Wintersport

DSV-Männerstaffel in Pokljuka auf Rang drei

SID
Simon Schempp und die DSV-Staffel landeten in Pokljuka auf dem dritten Rang

Die deutschen Biathleten müssen weiter auf ihren ersten Staffelsieg seit dem 14. März 2015 warten. Am Sonntag lief das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) beim Weltcup in Pokljuka in der Formation Erik Lesser (Frankenhain), Matthias Dorfer (Marzoll), Benedikt Doll (Breitnau) und Simon Schempp (Uhingen) über 4x7,5 km auf den dritten Platz.

Nach elf Nachladern betrug der Rückstand auf den Sieger Frankreich 21,5 Sekunden.

Schlussläufer Schempp hatte als Zweiter die Verfolgung des französischen Dominators Martin Fourcade in Angriff genommen. Während Fourcade allerdings fehlerfrei blieb und einsam dem Sieg entgegen lief, musste Schempp nach einem Nachlader den russischen Schlussmann Anton Schipulin passieren lassen. Der Olympiasieger erreichte 15,7 Sekunden hinter Frankreich das Ziel.

"Ich habe alles versucht und noch gehofft, Schipulin zu holen. Leider habe ich den Anschluss nicht geschafft. Aber immerhin sind wir mit einem Podium in die Saison gestartet", sagte Schempp im ZDF. Zuletzt hatte die Männerstaffel 2007 im ersten Teamrennen der Saison das Podest erobert.

"Die Jugend muss voran"

Startläufer Lesser hatte zuvor durchwachsen geschossen, fünf Nachlader benötigte der 28-Jährige für die insgesamt zehn Scheiben. Auch deshalb übergab er mit einem Rückstand von 33,9 Sekunden als Neunter auf Dorfer (23), der in Slowenien sein Weltcup-Debüt gefeiert hatte und den geschonten Ex-Weltmeister Arnd Peiffer ersetzte.

"Die Jugend muss voran", begründete Männer-Bundestrainer Mark Kirchner Dorfers Nominierung und ergänzte: "Bewährungsproben sind dafür da, um sie zu meistern." Und das machte der Neuling überraschend souverän. Ohne Ersatzpatrone kam Dorfer aus, trotz leichter Nachteile in der Loipe schickte er Doll als Achter (+53,7 Sekunden) auf die Strecke.

Dessen Vorstellung war ein kompletter Kontrast zu Dorfers Leistung. Läuferisch glänzte Doll erneut - was angesichts von fünf Nachladern aber auch nötig war. Dank einer furiosen Schlussrunde führte er sein Team auf den zweiten Rang, nur 20,5 Sekunden betrug der Rückstand beim letzten Wechsel.

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