Sonntag, 14.02.2016

Prevc überragt am Monsterbakken in Vikersund

Freund fliegt knapp am Podest vorbei

Nach dem gelungenen Abschluss des Skiflug-Wochenendes im norwegischen Vikersund war Severin Freund trotz der knapp verpassten Podestplatzierung bester Laune. "Das war einfach ein extrem geiler Wettkampf", sagte der 27-Jährige aus Rastbüchl, der im dritten Weltcup auf dem "Monsterbakken" am Sonntag Platz vier belegt hatte: "Die Bedingungen waren heute optimal. Es hat einfach nur Spaß gemacht."

Severin Freund ist beim dritten Anlauf auf dem Monsterbakken knapp am Podest vorbei geflogen
© getty
Severin Freund ist beim dritten Anlauf auf dem Monsterbakken knapp am Podest vorbei geflogen

Während Skiflug-Weltmeister Peter Prevc (Slowenien) trotz eines Beinahe-Sturzes im zweiten Durchgang seinen elften Saisonsieg feierte, war Freund auf 236,5 und 226,5 Meter geflogen und hatte sich nach den Plätzen zehn und fünf an den Tagen zuvor erneut gesteigert.

"Der Dieselmotor hat ein wenig gebraucht, bis er vorgeglüht war", sagte der Mannschafts-Olympiasieger von Sotschi: "Aber wenn er einmal läuft, dann läuft er."

Hinter dem starken Freund überzeugte im deutschen Team am Sonntag auch Weltcup-Rückkehrer Markus Eisenbichler auf einem guten 15. Rang. Richard Freitag blieb dagegen nach Rang 15 am Vortag als 17. erneut hinter den Erwartungen zurück.

Daneben belegte Andreas Wank Platz 19 und Karl Geiger, der im ersten Durchgang mit einem Flug auf 215,5 als letzter Athlet des DSV-Teams die "magische" 200-m-Marke geknackt hatte, Rang 28.

Prevc übernimmt Führung der gesonderten Skiflug-Wertung

Das Sorgenkind der deutschen Mannschaft bleibt derweil Andreas Wellinger, der zum Abschluss wie bereits am Samstag in der Qualifikation scheiterte. Auch für Stephan Leyhe war der Arbeitstag nach einem schwachen Flug auf 187,5 m vorzeitig beendet.

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Der letzte Tag in Vikersund hatte den Athleten noch einmal traumhafte Wetter-Verhältnisse beschert. Sogar der Weltrekord von 251,5 m, aufgestellt im Vorjahr vom Norweger Anders Fannemel, schien angesichts von konstantem Aufwind in der Vikersunder Abendsonne zwischenzeitlich zu wackeln. Sowohl Fannemels Landsmann Andreas Stjernen als auch Tourneesieger Prevc segelten auf die Tagesbestweite von 249,0 m.

Für Prevc, der trotz einer verpatzten Landung bei seinem Traumflug in Durchgang zwei den Österreicher Stefan Kraft und Stjernen auf die Plätze verwies, war es nach dem Triumph am Samstag bereits der zweite Sieg des Wochenendes. Neben der Führung im Gesamtweltcup übernahm der 23-Jährige damit auch Rang eins in der gesonderten Skiflug-Wertung von seinem Landsmann Robert Kranjec, der diesmal überraschend im ersten Durchgang ausgeschieden war.

Der Überflieger des bisherigen Winters gilt damit auch für die verbleibenden beiden Skiflug-Weltcups beim Saisonfinale im slowenischen Planica im März als Topfavorit. Dann möchte allerdings auch Severin Freund wieder angreifen. "Beim Skifliegen kommt es immer auch auf das Verhältnis zur Schanze an", sagte er: "Und in Planica will ich mich diesmal definitiv teurer verkaufen als im letzten Jahr."


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