Schempp im Einzel in auf Rang zehn

SID
Samstag, 11.01.2014 | 14:55 Uhr
Simon Schempp wurde 2010 in Chanty Mansisk mit der Mixed-Staffel Weltmeister
© getty
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Die deutschen Biathleten haben im letzten Einzel vor den Olympischen Spielen in Sotschi die Podestplätze klar verpasst. Im Klassiker über 20 km wurde der fehlerfreie Simon Schempp beim Heim-Weltcup in Ruhpolding als bester des DSV-Teams Zehnter.

Zu schwach in der Loipe, zu unkonzentriert am Schießstand: Die deutschen Biathleten haben beim Heim-Weltcup in Ruhpolding im Einzel über 20 km enttäuscht und die Podestplätze klar verfehlt. Bei der Generalprobe für den langen Klassiker bei den Olympischen Spielen in Sotschi wurde Simon Schempp als Zehnter bester Deutscher.

Schempp zeigte am Schießstand vor 14.000 Zuschauern in der Chiemgau-Arena eine tadellose Vorstellung und brachte alle 20 Schüsse sicher unter. Dass er nicht weiter vorne landete, lag jedoch unter anderem auch an einem Sturz in der ersten Runde.

Sturz verhindert bessere Position

"Mich hat es gleich geschmissen, da verliere ich den ganzen Schwung und bin gleich hinten", sagte der 25-Jährige: "Aber läuferisch war bei mir gar nichts los. Die Platzierung ist jetzt nicht so schlecht, aber mit null Fehlern wäre mehr drin gewesen."

Er habe sich "extrem schlecht" in der Loipe gefühlt - und damit war er im Team des DSV nicht alleine. "In der zweiten Runde ging der Verfall los, ich kam überhaupt nicht ins Laufen. Ich habe mich leer gefühlt, es war keine Power da", sagte Erik Lesser. Der Frankenhainer schoss zwar lediglich zwei Fehler, landete damit aber nur auf Rang 39 und hatte im Ziel 3:21,6 Minuten Rückstand.

Svendsen verdrängt Fischer

Den Sieg sicherte sich der erneut starke Norweger Emil Hegle Svendsen (1 Fehler), der seinen 34. Weltcuperfolg feierte und hinter Landsmann Ole Einar Björndalen (93) und dem Franzosen Raphael Poiree (44) nun die meisten Siege auf seinem Konto hat. Er verdrängte Sven Fischer in der Bestenliste auf Rang vier. Platz zwei in Ruhpolding holte der Russe Alexej Wolkow (0) vor Landsmann Jewgeni Ustjugow (1).

Zweitbester deutscher Skijäger wurde Daniel Böhm als 22., Arnd Peiffer landete bei seiner Rückkehr nach überstandener Erkältung auf Platz 30. Mit einem großen Zeitrückstand von 3:19,1 Minuten musste sich Andreas Birnbacher mit Rang 38 zufrieden geben.

Vize-Weltmeister Stephan schwächelt

Der ehemalige Einzel-Vizeweltmeister Christoph Stephan verpasste nach sechs Strafminuten sogar die Verfolgung der besten 60. Der Thüringer wurde nach zuletzt guten Auftritten 88. in seiner Spezialdisziplin.

Die Ergebnisse des Rennens sind die Grundlage für den abschließenden Verfolger am Sonntag. Allerdings werden die Zeitrückstände auf den Sieger halbiert, da den Jagdrennen normalerweise ein Sprint mit der halben Distanz vorausgeht.

Auch die Frauen bestreiten am Sonntag ein Verfolgungsrennen. In der kommenden Woche reisen die Biathleten zur Olympia-Generalprobe nach Antholz/Italien.

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