mark Adams laut Branchendienst insidethegames in einem Brief an die IOC-Mitglieder. Unter den augenblicklichen Bedingungen produziere das Verfahren zu viele Verlierer, "wie der Präsident bereits bemerkt hat", hieß es.

Wie das IOC am Freitagnachmittag mitteilte, habe das Nationale Olympische Komitee (NOK) Ungarns den Rückzug offiziell bestätigt. "Diese Entscheidung ist eine Enttäuschung, das Komitee hat eine exzellente Bewerbung präsentiert, die die Inhalte der Agenda 2020 berücksichtigte. Es wurde deutlich, dass auch kleinere Städte in kleineren Ländern eine Bewerbung stemmen können", hieß es.

Eine "vielversprechende" Bewerbung Budapests sei, so Adams weiter, in Ungarn benutzt worden, um innenpolitische Interessen jenseits der Olympischen Spiele durchzusetzen. Eine Aktivistengruppe, die in Opposition zur aktuellen ungarischen Regierung steht, hatte über 250.000 Unterschriften gesammelt und so ein Bürgerreferendum erzwungen. Davor schreckten Ungarns Machthaber zurück und verzichteten auf die Bewerbung.

Laut Adams habe die vom IOC-Präsidenten Thomas Bach eingeführten Reform-Agenda 2020 bereits mit Erfolg auf das Bewerberverfahren eingewirkt: "In der Tat haben alle drei Kandidaten deutlich gemacht, dass ihre Kandidaturen ohne Olympische Agenda 2020 nicht stattgefunden hätten."

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