Samstag, 28.12.2013

Vierschanzentournee in Oberstdorf: Qualifikation

Neun DSV-Adler beim Springen dabei

Martin Schmitt und Richard Freitag atmeten nach der geglückten Qualifikation erleichtert durch, die Mitfavoriten Severin Freund und Andreas Wellinger haderten noch: Die deutschen Skispringer haben zum Auftakt der 62. Vierschanzentournee einen Tag mit Licht und Schatten erlebt.

Severin Freund rechnet sich bei der Tournee durchaus Chancen auf einen der vorderen Plätze aus
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Severin Freund rechnet sich bei der Tournee durchaus Chancen auf einen der vorderen Plätze aus

Während sich Schmitt und Freitag die Tickets für das erste Springen am Sonntag (16.30 Uhr im LIVETICKER) in Oberstdorf sicherten, konnten Freund und Wellinger ihre Ambitionen auf den ersten deutschen Tournee-Tagessieg seit elf Jahren nicht unterstreichen.

"Die Qualifikation ist nicht ganz nach meinem Geschmack verlaufen. Die Jungs haben sich ein bisschen zu viel vorgenommen, und der Fluss hat gefehlt", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Insgesamt gelang 9 von 13 Springern des DSV die Qualifikation.

Der 25 Jahre alte Freund schaffte mit seinem Sprung auf 127,5 Meter auf der Schattenbergschanze als Neunter zwar die beste deutsche Leistung, hatte allerdings keine Chance auf eine Platzierung ganz vorn.

Quali-Sieger Anders Bardal aus Norwegen sprang auf 134,0 Meter, und auch der Japaner Noriaki Kasai (135,0) als Zweiter sowie der viermalige Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz (131,5) auf Rang drei sammelten deutlich mehr Punkte. Bardal erhielt für den Tageserfolg die erstmals ausgelobte 2000-Euro-Prämie.

Wellinger auf Rang 26

Auch der durch seine gute Weltcup-Platzierung ebenfalls vorqualifizierte Andreas Wellinger (Ruhpolding) konnte mit seinem Flug auf 123,5 m noch nicht überzeugen. Der 18-Jährige belegte vor 9000 Zuschauern im Allgäu nur Rang 26.

Trend

Wer gewinnt die Vierschanzentournee 2013/14?

Thomas Diethart
Thomas Morgenstern
Simon Ammann
Gregor Schlierenzauer
ein anderer Springer

Erleichtert zeigte sich hingegen Altmeister Martin Schmitt (Furtwangen). Der Team-Olympiasieger sprang bei schlechten Windverhältnissen zwar nur auf 120,0 Meter, schaffte es bei seiner 18. und letzten Tournee aber als 49. trotzdem haarscharf in den Wettkampf.

"Ich bin schon erleichtert, aber ich war nicht zufrieden. Es war ein kleiner Fehler drin im Flug, und dann fehlen halt ein paar Meter. Drei, vier Meter mehr wären schon drin gewesen", sagte Schmitt, der in Oberstdorf bereits dreimal gewonnen hat. Im Wettkampf tritt er gegen den bärenstarken Kasai an und muss das Aus im ersten Durchgang fürchten.

Nach seiner überstandenen Knochenhautentzündung war auch Richard Freitag (Aue) glücklich. Der 22 Jahre alte Sachse belegte Rang 39 (123,0 m). "Zum Glück ist es gut ausgegangen, aber ich musste ein bisschen pokern", sagte Freitag, der Probleme mit seinen Sprungschuhen hatte und diese nach dem Training kurzfristig tauschen musste. "Ich bin jetzt froh, dass ich dabei bin", sagte der dreimalige Weltcupsieger.

Vier Deutsche ausgeschieden

Zudem durften sich Marinus Kraus (Oberaudorf/129,0), Andreas Wank (Oberhof/127,5), Michael Neumayer (Berchtesgaden/125,5), Daniel Wenig (Berchtesgaden/126,5) und Danny Queck (Lauscha/124,5) über den Sprung in den Wettkampf freuen.

Die Qualifikation verpassten dagegen Maximilian Mechler (Isny/115,0), Markus Eisenbichler (Siegsdorf/122,5), Jan Mayländer (Degenfeld/122,0) und Karl Geiger (Oberstdorf/128,0).

