Team-WM 2018: Weltcupsieger Ovtcharov glaubt an WM-Triumph mit Boll

SID
Dienstag, 05.12.2017 | 11:40 Uhr
Dimitrij Ovtcharov tritt gemeinsam mit Timo Boll bei der Team-WM 2018
© getty
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Für den Weltranglistendritten Dimitrij Ovtcharov ist die Zeit reif für ein Ende der chinesischen Vorherrschaft im Tischtennis.

Der 29 Jahre alte Olympiadritte von London hält nach seinen jüngsten Erfolgen und denen seines Teamkollegen Timo Boll bei der Team-WM 2018 im schwedischen Halmstad (29. April bis 6. Mai) den historischen ersten deutschen Triumph für möglich. Zudem liebäugelt der Weltcupsieger mit Platz eins im Ranking.

Dreimal hat Ovtcharov mit der Nationalmannschaft ein WM-Finale gegen China verloren (2010, 2012, 2014). Damit soll nun Schluss sein. "Nach den letzten Monaten haben wir viel Selbstvertrauen gesammelt, vielleicht noch einmal so weit zu kommen und es dann auch zu reißen", sagte "Dima" in einem Interview mit dem Internetportal sport.de. Die Chinesen seien zwar weiter der Favorit, "ich glaube aber ehrlich gesagt daran, dass es im nächsten Jahr passieren kann mit dem Mannschafts-WM-Titel."

Boll und Ovtcharov bei den Grand Finals

Als nächster Höhepunkt der Saison stehen vom 14. bis 17. Dezember in Astana/Kasachstan die Grand Finals der World Tour auf dem Programm, dotiert sind sie mit einer Million Dollar. Zu den 16 besten Spielern der Saison gehört neben Ovtcharov auch der Weltranglistenvierte Timo Boll, der jüngst mit Siegen gegen Chinas Topspieler für Furore gesorgt hatte.

Die Konkurrenz im eigenen Lager belebt offenbar das Geschäft. "Aktuell pushen wir uns gegenseitig nach oben - im Training und in den Wettkämpfen. Das macht uns stärker", sagte Ovtcharov, den mit Rekordeuropameister Boll eine "lange Freundschaft" verbinde.

Im Januar könnte der zweimalige Europameister Ovtcharov dann wie zuvor schon Timo Boll 2003 die Nummer eins der Weltrangliste werden. Möglich würde dies durch eine neue Berechnung des Rankings, wonach künftig nur noch die acht besten Ergebnisse eines Spielers und nicht mehr alle Begegnungen berücksichtigt werden. "Nummer eins der Welt zu werden, wäre natürlich ein weiteres absolutes Highlight für mich", sagte der Familienvater.

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