Sonntag, 20.11.2016

Der illegale Tickethandel bei Olympia war größer als angenommen

Schwarzhandel in Rio - neues Ausmaß

Der illegale Handel mit Tickets bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro hat offenbar größere Dimensionen als bisher bekannt. Der in Rio zuständige Staatsanwalt Marcos Kac teilte dem WDR mit, dass nach derzeitigem Ermittlungsstand die "Operation um einiges organisierter" sei als während der Spiele angenommen.

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In Rio war unter anderem der irische Sportfunktionär Patrick Hickey ins Visier geraten.

Generell laufe das Geschäft mit überteuerten Tickets laut Kac bereits seit 2002. "Wir sprechen womöglich über eine Operation, die einen Profit zwischen 70 und 100 Millionen Euro generiert hat. Denn dieses Geschäft läuft seit den Winterspielen in Salt Lake City", sagte der Staatsanwalt.

Hickey (71), bis dahin Mitglied im Vorstand des Internationalen Olympischen Komitees, war am Tag nach der Eröffnung der Spiele in Rio de Janeiro verhaftet worden. Er steht im Verdacht, Olympia-Eintrittskarten aus dem Kontingent der irischen Olympischen Komitees (OCI) zum überteuerten Weiterverkauf an die Ticket- und Hospitality-Firma THG weitergegeben und sich damit bereichert zu haben. Hickey hatte allerdings stets seine Unschuld beteuert.

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