Vierschanzentournee: Die Sieger der letzten 20 Jahre
Die Vierschanzentournee ist jedes Jahr auf Neue ein Highlight. SPOX blickt auf die letzten 20 Sieger zurück
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Die Vierschanzentournee ist jedes Jahr auf Neue ein Highlight. SPOX blickt auf die letzten 20 Sieger zurück
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2014/15: Stefan Kraft (Österreich). Der 22-Jährige setzte sich vor seinem Landsmann Michael Hayböck und Peter Prevc durch
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2013/14: Thomas Diethart (Österreich). Der Sensationssieger kam aus dem Nichts und gewann sowohl in Garmisch als auch in Bischofshofen
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2012/13: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der Dominator wiederholte seinen Triumph bei der Vierschanzentournee dank Siegen in Innsbruck und Bischofshofen
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2011/2012: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der 23-Jährige gewann in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und bescherte den Österreichern den vierten Titel in Folge
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2010/2011: Thomas Morgenstern (Österreich). Morgi ließ Simon Ammann (SUI) und Tom Hilde (NOR) hinter sich
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2009/2010: Andreas Kofler (Österreich). Ihm reichte für den Gesamtsieg ein erster Platz in Oberstdorf, in den anderen drei Wettbewerben landete er nicht auf dem Podest
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich). Loitzl gewann gleich drei der vier Springen
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich). Loitzl gewann gleich drei der vier Springen
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2007/2008: Janne Ahonen (Finnland). Er holte sich als erster Skispringer den fünften Gesamtsieg. Erstmals wurden zwei Springen in Bischofshofen ausgetragen, Innsbruck (zu viel Wind) fiel aus
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen). Setzte sich nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer durch
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen). Setzte sich nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer durch
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2005/2006: Janne Ahonen (Finnland) und Jakub Janda (Tschechien). Das Duo hatte nach vier Springen jeweils 1081,5 Punkte. Erstmals in der Geschichte der Tournee gab es zwei Sieger
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2005/2006: Janne Ahonen (Finnland) und Jakub Janda (Tschechien). Das Duo hatte nach vier Springen jeweils 1081,5 Punkte. Erstmals in der Geschichte der Tournee gab es zwei Sieger
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2004/2005: Janne Ahonen (Finnland). Er knackte fast den Rekord von Sven Hannawald mit den vier Tagessiegen. Doch im letzten Springen landete Ahonen nur auf Platz zwei
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2004/2005: Janne Ahonen (Finnland). Er knackte fast den Rekord von Sven Hannawald mit den vier Tagessiegen. Doch im letzten Springen landete Ahonen nur auf Platz zwei
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2003/2004: Sigurd Pettersen (Norwegen). Kam ebenfalls auf drei Siege. Peter Zonta war nur in Innsbruck besser
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2002/2003: Janne Ahonen (Finnland). Ihm reichte ein Sieg in Innsbruck, um die Tournee zum zweiten Mal zu gewinnen
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2002/2003: Janne Ahonen (Finnland). Ihm reichte ein Sieg in Innsbruck, um die Tournee zum zweiten Mal zu gewinnen
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2001/2002: Sven Hannawald (Deutschland). Historisch! Hanni gewann als bislang einziger Athlet alle vier Springen. Da verbeugte sich selbst der 2007 verstorbene Bundestrainer Reinhard Heß
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2001/2002: Sven Hannawald (Deutschland). Historisch! Hanni gewann als bislang einziger Athlet alle vier Springen. Da verbeugte sich selbst der 2007 verstorbene Bundestrainer Reinhard Heß
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2000/2001: Adam Malysz (Polen). Musste sich auf den ersten beiden Schanzen noch geschlagen geben, ehe er in Innsbruck und Bischofshofen triumphierte
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2000/2001: Adam Malysz (Polen). Musste sich auf den ersten beiden Schanzen noch geschlagen geben, ehe er in Innsbruck und Bischofshofen triumphierte
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1999/2000: Andreas Widhölzl (Österreich). Er gewann auf den letzten drei Schanzen und sicherte sich so den Tourneesieg
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1999/2000: Andreas Widhölzl (Österreich). Er gewann auf den letzten drei Schanzen und sicherte sich so den Tourneesieg
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1998/1999: Janne Ahonen (Finnland). Schnappte sich 1999 den ersten seiner insgesamt fünf Tourneesiege
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1998/1999: Janne Ahonen (Finnland). Schnappte sich 1999 den ersten seiner insgesamt fünf Tourneesiege
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1997/1998: Kazuyoshi Funaki (Japan). Er siegte auf den ersten drei Schanzen und holte sich vor Sven Hannewald den Titel
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1997/1998: Kazuyoshi Funaki (Japan). Er siegte auf den ersten drei Schanzen und holte sich vor Sven Hannewald den Titel
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1996/1997: Primoz Peterka (Slowenien). Gewann im knalligen Orange in Garmisch - dieser Erfolg reichte am Ende zum Tourneesieg
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1995/1996: Jens Weißflog (Deutschland). Der Floh vom Fichtelberg holte sich 1996 zum vierten und letzten Mal den Gesamtsieg
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Die deutschen Springer wollen bei der Tournee den ersten Tagessieg seit dem Triumph von Sven Hannawald im Dezember 2002 in Oberstdorf einfahren. "Wir sind in der Lage, bei jedem einzelnen Springen um den Sieg mitzukämpfen", sagte Schuster.

Bereits fünfmal standen die DSV-Athleten in dieser Saison auf dem Podest, der Sieg von Freund in Lillehammer war die bisherige Krönung des Winters. Er soll trotz der durchwachsenen Qualifikation aber nicht der letzte Erfolg bleiben.

Die wichtigsten K.o-Duelle

  • Severin Freund (Rastbüchl) - Danny Queck (Lauscha)
  • Andreas Wellinger (Ruhpolding) - Jernej Damian (Slowenien)
  • Richard Freitag (Aue) - Maciej Kot (Polen)
  • Michael Neumayer (Berchtesgaden) - Marinus Kraus (Oberaudorf)
  • Andreas Wank (Oberhof) - Jan Matura (Tschechien)
  • Martin Schmitt (Furtwangen) - Noriaki Kasai (Japan)
  • Daniel Wenig (Berchtesgaden) - Anders Jacobsen (Norwegen)
  • Gregor Schlierenzauer (Österreich) - Cestmir Kozisek (Tschechien)
  • Kamil Stoch (Polen) - Anssi Koivuranta (Finnland)
  • Anders Bardal (Norwegen) - Lukas Hlava (Tschechien)
  • Simon Ammann (Schweiz) - Jarkko Maeaettae (Finnland)

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