Ordentlicher Start in die WM-Saison

Böhler sorgt für Lichtblick

SID
Sonntag, 30.11.2014 | 14:09 Uhr
Steffi Böhler erreichte immerhin die halbe WM-Norm
© getty
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Dank Steffi Böhler haben die deutschen Skilangläufer im finnischen Kuusamo einen ordentlichen Start in die WM-Saison erwischt (das Rennen im RE-LIVE). Nach einem völlig verpatzten Sprint-Wettkampf am Samstag schaffte die 33-Jährige mit Rang elf im Klassikrennen über 10 km immerhin die halbe WM-Norm.

Enttäuschend präsentierten sich dagegen die Männer, bei denen nur Tim Tscharnke als 28. über 15 km mit ein paar Punkten im Gepäck die Heimreise antrat (das Rennen im RE-LIVE).

"Das sollte uns Auftrieb geben für die nächsten Wochen. Eine leichte Verunsicherung war schon da", sagte Böhler (Ibach), nachdem tags zuvor im Sprint nur Hanna Kolb (Buchenberg) als 18. in die Punkte gelaufen war. Auch die Olympia-Achte Denise Herrmann (Oberwiesenthal), in der vergangenen Saison Zweite im Sprint-Weltcup, verpasste nach einem Sturz als 36. ihre Ziele deutlich.

"Steffis Leistung am Sonntag war ein Fingerzeig, dass wir in der Lage sind, wieder näher an die Weltspitze heranrücken zu können. Ich glaube, es wird weiter nach vorne gehen", sagte Bundestrainer Frank Ullrich im ZDF. Immerhin: Hinter Böhler sammelten über 10 km auch Nicole Fessel (Oberstdorf/18.), Herrmann (19.) und die zweimalige Olympiasiegerin Claudia Nystad (Oberwiesenthal/23.) Punkte.

Norwegerinnen nicht zu stoppen

Nicht zu stoppen waren wie gewohnt die Norwegerinnen. Der Sprint ging an die sechsmalige Olympiasiegerin Marit Björgen, das Distanzrennen an Therese Johaug. "Therese läuft jeden Wettkampf wie einen Sprint. Diese Frequenz ist Wahnsinn, sie hat eine immense Maschine in sich drin", sagte Herrmann anerkennend. Johaug hatte beim 16. Weltcup-Sieg ihrer Karriere starke 46 Sekunden Vorsprung auf Björgen.

Das deutsche Männer-Trio ging derweil im Sprint komplett leer aus, über 15 km blieb auch Tscharnke hinter den Erwartungen zurück. "Ich hatte mir schon ein bisschen mehr erhofft", sagte der 24-Jährige. Josef Wenzl (Zwiesel) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) hatten wie erwartet nichts mit der Entscheidung zu tun und landeten mehr als vier Minuten hinter der Spitze auf den Plätzen 85 und 89.

Seinen ersten Weltcup-Sieg feierte nach 35:09,4 Minuten überraschend der finnische Lokalmatador Ivo Niskanen (22) vor dem Norweger Martin Johnsrud Sundby und Sami Jauhojärvi (Finnland). Im Sprint hatten am Samstag Eirik Brandsdal, Petter Northug und Sondre Turvoll Fossli für einen norwegischen Dreifachsieg gesorgt.

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